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Tresen im Oktober: “The Memoire Of An Invisible Man”

Samstag, Oktober 1st, 2016

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06.10. | 20:30 Uhr | Café Cralle, Hochstädter Str. 10a

Im Oktober wird es diesmal einen Film zum Tresenabend geben. Gezeigt wird der Film “The Memoire Of An Invisible Man” welcher das Leben aus der Perspektive von Mr. X, einem Schutzsuchenden aus West-Afrika in Berlin erzählt. Die Bandbreite der Erlebnisse reicht von persönlichen Geschichten, dem “Aufenthaltsstatus” bis hin zur Situation in Berlin u.a. im Görlitzer Park.

Diskussion mit dem Regisseur im Anschluss.

Hinweis: Die Veranstaltung ist auf englisch, eine deutsche Flüsterübersetzung ist jedoch möglich.

Beschreibung im Original:

This Film tells the story of Mr. X, but his identity, and his face, are never revealed in it. Mr. X is a West-African asylum seeker living in Berlin without a work permit. As his exposure might put him in danger, he is the one holding the camera instead of appearing in front of it. Mr. X shoots the landscapes and people of Berlin to tell stories about the refugee camp in Italy, about his grandmother in West Africa, about his acquaintance with African drug dealers from Görlitzer Park, and about the relationship between him, his legal status and his camera.

Afterwards there will be a discussion with the director.

06.10. | 8:30 pm | Café Cralle, Hochstädter Str. 10a

Pressemitteilung

Donnerstag, Februar 4th, 2016

Syrian woman expelled from Berlin refugee camp for defending human rights/ Syrische Frau wurde aus Notunterkunft in Berlin hinausgeworfen, weil sie ihre Menschrechte einforderte/ Mujer siria expulsada de un campamento para refugiados en Berlín por exigir derechos

 

English Version Below / versión española abajo

 

Syrische Frau wurde aus Notunterkunft in Berlin hinausgeworfen, weil sie ihre Menschrechte einforderte
Vivian ist eine junge Frau aus Syrien. Sie ist vor dem Bürgerkrieg, der in ihrem Land tobt, und vor den Folgen, wie Arbeitslosigkeit, Hunger und sozialem Chaos geflohen. Alleine ist sie die Route aus dem Mittleren Osten nach Deutschland angetreten. Jedoch ist ihre Geschichte in Deutschland nicht von Zuflucht sondern (symbolischer) Gewalt, Erniedrigung, Frauenfeindlichkeit und Missbrauch geprägt. Die folgenden Ereignisse sind ihre Beschreibungen.
Die Geschichte in Deutschland von Vivian beginnt in der kleinen Stadt, Lübeck, wo sie Asyl beantragte. Sie war dort für insgesamt fünf Tage und ihre ersten Erfahrungen waren ein Desaster. Sie musste einen Raum mit duzend Männern und Frauen teilen, was jeglichen Missbrauch erleichtere. Die Leitung hat weder Informationen herausgegeben noch Hilfe angeboten. Unter diesen Umständen wurde ihr dann mitgeteilt, dass es keinen Platz mehr für sie in dieser Unterkunft gäbe und sie nach Berlin gehen muss. Nachdem sie in Berlin am LAGESO angekommen ist, wurde ihr wieder von den Autoritäten gesagt, dass es kein Platz mehr gäbe und sie nach Frankfurt/Oder gehen muss. Was sie auch tat. Schon nach einigen Stunden wurde ihr wiederum von der Leitung der Unterkunft mitgeteilt, dass diese kein Platz mehr für sie hätten. Zurück in Berlin hat ein Sozialarbeiter sie informiert, dass es immer noch keinen Schlafplatz für sie gäbe. Vivian bat inständig um eine Unterkunft und die Möglichkeit zu duschen. Ohne jegliche Lösung der Behörden bot der Sozialarbeiter Vivian an, in dem Haus seiner Eltern zu bleiben, was Vivian dankbar annahm. Dort blieb sie für drei Tage. Die Familie nahm sie ohne etwas von ihr einzufordern auf. Vivian erklärte, dass sie niemals diese humane Reaktion vergessen werde.
Nach den drei Tagen kehrte sie zum LAGESO zurück, wo sie letztlich, nach langer Wartezeit, in eine Unterkunft gebracht wurde. Diese Unterkunft liegt im Wedding und ist eine Sporthalle der Herbert-Hoover-Oberschule, die als Notunterkunft genutzt wird, und von dem BTB-Bildungszentrum GmbH betrieben wird.

