Filmabend: Economia collectiva

Am 24.5. um 20 Uhr wird im FAU-Lokal in der Grüntaler Straße 24, 13357 Berlin, der Dokumentarfilm “Economia collectiva” gezeigt.

Die spanische Doku “Economia Collectiva – Europas letzte Revolution” wirft einen Blick auf Kataloniens industrielle Kollektivierung zwischen den Jahren 1936 und 1939. Als der faschistische General Francisco Franco im Sommer 1936 auf der iberischen Halbinsel putschte und damit den Spanischen Bürgerkrieg einleitete, entfaltete sich in Katalonien eine unvorhergesehene soziale Revolution: Die besitzlose Bevölkerung schloss sich zu selbstorganisierten Kollektiven zusammen und übernahmen 80 Prozent der katalanischen Wirtschaft. Zwischen 1936 und 1939 betrieben sie die Betriebe gemeinsam in Anarcho-Syndikaten. Auf diese Weise entstand ein auch System von Sozialleistungen, das Sicherheit für jede*n Arbeiter*in gewährleistete.
Eulàlia Comas widmet sich in der geschichtlichen Dokumentation “Economia Collectiva – Europas letzte Revolution” diesem drei Jahre lang andauernden Phänomen des sozialen Umbruchs, das trotz seiner Innovationen nach der Niederschlagung fast schon wieder in Vergessenheit geraten ist.

Rassistische Polizeikontrollen und die andauernde Frage „wo man herkommt“ wegen nicht-weißer Hautfarbe  – eine U-Bahn Haltestelle und Straßen mit eindeutigen rassistischen und kolonialen Namensbezügen und ein ganzer Industriezweig, der extrem profitorientiert an der Situation von asylsuchenden Menschen verdient. All dies sind nicht Ausschnitte eines Zustandes, der sich an einem vermeintlichen rechten Rand der Gesellschaft der Gesellschaft befindet. Sie zeigen vielmehr eine Struktur, die sich gesamtgesellschaftlich auf allen Ebenen erstreckt und immer in neunen Formen zum Vorschein kommt.

Die Veranstaltungen sind Teil einer Veranstaltungsreihe zu den Themen Rassismus, Flucht und Kolonialismus organisiert vom Hände weg vom Wedding Bündnis und dem Antira & Antirep Referat der Beuth Hochschule.

” weiterlesen

Info-Abend: Ein Kiezhaus in der Nachbarschaft in Gedenken an Agnes Reinhold

Kommt zum Infoabend / Join the quick info-event:

Wir wollen einen Ort schaffen, der Strukturen für eine kommunale Selbstorganisierung von Betroffenen bereitstellt. Im Kiezhaus sollen verschiedene Lebensrealitäten in gemeinsame Kämpfe zusammengeführt und verstärkt werden. Nachbarschafts- und Stadtteilräte, sind basisdemokratische Perspektiven die das Leben der hier lebenden menschen jenseits des Staates und der kapitalistischen Verwertungslogik gestalten können.

The idea is to set up a common space wich provides a municipal structure for the peoples struggle. The Kiezhaus should combine the different realities of life in a reinforced and joint struggle. The perspectives are radical democratic neighborhood and district assembly’s for a self-determined life wich operates beyond the logic of a national state and capital exploitation.

Am Abend soll der bisherige Planungsstand, beteiligte Gruppen, Perspektiven und Arbeitsprozesse transparent gemacht werden. Ihr erfahrt vorallem mehr über die Möglichkeiten ein Teil der Organisierung zu werden und die Formen der benötigten Unterstützung. In dem kurzen Vortrag (max. 1 Std.), soll ein Gastbeitrag mehr zur vergessenen Kämpferin Agnes Reinhold vermitteln. Danach besteht die Möglichkeit in offener Runde weiter ins Gespräch zu kommen. Die Website ist noch in Arbeit.

Fr. / 26.05. / 19:00 Uhr / Café Cralle, Hochstädterstr. 10a

Eine Übersetzung wird vor Ort individuell organisiert. Bitte einfach nachfragen! Translation on this evening will be managed individually, do not hesitate to ask!


Archive