Sonderausgabe der Kiezzeitung “Plumpe” für Wedding erschienen!

Warum Plumpe? Was ist das?…eine Antwort findet ihr hier! Mit Freude beobachten wir, dass anknüpfend an die Aktionswoche “Widerständig und solidarisch im Alltag” im April und der antikapitalistischen Kiezdemo am 30.04.18, eine kleine lokale Redaktion die Weddinger Kiezzeitung mit dem schönen Namen Plumpe veröffentlicht hat:

 

Im Wedding gab es immer mal wieder Stadtteil- oder Kiezzeitungen, wie zum Beispiel die Weddinger Neueste Zeitung. Zur Zeit gibt es aber – soweit wir wissen – nur die Zeitungen Ecke Müllerstraße, Panker65 oder brunnen – diese werden allerdings vom «Aktiven Stadtzentrum Müllerstraße», oder dem Quartiersmanagement Pankstraße, also Projekten des Senats, herausgegeben und interessierten sich wenig für das, was die meisten Menschen hier täglich beschäftigt. Über den Wedding und das, was hier geschieht, gibt es viel mehr zu berichten! Die gesellschaftlichen Verhältnisse zeigen sich dort am deutlichsten, wo wir wohnen und leben: Steigende Mieten, Verdrängung, Alltagsrassismus, Druck und Drangsalierungen durch das Jobcenter, staatliche Überwachung und rechte Hetze sind auch im Wedding Alltag. Aber um gegen genau diese Zustände anzugehen, um sich gemeinsam zu wehren oder sich zu unterstützen, tun sich im Wedding auch immer wieder Menschen zusammen.

Wir wollen über die sozialen Kämpfe in unseren Kiezen berichten und euch Nachbar*innen darüber informieren, was nebenan passiert. Wir sind keine Mitglieder irgendwelcher Parteien, noch sitzen wir in irgendwelchen Gremien des Bezirks oder Senats. Trotzdem ergreifen wir Partei. Im Rahmen der antikapitalistischen Demonstration «Organize!», die jedes Jahr am 30. April im Wedding stattfindet, gab es dieses Jahr vom 20.-30. April eine volle Aktionswoche mit dem Titel «Widerständig und solidarisch im Alltag», bei der sich viele Initiativen und Gruppen beteiligten. Diese Aktionswoche nehmen wir zum Anlass für die erste Plumpe Ausgabe – eine Sonderausgabe rund um die sozialen Themen, die dieses Jahr zwischen April und Juni im Fokus standen.

Im laufe der nächsten Tage und Wochen werden die Artikel auf dem Blog der Redaktion in voller Länger verfügbar sein.

Kolonie10: gemeinsam Basteln gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung

Die Mieter*innen in der Weddinger Koloniestraße 10 sind von Verdrängung bedroht: Nach dem Kauf des Grundstücks und der darauf befindlichen Remisen, Ateliers/Werkstätten und Garagen scheinen die bayerischen Investor*innen nun große Pläne zu haben. Abriss der Häuser und Neubau eines Hostels? Teure Apartements für Studierende? Nicht mit uns! Gemeinsam wehren wir uns gegen Verdrängung und kapitalistische Renditelogik.

Am Montag, den 18.06.18, laden wir alle solidarischen Nachbar*innen ein, mit uns Schilder und Transparente zu basteln, sich kennenzulernen und kollektiv zu zeigen: Wir bleiben alle!

Ab 18 Uhr geht es los, Materialien sind vorhanden, bringt aber gerne zusätzliche Kartons, Stoffe und Farben mit.

Wir sehen uns im Innenhof der Kolonie10!

Praktische Solidarität gegen die Kriminalisierung unserer Nachbarschaften – in Berlin und überall!

Als Teil der Berliner Kampagne Ban! Racial Profiling – Gefährliche Orte abschaffen möchten wir auf die Stellungnahme, im Zuge der Pressekonferenz am Kottbusser Tor vom 14.06.2018 , als Abschluss des Aktionszeitraums und der Vorstellung des Rechtsgutachtens zu “gefährlichen Orten” hinweisen. Die vollständige Stellungnahme ist hier dokumentiert.

Als Kiezinitiative wollen wir im Angesicht der täglich stattfindenden rassistischen Polizeigewalt in Berlin vor allem auf die Punkte Kiezkampagne und Ausblick verweisen:

Kiezkampagne

Im Rahmen unserer Kiezkampagne waren wir auf zahlreichen Kiezfesten,Veranstaltungen und Demonstrationen präsent und sind dabei mit Nachbar*innen und Interessierten ins Gespräch gekommen. Wir diskutierten, welche Folgen Racial Profiling für Betroffene und das alltägliche Zusammenleben hat. Da »gefährliche Orte« für die meisten Menschen, die nicht in das Raster der Polizei fallen, unsichtbar sind, weil sie diese sorglos durchqueren können, war der Austausch wichtig.
Eigene Aktionen der Kampagne an »gefährlichen Orten« unterstützten den Prozess der Sichtbarmachung. Highlights waren etwa das Open Air Kino am 10.9.2017 auf dem Leopoldplatz in Kooperation mit dem Hände-weg-vom-Wedding-Bündnis, eine Kundgebung am 10.9.2017 im Görlitzer Park gegen Racial Profiling in Kooperation mit der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt, die Flyer-Aktion am 17.10.2018 am U-Bhf. Osloer Straße in Kooperation mit dem BdB e.V. oder die Wandtapete der Kampagne an der Hauswand Oranienstr. 1/Manteuffelstr. 42 im Februar 2018. Auch Nachbar*innen wurden im Aktionszeitraum aktiv und markierten »gefährliche Orte« in Wedding, Mitte, Neukölln und Kreuzberg mit Plakaten, auf denen Betroffene von ihren Erfahrungen mit Racial Profiling berichten.

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Tresen im Juni: #Zusammensetzen für einen solidarischen Kiez!

Diesen Monat nutzen wir den regelmäßigen Tresen im Café Cralle um Nachbar*innen, Freund*innen und Kolleg*innen zu treffen, ohne ein konkretes Rahmenprogramm oder eine Veranstaltung. Wir wollen die Zeit nutzen um solidarische Gespräche zu führen. Aktuelle Kämpfe, also Stress im Alltag, nervende Formulare, Lohn- und Wohnsituation, Jobcenter-Termine sind genau die Themen wofür dieser Abend einen Raum im Kiez bietet. Es bewegt sich was doch der kapitalistische Alltag im Wedding erdrückt unsere Nachbarschaft. Daher müssen wir Lösungen, Alternativen und Perspektiven von unten entwickeln – also kommt vorbei, lernt euch kennen!

Unterstützt widerständige Organisierungsprozesse in der Nachbarschaft z.B. mit einer Spende durch den Genuss unseres Soli-Drinks “Roter Wedding” an der Bar!

Do. 07.06.18 | 20 Uhr | Café Cralle | Hochstädter Str. 10a


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