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Selbstorganisiertes antirassistisches Nachbarschaftsturnier am 14.03.

Donnerstag, März 5th, 2015

nft

Grenzen entstehen im Kopf

Kriege, Verfolgung, Vertreibung und Flucht sind nur die Spitze der Auswirkungen, eines sich weltweit ständig modernisierenden Kapitalismus. Menschen, die sich aus diesen Gründen von ihren Herkunftsländern verabschieden müssen, haben oft ihr Leben aufs Spiel gesetzt, um unter schwierigsten Bedingungen, der unerträglichen Situation zu entkommen. Wenn Flüchtlinge, trotz aller Widrigkeiten, die Grenze in die EU überwunden haben, haben sie -allenfalls- das Recht, auf ein einziges Asylverfahren.

Eine >Willkommenskultur< von der derzeit vielerorts gesprochen wird, sieht anders aus. Statt Solidarität erfahren Geflüchtete oft Isolation von der restlichen Gesellschaft, Ausgrenzung, rassistische Stimmungsmache und Diskriminierung. Rassismus und soziale Ausgrenzung kommen dabei nicht nur von Pegida und organisierten Neonazis, sondern sind durchweg in allen Gesellschaftsschichten vertreten.

Thematisiert werden sollen der aktuelle Freiheitskampf der Refugees in Berlin und die Geschichten jener, die in Gesundbrunnen und Wedding untergebracht sind.

Wer es als Flüchtling nach Berlin geschafft hat, muss vor allem Warten können. Nie ist ganz klar, ob der Aufenthaltsstatus genehmigt wird oder eine Abschiebung droht. Stets gibt es nur einen neuen Termin bei der “Ausländerbehörde”. Selten wird eine Aufenthaltsgenehmigung länger als ein paar Monate ausgestellt. Die eigene Zukunft wird zum politischen Spielball.

Es ist Zeit das hier einiges besser wird. Deshalb kommt am 14.03.2015, in die Böttgerstraße 8, zum Nachbarschafts-Fussballtunier. Eine für Alle – All for One. Neben dem Turnier erwarten euch viele interessante Beiträge in Form von Ausstellungen, Filmen, Vorträgen, Fragerunden, Bands, Künstlerinnen und Theater. Es ist Zeit sich kennen zu lernen.

Da komplette Programm

Das Turnier ist komplett umsonst. Anmeldungen für das Turnier werden  von 10 -11 Uhr angenommen.

Berlin eine Stadt für alle?

Montag, September 22nd, 2014

Aufruf zur Demonstration am 27.09.2014 um 15 Uhr am Spreewaldplatz in Berlin Kreuzberg. Weitere Infos und der komplette Aufruf.

122759Against a city of re­pres­si­on, ca­pi­ta­list com­pe­ti­ti­on, and ra­cism – for a city of hu­ma­ni­ty and so­li­da­ri­ty.

Cuvrystraße geräumt, Asylrecht verschärft, Gürtelstraße geräumt, Schule in Gefahr, O-Platz-Abkommen gebrochen, Zwangsräumungen durchgesetzt, Verdrängung verschärft sich, Repression nimmt zu. Die Situation in Berlin ist, gelinde gesagt, scheiße. Menschen, die sich nicht fatalistisch diesen Zuständen hingeben und politisch aktiv sind, müssen in den letzten Wochen von einem Brennpunkt zum anderen eilen. Der Staat zeigt sich dabei zumeist unnachgiebig und als repressiver Block. Die CDU erfreut sich an polizeistaatlichen Methoden, die SPD stimmt dem unkommentiert zu und die Grünen wollen bei diesem staatlichen Exzess auch unbedingt dabei sein. Staatliche Institutionen lügen, betrügen und beleidigen.

Der Widerstand gegen diese Zustände ist beharrlich und unnachgiebig. Mit den Protesten gegen die Räumung der Schule gab es einen ungeahnten Mobilisierungserfolg. Die Wochen danach waren wieder deutlich schwieriger. Die Gürtelstraße war kräftezehrend und bei der Räumung der Cuvrybrache hielten sich die Proteste in engen Grenzen.

Es ist Zeit erneut massenhaft auf die Straße zu gehen um ein Zeichen der Solidarität auszusenden. Am Samstag gibt es eine gemeinsame Demonstration von stadtpolitischen und Refugee-Zusammenhängen. Lasst uns auf die Straße gegen die Räumung der Gürtelstraße und der Cuvybrache, für die Geflüchteten und gegen Zwangsräumungen und steigende Mieten! […]