Posts Tagged ‘Solidarität’

Öffentliche Auswertung und Perspektiven der antikapitalistischen Kiezdemo

Mittwoch, Mai 9th, 2018

30.04.2018_Organize-Demo (2)

Nach der Demo ist vor der Organisierung. Deswegen laden wir euch herzlich ein den kommenden Montag (14. Mai) bei der öffentlichen Auswertung unserer Demonstration „Widerständig und Solidarisch im Alltag – Organize!“ vorbei zuschauen. Lasst uns gemeinsam kennen lernen, vernetzen, organisieren!

Vor zwei Wochen zogen wir mit unserer antikapitalistischen Demonstration durch den Wedding um auf steigende Mieten, Alltagsrassismus und soziale Ausgrenzung, aber auch Selbstorganisierung und Widerständigkeit aufmerksam zu machen. Organisiert wurde die Demonstration jetzt im zweiten Jahr von einem Bündnis verschiedener Gruppen und Einzelpersonen. Wir wollen mit euch die Demo gemeinsam auswerten und schauen, wo wir Rassismus und der zunehmenden Verdrängung aus unseren Kiezen Solidarität im Alltag entgegensetzen können. Dazu schauen wir gemeinsam Videos, sprechen über antikapitalistische Widerstände im Kiez und schmieden Pläne für zukünftige Kämpfe. Lasst uns in entspannter Atmosphäre kennenlernen, austauschen und vernetzen!

14.05.2018 | ab 19:30 Uhr | Groni50, Groninger Straße 50

Aufruf zur Kiezdemo am 30. April: Widerständig und solidarisch im Alltag – Organize!

Samstag, April 28th, 2018
Seit 2012 findet jährlich am 30. April die antikapitalistische Walpurgisnacht Demonstration in Berlin-Wedding statt. Sechs Jahre in denen “Hände weg vom Wedding!” als Initiative konkrete Auseinandersetzungen von Nachbar*innen mit Behörden, Ämtern, Vermieter*innen, Eigentümer*innen, Platzwärter*innen und diskriminierender Gewalt begleitet und dabei den voranschreitenden Ausverkauf der Berliner Kieze, in denen wir leben, kritisch öffentlich macht.
Der Druck der kapitalistischen Verwertung im Kiez ist hoch, die Auswirkungen immer verheerender. Teure exklusive Neubauten und damit mehr Wohnraum für Reiche finden wir an jeder Ecke. Vor allem Familien mit wenig Geld, prekär Beschäftigte, Erwerbslose und obdachlose Menschen sind dadurch einer permanenten Verdrängung ausgesetzt. Auch die andauernde rassistische Gewalt ist Teil eines bitteren Alltags für jene, die anhand ihrer Hautfarbe oder vermeintlichen Herkunft, im Kiez ständig diskriminiert und durch die Berliner Polizei kriminalisiert werden. Der irrsinnige Ausbau staatlicher Überwachungsmaßnahmen in sogenannten Gefahrengebieten wie z.B. dem Leopoldplatz, bedient diese Praxis und verschleiert eine gescheiterte Sozialpolitik. Ohne Scham wird diese Schnüffelei in unser aller Leben auch noch als “Lösung” präsentiert. Doch wir zeigen Haltung und dabei sind wir nicht allein. Es gilt gemeinsam mit anderen die soziale Isolierung in unserer Nachbarschaft aufzuheben. Denn nur durch gemeinsames Handeln können wir unsere täglichen Kämpfe offen legen, angehen und antikapitalistische Perspektiven von Selbstbestimmung, Solidarität sowie ein radikales Verständnis von Demokratie durchsetzen. Und zwar jenseits von Parteien und Parlamenten, welche getrieben von einem kapitalistischen Verwertungszwang seit Jahren unseren Alltag diktieren. 
Denn klar ist, so wie es ist, kann es nicht weitergehen! Deswegen rufen wir dazu auf, euch am 30. April 2018 der antikapitalistischen Demonstration “Widerständig und solidarisch im Alltag – Organize!” anzuschließen!

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Tresen im Mai: Allein machen sie dich ein! Kiezsolidarität ist notwendig.

Freitag, April 27th, 2018

Unbequem und doch gerechtfertigt! Wir als Nachbar*innen im Kiez wissen nur zu gut, wo der Schuh drückt. Mieterhöhung durch die Hausverwaltung, Kündigung wegen Eigenbedarf, Rechtsstreit mit Eigentümer*innen, Kaputtsanierung, Stress mit HartzIV, Stress im Job, rassistische Pöbelleien, Polizeikontrollen am Bahnsteig… usw.

Diese Zustände erfordern gemeinsames Handeln und natürlich praktische Solidarität! Doch es ist darüber zu reden, warum laute Proteste, kritische Kiezveranstaltungen und langfristige Nachbarschaftsarbeit im Alltag von Polizei & Co kriminalisiert werden. Daher laden wir euch zu einem Gespräch und Erfahrungsaustausch ein.

Gemeinsam reden wir über die offene und verdeckte Kriminalisierung unserer Proteste für eine solidarische Stadt von unten sowie Ansätze nachbarschaftlicher Organisierungen. Welche Methoden und Strategien wenden Strafverfolgungsbehörden aber auch die Bezirkspolitik an, um uns klein zu machen, einzuschüchtern und zu spalten?! Erzählt von euren letzten Erfahrungen und Beobachtungen!

Ihr wollt außerdem Rückmeldung, Kritik und Anregungen zu den vergangenen Aktionen und Protesten loswerden? Der Abend gehört uns allen, kommt vorbei und lasst uns reden!

Unterstützt durch die Rote Hilfe Ortsgruppe Berlin.

03.05.18 | 20 Uhr | Café Cralle | Hochstädter Str. 10a

Protest gegen die Verdrängung der Kiezbar “Maluma Dreams”

Sonntag, Februar 4th, 2018

— UPDATE ! —

Am Donnerstag den 01.02.2018 kamen mehrere solidarische Nachbar*innen vor der Torfstraße 16 zusammen um gegen die Verdrängung der Kiezkneipe “Maluma Dreams” zu protestieren. Nachdem mehr als 80.000 Menschen bereits virtuell auf der online Petitionsplatform “change.org” ihre Solidarität für den Erhalt ausgedrückt haben wurde nun nochmal direkt im Kiez der Protest für die Rettung der 17 Jahre alten Kiezbar sichtbar. Im Anschluss wurde der offene Protestbrief an den Eigentümer Olaf Heinrich (CSU Bürgermeister Reichenau/Freyung-Grafenau) vorgelesen und gemeinsam per Post versandt.

Ziel der Aktion war es eine solidarische Nachbarschaft gegen Verdrängung zusammenzubringen und sichtbar zu machen. Unsere von Verdrängung, Zwangsmodernisierung, Luxussanierung und Entmietung betroffenen Nachbar*innen werden nicht allein gelassen! Meldet euch damit wir kollektiv Perspektiven entwickeln können, im Protest und Widerstand aber auch darüber hinaus. Die Geschichten der Verdrängung im Projekt der kapitalistischen Stadt werden täglich geschrieben, lassen wir unsere Solidarität ganz praktisch werden und stehen unseren Nachbar*innen mit Beratungen, Vermittlungen, Tipps, aufbauenden Geprächen und im Widerstand zur Seite! (mehr …)