Posts Tagged ‘Verdrängung’

Verdrängung beginnt hier!: Enter Berlin

Freitag, Dezember 14th, 2018

Mit dem zweiten Projekt „Enter Berlin“, will die Schweizer „Townscape One Developement GmbH & Co. KG“ wie mit dem zuvor präsentierten Nachbarprojekt „Grow“ auf dem Berliner Mietmarkt für Gewerbe sprichwörtlich eindringen.

Seit Mitte 2018 wird hier gebaut, den Blick immer darauf gerichtet, in der „innovativsten Stadt der Bundesrepublik” ordentlich mitzuverdienen, wenn es um hohe Mieten geht. Anstatt dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, werden Bauflächen von Privatinvestor*innen für überteuerte Büro- und Verkaufsflächen für Start Ups und Geschäfte bebaut. Woher das Kapital für solche unnützen Projekte kommt? Private und gewerbliche Anleger*innen leihen das nötige (große) Geld, um hier Profiterwartungen erfüllt zu bekommen.

Das besondere an diesem ausführenden Unternehmen ist, dass sie das entsprechende Immobilienprojekt entwickeln und für die eigene Rendite sowie der sogenannten „Kapitaleinleger*innen“ sorgen.

Dieser Neubau ist Teil eines sich ständig verschärfenden Aufwertungsprozesses im Wedding und ganz Berlin. Falls ihr selbst solche Projekte in eurem Kiez gesehen habt, schreibt uns und/oder kommentiert die Beiträge. Organisieren wir uns gemeinsam gegen den Ausverkauf der Stadt und unserer Kieze.

Die Kampagne Verdrängung beginnt hier begleitet kritisch die aktuellen Neubauprojekte im Kiez.

Verdrängung beginnt hier!: Eigentumswohnungen in der Grüntaler Straße

Dienstag, November 27th, 2018

 

Eigentumswohnungen in der Grüntaler Straße 58.

Der Name ist Programm?

Die Projektentwicklungsfirma „Agromex GmbH & Co“ sieht vor, in der Grüntaler Straße 58, 24 Wohnungen sowie eine Gewerbefläche und ein Gartenhaus mit weiteren 14 Wohnungen zu bauen. Die geneigten Leser*innen ahnen schon: das bedeutet nichts gutes. Bisher liegen sehr wenige Informationen vor, jedoch ist bei kurzer Recherche zum Unternehmen klar, dass sich diese vor allem auf das sogenannte „Premiumsegment” konzentriert.

Neben den Bauprojekten „Hotel an der Spree” in Treptow sowie das „Haus Gorki” könnte nun ein drittes sehr hochpreisiges Eigentumsobjekt im Wedding entstehen. Haltet also Augen auf und Ohren gespitzt!

Dieser Neubau ist Teil eines sich ständig verschärfenden Aufwertungsprozesses im Wedding und ganz Berlin. Falls ihr selbst solche Projekte in eurem Kiez gesehen habt, schreibt uns und/ oder kommentiert die Beiträge. Organisieren wir uns gemeinsam gegen den Ausverkauf der Stadt und unserer Kieze.

Verdrängung beginnt hier!: Grow Berlin

Sonntag, November 11th, 2018

In Berlin wird bezahlbarer Wohnraum dringend benötigt. Das Credo von Privatwirtschaft und Senat lautet weiterhin: Bauen! Bauen! Bauen!
Doch was wird eigentlich von wen für wen gebaut?
Sind die im Wedding entstehenden Neubauten tatsächlich in der Lage, den Mangel an Wohnraum für Transferleistungsempfänger*innen (bspw. Hartz 4), Geflüchtete, Alleinerziehende, Auszubildende, etc. zu decken? Wir haben bei unserer Veranstaltung Anfang Oktober einen kleinen Blick hinter aktuelle Neubauprojekte auf dem kapitalistischem Wohnungs- und Gewerbemarkt geworfen und stellen diese hier vor.

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Protest gegen die Verdrängung der Kiezbar “Maluma Dreams”

Sonntag, Februar 4th, 2018

— UPDATE ! —

Am Donnerstag den 01.02.2018 kamen mehrere solidarische Nachbar*innen vor der Torfstraße 16 zusammen um gegen die Verdrängung der Kiezkneipe “Maluma Dreams” zu protestieren. Nachdem mehr als 80.000 Menschen bereits virtuell auf der online Petitionsplatform “change.org” ihre Solidarität für den Erhalt ausgedrückt haben wurde nun nochmal direkt im Kiez der Protest für die Rettung der 17 Jahre alten Kiezbar sichtbar. Im Anschluss wurde der offene Protestbrief an den Eigentümer Olaf Heinrich (CSU Bürgermeister Reichenau/Freyung-Grafenau) vorgelesen und gemeinsam per Post versandt.

Ziel der Aktion war es eine solidarische Nachbarschaft gegen Verdrängung zusammenzubringen und sichtbar zu machen. Unsere von Verdrängung, Zwangsmodernisierung, Luxussanierung und Entmietung betroffenen Nachbar*innen werden nicht allein gelassen! Meldet euch damit wir kollektiv Perspektiven entwickeln können, im Protest und Widerstand aber auch darüber hinaus. Die Geschichten der Verdrängung im Projekt der kapitalistischen Stadt werden täglich geschrieben, lassen wir unsere Solidarität ganz praktisch werden und stehen unseren Nachbar*innen mit Beratungen, Vermittlungen, Tipps, aufbauenden Geprächen und im Widerstand zur Seite! (mehr …)