Posts Tagged ‘Repression’

Verdrängt in Berlin – Folge 39 – Einbruch im Auftrag der Hausverwaltung

Donnerstag, Dezember 20th, 2018

Auch andere Mieter*innen werden von der Hausverwaltung schikaniert. Eine Mieterin berichtete, dass ihr ebenfalls die Einsicht in die Betriebskostenbelege verweigert wurde. Als sie die überzogene Rechnung nicht beglich, wurde ihr gekündigt. Nur durch Beziehungen zu einem der Gesellschafter der Großvenediger GmbH gelang ihr die Abwendung der Zwangsräumung. Doch es geht noch viel krasser:
Die Nachbarin der WG berichtete, dass sie im Urlaub war. Verständlicherweise hatte sie die Heizung abgestellt, bevor sie losfuhr. Einer der WG-Bewohner sah dann einen Zettel an ihrer Tür, auf dem stand, dass sie sich bei der Hausverwaltung melden solle. Als sie nicht reagierte, weil sie im Urlaub war, schickte die Hausverwaltung Einbrecher, die ohne ihr Wissen und ohne Genehmigung ihre Tür mit Gewalt öffneten, das Schloss austauschten und verschlossen. Angeblich um die Heizung anzustellen! Als sie zurückkam, stand sie vor verschlossener Tür und musste lange beim Hausmeister betteln, bevor sie irgendwann reingelassen wurde. Als sie sich über den Einbruch beschwerte, schickte die Hausverwaltung gleich eine fristlose Kündigung als Rache dafür, dass sie es wagte, den Einbruch zu kritisieren. Erst nach einer Geldzahlung an die Verwaltung wurde die Kündigung zurückgenommen.
Wie in Folge 38 berichtet, fantasierte die Hausverwaltung einen Hausfriedensbruch herbei und erstattete Strafanzeige. In dem Strafverfahren erlitt sie nun die verdiente, krachende Niederlage – und das nicht erst vor Gericht. Die Amtsanwaltschaft Berlin konnte ihren Hirngespinsten offenbar nicht viel abgewinnen und stellte das Verfahren kommentarlos ein.

Die letzte Folge verpasst? Hier gibt es alle Folgen gesammelt.

Verdrängt in Berlin – Folge 38: Polizei und Hausverwaltung Hand in Hand gegen Mieter*innen

Dienstag, September 4th, 2018

Die Hausverwaltung versucht schon seit jeher die WG mit völlig überhöhten Betriebskostenabrechnungen über den Tisch zu ziehen. Bei der letzten Abrechnung von 2016 unterschlägt sie dreist 660 € Betriebskostenvorauszahlungen. Obendrein zahlt sie das Guthaben von 286,86 € trotz mehrfacher schriftlicher Aufforderung nicht aus. Doch damit nicht genug: Sie ignorierte alle E-Mails, in denen die WG eine Einsicht in die Betriebskostenbelege forderte. Jedes Mal, wenn jemand aus der WG anrief und nach einem Termin fragte, sagte Carola Wagner von der Hausverwaltung, dass sie zurückruft, was sie dann aber nie tat.

Da sich die Hinhaltetaktik schon viele Monate hinzog, besuchte ein WG-Bewohner mit einer Freundin die Hausverwaltung, um die Belege einzusehen.

Wir drucken hier seinen Augenzeugenbericht ab

„Am 3.5.18 bin ich mit einer Freundin zur Martina-Schaale-Hausverwaltung gegangen und habe geklingelt. Die Mitarbeiterin ließ uns herein und wir warteten bis die letzte Kundin gegangen war. Als ich die Mitarbeiterin der Hausverwaltung nach den Betriebskostenbelegen fragte, weigerte sie sich, sie mir zu zeigen und rief die Polizei. Sie behauptete, dass ich die Belege ohne Termin nicht einsehen dürfe. Als ich sie nach einem Termin fragte, reagierte sie abweisend und gab mir keinen. Ich fragte, bis wann ich einen Termin bekommen kann und auch diese Frage beantwortete sie nicht. Ich bat sie darum, mir schriftlich zu bestätigen, dass ich da war und nach den Belegen gefragt habe, was sie mir ebenfalls verweigerte. Auch der Bitte der Auszahlung der Sicherheitsleistung zuzustimmen, kam sie nicht nach. Ich versuchte erfolglos, mehrere Anwälte telefonisch zu erreichen, um sie zu fragen wie ich reagieren soll. Als die Polizei kam, stellte sie jeweils eine Strafanzeige gegen uns beide wegen angeblichem Hausfriedensbruch.“

Noch im gleichen Monat erhielten die beiden Briefe vom Polizeipräsidenten. Bis heute bekam die WG weder die Belege zu sehen noch einen Termin für die Belegeinsicht und das Guthaben wurde auch nicht ausgezahlt. Der Fall zeigt, dass schon der bloße Versuch ein Recht wahrzunehmen, kriminalisiert wird.

Die letzte Folge verpasst? Hier gibt es alle Folgen gesammelt.

Tresen im Mai: Allein machen sie dich ein! Kiezsolidarität ist notwendig.

Freitag, April 27th, 2018

Unbequem und doch gerechtfertigt! Wir als Nachbar*innen im Kiez wissen nur zu gut, wo der Schuh drückt. Mieterhöhung durch die Hausverwaltung, Kündigung wegen Eigenbedarf, Rechtsstreit mit Eigentümer*innen, Kaputtsanierung, Stress mit HartzIV, Stress im Job, rassistische Pöbelleien, Polizeikontrollen am Bahnsteig… usw.

Diese Zustände erfordern gemeinsames Handeln und natürlich praktische Solidarität! Doch es ist darüber zu reden, warum laute Proteste, kritische Kiezveranstaltungen und langfristige Nachbarschaftsarbeit im Alltag von Polizei & Co kriminalisiert werden. Daher laden wir euch zu einem Gespräch und Erfahrungsaustausch ein.

Gemeinsam reden wir über die offene und verdeckte Kriminalisierung unserer Proteste für eine solidarische Stadt von unten sowie Ansätze nachbarschaftlicher Organisierungen. Welche Methoden und Strategien wenden Strafverfolgungsbehörden aber auch die Bezirkspolitik an, um uns klein zu machen, einzuschüchtern und zu spalten?! Erzählt von euren letzten Erfahrungen und Beobachtungen!

Ihr wollt außerdem Rückmeldung, Kritik und Anregungen zu den vergangenen Aktionen und Protesten loswerden? Der Abend gehört uns allen, kommt vorbei und lasst uns reden!

Unterstützt durch die Rote Hilfe Ortsgruppe Berlin.

03.05.18 | 20 Uhr | Café Cralle | Hochstädter Str. 10a

Gefährliche Orte: Was tun bei Polizeikontrollen!

Freitag, Januar 5th, 2018

Die Berliner Kampagne Ban Racial Profiling: Gefährliche Orte abschaffen! bietet nun Infoclips in verschiedenen Sprachen an. Ebenfalls seit einiger Zeit verfügbar, die Broschüre “Wastun? Was tun!” welche eine weitere Hilfestellung bietet.


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