Posts Tagged ‘Selbstorganisation’

Solidarität und Widerstand in Griechenland – gegen Spardiktat und Nationalismus

Montag, November 27th, 2017

07.12.17 | 20 Uhr | Café Cralle, Hochstädter Str. 10A

Die Finanzmarktkrise 2008 hat Griechenland an den Rand des Staatsbankrotts gebracht. Seit gut 10 Jahren hält das Spardiktat der Troika die griechische Gesellschaft im Würgegriff. Perspektivlosigkeit und soziale Unsicherheit sind zur Normalität für weite Teile der Gesellschaft geworden.

Immer mehr Menschen erkennen, dass ihnen der griechische Staat und die Troika keine würdevolle Perspektive mehr bieten können und organisieren sich unabhängig. Dabei ist der Widerstand gegen die Krise und deren Auswirkungen äußerst vielfältig. (mehr …)

Info-Abend: Ein Kiezhaus in der Nachbarschaft in Gedenken an Agnes Reinhold

Freitag, Mai 19th, 2017

Kommt zum Infoabend / Join the quick info-event:

Wir wollen einen Ort schaffen, der Strukturen für eine kommunale Selbstorganisierung von Betroffenen bereitstellt. Im Kiezhaus sollen verschiedene Lebensrealitäten in gemeinsame Kämpfe zusammengeführt und verstärkt werden. Nachbarschafts- und Stadtteilräte, sind basisdemokratische Perspektiven die das Leben der hier lebenden menschen jenseits des Staates und der kapitalistischen Verwertungslogik gestalten können.

The idea is to set up a common space wich provides a municipal structure for the peoples struggle. The Kiezhaus should combine the different realities of life in a reinforced and joint struggle. The perspectives are radical democratic neighborhood and district assembly’s for a self-determined life wich operates beyond the logic of a national state and capital exploitation.

Am Abend soll der bisherige Planungsstand, beteiligte Gruppen, Perspektiven und Arbeitsprozesse transparent gemacht werden. Ihr erfahrt vorallem mehr über die Möglichkeiten ein Teil der Organisierung zu werden und die Formen der benötigten Unterstützung. In dem kurzen Vortrag (max. 1 Std.), soll ein Gastbeitrag mehr zur vergessenen Kämpferin Agnes Reinhold vermitteln. Danach besteht die Möglichkeit in offener Runde weiter ins Gespräch zu kommen. Die Website ist noch in Arbeit.

Fr. / 26.05. / 19:00 Uhr / Café Cralle, Hochstädterstr. 10a

Eine Übersetzung wird vor Ort individuell organisiert. Bitte einfach nachfragen! Translation on this evening will be managed individually, do not hesitate to ask!

Bericht zum Kiezbankett

Sonntag, Mai 14th, 2017

Für den 06.05. lud das Organize-Bündnis zum Kiezbankett in das FAU-Lokal in der Grüntaler Straße ein. Nach der erfolgreichen stadtpolitischen Demonstration, die knapp eine Woche zuvor für selbstorganisierte Strukturen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung auf die Straße ging, ist es uns ein wichtiges Anliegen, widerständige Strukturen tagtäglich weiter aufzubauen.
So nahmen neben zahlreichen Basisinitiativen auch Kiez-Bewohner*innen und Passant*innen teil, die sich in persönlichen Gesprächen sowie über Informationsmaterialien zu Selbstorganisierung im Wedding informierten. Im Vordergrund standen Austausch und Vernetzung, damit wir weiter an einer starken, kollektiven Basisorganisierung gegen kapitalistische und rassistische Unterdrückung feilen können.
Als Initaitiven beteiligten sich u.a. die Berliner Mietergemeinschaft, die AG Politik von Wedding hilft, Zwangsräumung verhindern, Basisgewerkschaft Freie Arbeiter*innenunion (FAU), Roter Stern Berlin, Hände weg vom Wedding, die Erwerbsloseninitiative Basta, die Berlin Migrant Strikers und weitere.

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Tausende auf der Straße gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung

Sonntag, April 30th, 2017

Hier die Pressemitteilung vom Bündnis der Organize! Demonstration:

Unter dem Motto „ORGANIZE – Selbstorganisiert gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung“ zogen am Sonntagnachmittag rund 4.500 Menschen durch den Berliner Stadtteil Wedding. Aufgerufen hatten verschiedene basisorganisierte Gruppen aus dem Stadtteil und ganz Berlin.

Die inzwischen größte regelmäßige antikapitalistische Demonstration (außerhalb des 1.Mai) richtete sich in diesem Jahr vor allem gegen zahlreiche Neubauprojekte im Weddinger Kiez. Verschiedene Mieter*innen-Initiativen, wie die kämpfenden Bewohner*innen der Koloniestraße oder die Menschen aus dem Kiezladen Friedel54, unterstützten die Demonstration.

Insgesamt konnte ein vielfältiges Bild der Selbstorganisierung
verschiedener Kämpfe im Stadtteil abgebildet werden.Auch türkische und kurdische Genoss*innen waren ein wichtiger Teil der Proteste. Mit einer eigenen Demonstration anlässlich der türkischen Aggressionen gegen die Selbstorganisierungsansätze im Shengal und Rojava zogen sie zum Auftaktort der ORGANIZE-Demo am Leopoldplatz und reihten sich in diese ein. Im Laufe der Demonstration gab es vermehrte Provokationen seitens türkischer Faschisten, die jedoch solidarisch zurückgedrängt werden konnten.

Auch die Berliner Polizei ließ erwartungsgemäß nichts unversucht, um
den Protest auf vielfältige Weise zu kriminalisieren. Während der Bullenpräsident Kandt im Vorfeld der Demonstration von friedlicher „Normalität“ sprach, wurden die Teilnehmenden vor Ort massiv schikaniert, kriminalisiert und eingeschüchtert. Derzeit sind 2 Festnahmen von Jugendlichen bekannt. Für die organisierenden Gruppen ist das ein eindeutiges Zeichen, mit dem die Berliner Bullen mit allen Mitteln versuchen, stadtpolitischen Protest einzuschüchtern und eine breite Solidarisierung zu verhindern.

Der Pressesprecher der ORGANIZE-Demonstration, Martin Steinburg, sprach trotz der Provokationen von „einem wichtigen Zeichen der Kiez-Solidarität gegen den Ausverkauf der Stadt“. Steinburg weiter: „Eine rot-rot-grüne Regierung wird ebenso wenig wie die AfD in Berlin eine wirkliche Mieter*innenpolitik durchsetzen. Deshalb freuen wir uns über die kämpferischen Auftakt eines heißen stadtpolitischen Jahres. Die Demo zeigt erneut die Notwendigkeit, sich eben nicht auf Parteien und Parlamente zu verlassen und stattdessen im Alltag den selbstorganisierten Kampf in den Kiezen, Vierteln und der ganzen Stadt voranzubringen und sich in den bestehenden Strukturen zu organisieren. Selbstverwaltung von unten ist die einzige Alternative.“

Mehr Fotos hier:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/210935