Posts Tagged ‘Verdrängt in Berlin’

Veranstaltungsbericht: Wohnen im Wedding – Wir bleiben und kämpfen!

Mittwoch, Januar 17th, 2018

Am Freitag, den 12.01.2018 trafen sich viele langjährige und neue Unterstützer*innen der WG aus der Dubliner Straße 8 zur Lesung “Verdrängt in Berlin!” im FAU-Lokal (Grüntaler Straße 24, 13357 Berlin).

Gelesen wurden Highlights aus der Serie “Verdrängt in Berlin” rund um den Kampf der widerständigen 4er-WG gegen die Großvenediger GmbH und die Martina-Schaale-Hausverwaltung, ebenso wie aus irrwitzigen Hausverwaltungs- und Gerichtsschreiben sowie Berichten über kreative Protest- und Solidaritätsaktionen.

Obgleich die absurden und konstruierten Argumentationen der Hausverwaltung, des klagenden Rechtsanwalts Hans Georg Helwig sowie der zuständigen Richter*innen für bizarr-komische Momente sorgten, wurde in der anschließenden Diskussion einmal mehr klar, dass diese Verdrängungskampagne Struktur hat und kein Einzelfall ist. Der kapitalistischen Verwertung von Wohnraum, parteilicher “Rechtsprechung” und schrittweiser Schwächung der Mieter*innenrechte stellen sich jedoch immer mehr betroffene und solidarische Menschen organisiert und wütend entgegen.

Insbesondere jetzt, da die Berufung durch das Landgericht abgewiesen wurde und die WG akut räumungsbedroht ist, heißt es: Wir sind viele, wir bleiben und kämpfen für unseren Wohnraum!

Verdrängt in Berlin: Folge 31 – Vielfache Abzocke über die Betriebskosten

Donnerstag, Dezember 21st, 2017

Neben der erzwungenen Zahlung der Sicherheitsleistung von 4500 € versucht die Martina-Schaale-Hausverwaltung Berlin die WG durch fehlerhafte Betriebskostenabrechnungen über den Tisch zu ziehen. Sie rechnet dafür mehrere, nicht umlagefähige Kosten, z.B. die Lohnnebenkosten, die nicht erklärt werden sowie die Kosten der Dachrinnenreinigung ab. Zusätzlich dazu berechnet sie die Betriebskosten auf Grundlage einer Wohnungsfläche, die größer ist als im Mietvertrag angegeben. Betriebskosten von Gewerbe- und Wohnungsmietenden werden wieder nicht getrennt. Es handelt sich eindeutig um Vorsatz, weil die WG und der Berliner Mieterverein diese Punkte schon seit Jahren kritisieren. Neben diesen und zahlreichen weiteren Fehlern nimmt sie zur Berechnung des Betriebskostenguthabens eine um 660 € zu niedrige Betriebskostenvorauszahlung an.

Insgesamt hat die WG alleine im Jahr 2016 eine vierstellige Summe an Betriebskosten zu viel gezahlt. Für das Jahr 2012 erhielt die WG sogar gar keine Betriebskostenabrechnung und nach Aussage des früheren Anwalts, Detlev Pöthke, lohne sich eine Klage nicht. Wenig überraschend hat die Hausverwaltung wieder nicht auf die E-Mail, in der die WG eine Einsicht der Betriebskostenbelege fordert und die ihr gesetzlich zusteht, geantwortet.  (mehr …)

Verdrängt in Berlin: Folge 28 – Erneute Verurteilung durch das Amtsgericht Wedding

Sonntag, November 12th, 2017

Folge 28 – Erneute Verurteilung durch das Amtsgericht Wedding

Der Räumungsrowdy Richter Ralph Reifenrath verurteilte die Kommune zum zweiten Mal auf Räumung ihrer Wohnung. Da ihm das Landgericht Wedding letztes Jahr schwere Verfahrensfehler bescheinigte und er mit den behaupteten aber nicht belegten Mietschulden nicht durchkam, musste er sich dieses Mal einen neuen Kündigungsgrund ausdenken. Dazu hat er behauptet, die 4 Mieter*innen seien keine Wohngemeinschaft sondern nur eine „Personenmehrzahl“.

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Verdrängt in Berlin: Folge 27 – Eigentümerin will Zwangsräumung statt Vergleich

Montag, Oktober 9th, 2017

Das Amtsgericht Wedding schlug der Eigentümerin und der Kommune einen Vergleich vor, bei dem die Kommune die Hälfte der strittigen Mietminderung zurückzahlen und zwei Drittel der Gerichtskosten der ersten Instanz und die Hälfte der Gerichtskosten der zweiten Instanz tragen muss und dafür in der Wohnung bleiben kann. Weiterhin hat Abha keine Besitzansprüche an der Wohnung. Die Kommune wurde in dem Vergleich zur Wohngemeinschaft erklärt, die einzelne Mieter*innen austauschen darf. Der Vergleich legte der Kommune strenge Regeln auf und verbot eine Mietminderung wegen des muffigen Geruchs durch den Wasserschaden.

Die Kommune stimmte dem Vergleich zu um endlich den Rechtsstreit zu beenden. Die Eigenümerin ließ durch ihren Anwalt erklären, dass sie den Vergleich ablehnt und zeigte damit nochmals deutlich ihre Kompromisslosigkeit, Skupellosigkeit und Gewaltbereitschaft indem sie weiterhin eine Zwangsräumung anstrebt.