Rassistische Polizeikontrolle während des stadtpolitischen Sommerkinos auf dem Leopoldplatz!

“Für selbstorganisierte Räume!” war der thematische Schwerpunkt am vergangenen Samstag (05.08.17) auf dem Leopoldplatz. Bei inzwischen lauem Sommerwetter zeigten wir den Film “Parko”, der Selbstorganisierungsansätze von unten in Athen dokumentiert. Mit einer Filmemacherin schauten und sprachen wir über dieses praktische Beispiel eines Nachbarschaftsprojektes, welches sich nach den Bedürfnissen der Bewohner*innen richtet, anstatt den Interessen der kapitalistischen Stadt zu gehorchen.

So wurde im Stadtteil Exarchia ein ehemals kommerzieller Parkplatz mit kollektiver Arbeit zu einer Grünfläche umgestaltet, in dem ein Gemeinschaftsgarten, Versammlungen und Filmveranstaltungen ihre Plätze gefunden haben. Also ein Ort für Widerstand gegen Verdrängung aus den Kiezen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Berliner Kampagne “Ban Racial Profiling – Gefährliche Orte abschaffen”. Auf dem Leopoldplatz sowie an vielen anderen Orten in der Stadt finden regelmäßig rassistische Polizeikontrollen statt. Besonders dreist kontrollierte die Berliner Polizei, die eigentlich die Kundgebung bewachen sollte, eine Personengruppe im Umfeld der Veranstaltung aufgrund rassistischer Kriterien. Nachdem eine Gruppe solidarischer Menschen diese diskriminierende Kontrolle aktiv ansprach, beendete die Polizei diese relativ schnell. Die Polizist*innen gaben offen zu, dass die Kontrolle ohne einen konkreten Verdacht durchgeführt wurde. Der Vorfall führt vor Augen wie alltäglich diese entwürdigende Praxis ist. Wir rufen dazu auf: wenn ihr solche Kontrollen in Bahnhöfen, auf Straßen und Plätzen seht, bleibt stehen, sprecht die Betroffenen an, bietet euch als Zeug*innen an, macht Solidarität praktisch! Eine Handlungsanleitung findet ihr hier.

Wir freuen uns sehr die zahlreichen Menschen, die mit uns den Film schauten, sich austauschten und werden auch weiter vermehrt im öffentlichen Raum präsent sein. Gemeinsam vernetzen wir uns im Kiez, um sich wirkungsvoll gegen Mieterhöhungen, Zwangsräumungen und rassistischer Spaltung wehren zu können. Mit vielen Menschen bauen wir somit einen solidarischen Wedding auf! ‘Rassistische Polizeikontrolle während des stadtpolitischen Sommerkinos auf dem Leopoldplatz!’ weiterlesen

Open Air Kino auf dem Leo

 

05.08.2017 | 20 Uhr | Leopoldplatz | Vom Parkplatz zum Park: Besetzen und selber organisieren!

Open-Air Aufführung des Dokumentarfilms „Parko“ mit anschließender Diskussion mit den FilmemacherInnen und Hände weg vom Wedding über den Athener Park als ein zentrales Nachbarschaftsprojekt für eine „Stadt von unten“.

Im Herzen Athens, im Stadtteil Exarchia, gibt es dort, wo noch vor einigen Jahren ein kommerzieller Parkplatz war, heute einen Park mit Olivenbäumen, Gemeinschaftsgärten, öffentlichen Versammlungen und Filmprogrammen.
Doch dieser Park war nie von der Stadtverwaltung geplant. Vielmehr sollte die Fläche entwickelt und bebaut werden. Als die Nachbarschaft davon Wind bekam, forderte sie das naheliegende: einen Park für alle, statt Wohnungen und Büros für wenige. Sie nahmen den Presslufthammer selbst in die Hand, befreiten die Erde vom Beton, pflanzten Bäume, bauten Spielplätze und betreiben seither den Park in eigener Regie. Der Film zeigt Selbstorganisation im Alltag der Krise und eben alltägliche Selbstorganisation.

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No Pasaron – Sie kamen nicht durch! Soli-Aufruf für die Betroffenen bei den Protesten gegen die “IB” am 17. Juni im Wedding

No Pasaron – Sie kamen nicht durch!
Soli-Aufruf für die Betroffenen bei den Protesten gegen die „IB“ am 17. Juni im Wedding

Spendet Geld für die Betroffenen der Polizeigewalt!

Flyer: [Front] [Back] [Kopiervorlage] | [Banner]

Am Samstag, den 17. Juni 2017, wollte die rassistische, selbsternannte “Identitäre Bewegung” (IB) in Berlin-Wedding aufmarschieren. Nach nur einigen hundert Metern konnte der Demonstrationsversuch durch Blockaden gestoppt werden und eine weitere “grandiose” PR-Aktion der “IB” war gefloppt. Die gezielte Provokation im Wedding demonstrieren zu wollen, da hier ihr herbeihalluzinierter “großer Austausch” der “deutschen” durch “migrantische” Bevölkerungsgruppen schon weit voran gestritten sei, konnte eine breite Nachbarschaftsmobilisierung entgegengesetzt werden. Aber auch Berlin- und bundesweit beteiligten sich zahlreiche Antifaschist*innen am Protest gegen den IB-Aufmarsch.

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