Posts Tagged ‘Zwangsräumungen’

Die Miete ist zu hoch! An die Nachbar*innen der Schwedenstraße 11a

Freitag, August 11th, 2017
Am Mittwoch Abend (09.08.17) gab es Nachbarschaftsbesuche in der Schwedenstraße 11a im Wedding65 . Es wurden Gespräche über Mietenwahnsinn und Zwangsräumungen in Berlin und insbesondere in der Schwedenstraße geführt. Dazu wurde dieser Fyler verteilt:
“Erinnert Ihr Euch an den 08.02.2017? An diesem Tag fand die brutale Zwangsräumung von P. statt. 
Trotz der solidarischen Blockade von Anwohner*innen sowie der Initiativen ‘Bündnis Zwangsräumung verhindern’ und ‘Hände weg vom Wedding’ stand P. schließlich nach massiver Polizeigewalt bei Minusgraden obdachlos auf der Straße.

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Auswertung der Mietenstopp – Demo vom 10.09.2016

Sonntag, September 18th, 2016
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Eine Woche vor den Wahlen in Berlin, startete am Samstag den 10. September 2016 eine Demonstration unter dem Motto “Mietenstopp – Gemeinsam gegen Verdrängung, Verarmung und den Ausverkauf der Stadt” vom Platz der Luftbrücke. Etwas mehr als 1000 Menschen darunter viele Nachbar*innen organisiert und engagiert in verschiedenen Initiativen, Gruppen, Vereinen und Bündnissen nahmen zu Beginn an dem Protest teil. Viel weniger allerdings als bei der letzten Mobilisierung im Jahr 2011. Die Gründe hierfür sind sicherlich vielfältig und gehören solidarisch analysiert und diskutiert. Einen Beitrag dazu soll diese Auswertung leisten.
Zum ersten Mal wurde aus einem spontanen Bündnis heraus zusätzlich zu einem Mietrebell*innen Block unter dem Motto “Berlin macht’s selber – Solidarisch, antikapitalistisch, selbstorganisiert.” aufgerufen. Bereits beim Auftakt wurde deutlich wie vielfältig die lokalen stadtpolitischen Kämpfe und Organisierungsprozesse verlaufen und sich aktuell zusammensetzen. Jede Initiative stellte ihren Kampf in ihrer Betroffenheit in der gegenwärtigen neoliberalen Stadtpolitik durch eigene Plakate, Schilder, Flyer, T-Shirts, Transparente und Redebeiträge dar. Die Wohnungspolitik hat sich zumindest vereinzelt und angetrieben durch vergangene beispielhafte Kampagnen und Aktionen wie diverse Mietenproteste, Mietenvolksentscheid, Blockaden von Zwangsräumungen, Widerstand in der Rigaer Straße etc., zu einem Motor der Selbstorganisierung unter den Mieter*innen dieser Stadt entwickelt. Wir als selbstorganisierte Mieter*innen verschiedenster Gruppen im Mietrebell*innen Block sehen diese Entwicklung positiv und betonen noch einmal das Potential lokaler Basisorganisierung in den Wohngemeinschaften, Wohnheimen, Lagern, Mietshäusern, Straßen und Kiezen gegen Verdrängung, soziale Ausgrenzung und Rassismus. Als organisierte Zusammenhänge sehen wir es als Erfolg an, gemeinsam an dieser Demonstration mit den uns zur Verfügung stehenden Kapazitäten und Möglichkeiten mobilisiert und teilgenommen zu haben. Einerseits mit dem Ziel den sehr guten Aufruf des Demobündnisses zu unterstützen sowie unsere eigenen Organisierungsprozesse untereinander zu verbessern. Das Ziel jedoch ist sicherlich die Sichtbarkeit und Ansprechbarkeit für alle Betroffenen im gemeinsamen Protest zu gewährleisten. Ein Protest von Mieter*innen für Mieter*innen, als Ausgangslage für Widerstand und Alternativen in diesem verlogenen Wahlzirkus.
Leider weisen wir selbstkritisch darauf hin das die Mitgestaltung des Mietrebell*innen Block im Vorbereitungsbündnis der Demonstration näher und direkter erfolgen muss. Viele technische und kommunikative Probleme hätten so vermieden werden können. Respekt an alle Aktivist*innen für den solidarischen Umgang. Weiterhin stellen wir fest, dass es neben einem Bedarf an einer grundsätzlichen Diskussion über Aktionsformen wie Demonstrationen sich auch die Frage gestellt werden muss, wie kann die Vielfältigkeit der Berliner Kieze im stadtpolitischen Bewegungen besser angesprochen, abgebildet und eingebunden werden? (mehr …)

Tresen im Mai: United Neighbours – Organize!

Mittwoch, Mai 4th, 2016

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Auch in diesem Jahr waren wir am 30. April gemeinsam auf der Straße, um ein Zeichen gegen Rassismus, soziale Ausgrenzung und Verdrängung zu setzen. Längst haben wir die Schnauze voll von willkürlichen Bullenkontrollen, Zwangsräumungen und Lagerindustrie. Die derzeitige Situation wurde von Menschen gemacht und kann auch von Menschen verändert werden. Es gibt Alternativen! Wir wollen eine Stadt für alle. Statt Leerstand und Ferienwohnungen in Mietshäusern wollen wir Wohnraum. Wir wollen soziale Zentren und Jugendclubs statt Luxusprojekte. Wir wollen Recht auf Wohnen statt Lagerunterbringung. Wir wollen Freiheit statt Sicherheitswahn.

Lasst uns daher an unserem monatlichen Tresen zusammenkommen! Wir wollen euch konkrete Organisierungsmöglichkeiten vorstellen, unsere Arbeit erläutern und gemeinsam zu einer besseren Organisierung im Kiez kommen. Natürlich sprechen wir auch gemeinsam über die Demo, schauen Videoschnipsel und genießen dabei den schmackhaften Cocktail „Roter Wedding“.

05.05. | 20:30 Uhr | Café Cralle | Hochstädter Str. 10a 

Stadtspazierung zu Ausgrenzung und Verdrängung im Wedding

Mittwoch, April 20th, 2016

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Auch der Wedding ist längst kein Ort mehr für alle Menschen. Ständige Polizeikontrollen, steigenden Mieten oder Stress auf Ämtern – das sind nur einige Beispiele für Prozesse von Ausgrenzung und Verdrängung in unseren Kiezen. Auf diese Weise erfahren immer mehr Menschen die Auswirkungen einer kapitalistischen Marktlogik tagtäglich am eigenen Leib. Trotzdem werden solche Prozesse einer neoliberalen Stadtumstrukturierung von den Verantwortlichen vor Ort oft geleugnet. Wir wollen uns mit euch in einem zweistündigen Spaziergang durch den Kiez auf die Suche nach Orten der Verdrängung und Ausgrenzung, aber auch des Widerstandes machen.
Die Veränderungen in der Stadt sind nicht natürlich, sondern von Menschen gemacht. Wer ist verantwortlich? Wer profitiert? Wer ist betroffen? Und wie können wir gemeinsam Widerstand leisten? Das sind nur einige Fragen, die wir versuchen wollen zu beantworten.Die Themenfelder umfassen dabei steigende Mieten, Zwangsräumungen, Rassismus im Alltag, Lagerindustrie, soziale Ausgrenzung und vieles mehr. Erst bilden wir uns, dann bilden wir Banden!

24.04.2016 | 14 Uhr | U-Bhf. Leopoldplatz, Ausgang vor der Nazarethkirche.