Posts Tagged ‘Rassismus’

Rassistischer Angriff im Wedding!

Montag, Januar 15th, 2018

Mit Gefühlen der Solidarität für die betroffene Person und Wut gegen die zwei Täterinnen* haben wir von dem rassistisch motivierten Angriff am 09.01.2018 in der Amrumer Straße (Buslinie 221) erfahren.
Nachdem die Täterinnen* sich rassistisch über eine aussteigende Person geäußert hatten, konfrontierte eine im Bus verbliebene Person die Täterinnen* widerständig mit deren rassistischen Äußerung. Daraufhin wurde diese ebenfalls rassistisch beleidigt und in das Gesicht geschlagen.

Wir von ‘Hände weg vom Wedding’ zeigen uns solidarisch mit Deiner kämpferischen, antirassistischen Aktion und möchten Dir die Möglichkeit des Austauschs, der Vernetzung mit beratenden Initiativen oder der Planung gemeinsamer Aktionen anbieten.

Melde Dich gerne über unsere Kanäle.

Solidarische Grüße,
Hände weg vom Wedding

Kolonie Togo im Wedding

Freitag, Januar 12th, 2018
Rassismus geht uns alle an! Niemand kann sich davon freimachen und täglich findet die rassistische Praxis im Denken und Handeln Anwendung. Dies zeigt sich mal wieder im Kleingartenverein “Togo”, wo ein Eisernes Kreuz auf einer Schwarz-Weiß-Roten Fahne (Reichskriegsflagge) wochenlang hängt, ohne das aktiv dagegen vorgegangen wird.

Scheinbar sind Monarchie, Untertanentum, Kolonialismus, Militarismus und soziale Verelendung genau die gesellschaftlichen Eckpfeiler, in denen sich so manche Pächter*innen im Verein wiederfinden wollen. Auch der koloniale Bezug im Namen des Vereins ist seit Jahrzehnten immer wieder problematisiert worden. Gerade eine “Dauerkleingartenkolonie Togo” im sogenannten “Afrikanischen Viertel” ist ein bitteres Beispiel des fortwährenden deutschen Kolonialismus. Neben der zukünftigen Umbenennung von, nach deutschen Kolonialverbrechern benannten Straßen, wäre die Änderung des Namens der Kleingartenkolonie längst überfällig. Das sich der Vorstand des Vereins dazu hinreissen lässt, erscheint fraglich.

Gegen die Normalisierung solcher Zustände und die stumme Inkaufnahme menschenverachtender Symboliken in mitten unserer Nachbarschaft müssen wir alle aktiv werden!

Der Verein freut sich sicher über aktive antirassistische Mitarbeit und Hinweise über ihre Pächter*innen! Kein Raum für Rassismus und Faschismus. Auch nicht in der Laube…

Anschrift des Vereins
Müllerstraße 102-112, 13351 Berlin
Tel. 030 4527915

Gefährliche Orte: Was tun bei Polizeikontrollen!

Freitag, Januar 5th, 2018

Die Berliner Kampagne Ban Racial Profiling: Gefährliche Orte abschaffen! bietet nun Infoclips in verschiedenen Sprachen an. Ebenfalls seit einiger Zeit verfügbar, die Broschüre “Wastun? Was tun!” welche eine weitere Hilfestellung bietet.


Folgt der Kampagne bei Facebook!

Achtung! Schnüffelwagen in den Kiezen!

Freitag, Dezember 1st, 2017

Die Berliner Polizei und Innensenator Geisel (SPD) haben ein neues Modellprojekt zu Steigerung des allgemeinen Sicherheitgefühls: mobile Videowagen. Diese klobigen, mit zwei hochauflösenden, an einer Teleskopstange befestigten, Kameras ausgerüsten Anhänger werden in nächster Zeit an sogenannten “kriminalitätsbelasteten Orten” (kbO) aufgestellt. Laut dem “Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz”, kurz ASOG, kann ein Ort als kriminalitätsbelastet eingestuft werden, wenn dort besonders viele Straftaten von erheblicher Bedeutung (z.B. Raub, Taschendiebstahl, Drogenhandel) festgestellt werden. Eine Definition als kBO hat zur Folge, dass die Polizei verdachtsunabhängige Identitäsfestellungen und Durchsuchungen durchführen kann. Die Schnüffelwagen sollen nun für einen Zeitraum von 3 Monaten an den kbOs am Alexanderplatz, Leopoldplatz, Hermannplatz, Kottbusser Tor und am RAW-Gelände getestet werden. Es soll untersucht werden, ob mit ihrer Hilfe die miserable Aufklärungenquote der Polizei verbessert werden kann. An den Ursachen der Kriminalität ändert dies jedoch nichts.

Die rechtliche Grundlage für die Schnüffelwagen ist im Paragraf 24 des ASOG geregelt. Demnach dürfen Kameras bei Veranstaltungen und Ansammlungen eingeschaltet sein, „wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass dabei Straftaten begangen werden“. Die Polizei trifft dabei die Entscheidung, wann, wie und wie lange eine Kamera eingeschaltet und was eine kamera-relevante Ansammlung ist. Vertrauensvoll klingt das nicht gerade, ist der staatliche Repressionsapparat doch kontinuierlich daran beteiligt, rechtswidrig Demonstrant*innen mit Videoaufnahmen zu kriminalisieren und Personen im öffentlichen Raum rassistisch zu kontrollieren.

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