Posts Tagged ‘Rassismus’

Die NSU-Monologe – Dokumentarisches Theater im Kiez

Montag, Februar 19th, 2018

NSU-MONOLOGE IM WEDDING (Dokumentarisches Theater)
Der Kampf der Hinterbliebenen um die Wahrheit…

Mit einem anschließenden Publikumsgespräch mit der Kampagne Ban Racial Profiling und NSU Watch (angefragt)

almanca:

Fünf Jahre nach Bekanntwerden des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ erzählen die NSU-Monologe von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU – von Elif Kubaşık, Adile Şimşek und İsmail Yozgat: von ihrem Mut, in der 1. Reihe eines Trauermarschs zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern und vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen.

Die NSU-Monologe sind dokumentarisches, wortgetreues Theater, mal behutsam, mal fordernd, mal wütend – roh und direkt liefern sie uns intime Einblicke in den Kampf der Angehörigen um Wahrheit und sind in Zeiten des Erstarkens von Rechtsextremismus an Aktualität kaum zu überbieten.

Die Aufführung ist in deutscher Sprache mit türkischen Untertiteln und barrierefrei zugänglich.

türkçe:

NSU-MONOLOGLARI WEDDING’DE (Belgesel Tiyatro)

Geride kalanların gerçekler için mücadelesi…

NSU Monologları, Nasyonal Sosyalist Yeraltı örgütünün tanınmasından beş yıl sonra yakınlarını bu oluşumun işlediği cinayetlere kurban vermiş üç ailenin hikayesini anlatıyor. Elif Kubaşık, Adile Şimşek ve Ismail Yozgat’ın gerçekleri ortaya çıkarmak için verdikleri mücadeleyi, cenaze töreninde ilk sırada durabilme güçlerini, bir caddenin ismini değiştirme taleplerini ve katledilen yakınlarına yönelik yapılan gerçek dışı suçlamalara karşı sevdiklerini kendi hatıralarıyla cesurca savunma çabalarını sahneye taşıyor.

Gösteriler tarihlerinde almanca delindelir türkçe altyazılı ve engelli erişimli.

(mehr …)

Kein Raum der AfD! Kein Raum für Rassimus!

Sonntag, Februar 18th, 2018

Für nächsten Freitag, den 23. Februar, lädt die AfD zum sogenannten “Bürgerdialog”. Der Berliner Abgeordnete Götz Frömming, vor seiner Wahl in den Bundestag als Geschichtslehrer am Weddinger Lessing-Gymnasium aktiv, macht mobil gegen die geplante Umbennnung von Straßen, benannt nach deutschen Kolonialverbrechern im “Afrikanischen Viertel”. Zeigen wir ihm und seinen AfD-Konsorten, was wir von Rassismus und Kolonialismus halten!

In einer Stellungnahme vom Januar 2018 bezeichnet er die Bemühung von Bürger*innen und Bezirksamt als “modernen Kolonalismus” und “koloniale Eroberungswut”. Angesichts der grausamen Verbrechen der deutschen Kolonialarmee ist das ein weiterer Versuch, ein “neues Erinnerungsbewusstsein” in Deutschland zu schaffen und Geschichte zu relativieren. Während sich AfD & Co über “Sprachpolizisten” (Frömming) ereifern, bekennen wir im Kiez eine klare antirassistische und antikoloniale Haltung.

(mehr …)

Rassistischer Angriff im Wedding!

Montag, Januar 15th, 2018

Mit Gefühlen der Solidarität für die betroffene Person und Wut gegen die zwei Täterinnen* haben wir von dem rassistisch motivierten Angriff am 09.01.2018 in der Amrumer Straße (Buslinie 221) erfahren.
Nachdem die Täterinnen* sich rassistisch über eine aussteigende Person geäußert hatten, konfrontierte eine im Bus verbliebene Person die Täterinnen* widerständig mit deren rassistischen Äußerung. Daraufhin wurde diese ebenfalls rassistisch beleidigt und in das Gesicht geschlagen.

Wir von ‘Hände weg vom Wedding’ zeigen uns solidarisch mit Deiner kämpferischen, antirassistischen Aktion und möchten Dir die Möglichkeit des Austauschs, der Vernetzung mit beratenden Initiativen oder der Planung gemeinsamer Aktionen anbieten.

Melde Dich gerne über unsere Kanäle.

Solidarische Grüße,
Hände weg vom Wedding

Kolonie Togo im Wedding

Freitag, Januar 12th, 2018
Rassismus geht uns alle an! Niemand kann sich davon freimachen und täglich findet die rassistische Praxis im Denken und Handeln Anwendung. Dies zeigt sich mal wieder im Kleingartenverein “Togo”, wo ein Eisernes Kreuz auf einer Schwarz-Weiß-Roten Fahne (Reichskriegsflagge) wochenlang hängt, ohne das aktiv dagegen vorgegangen wird.

Scheinbar sind Monarchie, Untertanentum, Kolonialismus, Militarismus und soziale Verelendung genau die gesellschaftlichen Eckpfeiler, in denen sich so manche Pächter*innen im Verein wiederfinden wollen. Auch der koloniale Bezug im Namen des Vereins ist seit Jahrzehnten immer wieder problematisiert worden. Gerade eine “Dauerkleingartenkolonie Togo” im sogenannten “Afrikanischen Viertel” ist ein bitteres Beispiel des fortwährenden deutschen Kolonialismus. Neben der zukünftigen Umbenennung von, nach deutschen Kolonialverbrechern benannten Straßen, wäre die Änderung des Namens der Kleingartenkolonie längst überfällig. Das sich der Vorstand des Vereins dazu hinreissen lässt, erscheint fraglich.

Gegen die Normalisierung solcher Zustände und die stumme Inkaufnahme menschenverachtender Symboliken in mitten unserer Nachbarschaft müssen wir alle aktiv werden!

Der Verein freut sich sicher über aktive antirassistische Mitarbeit und Hinweise über ihre Pächter*innen! Kein Raum für Rassismus und Faschismus. Auch nicht in der Laube…

Anschrift des Vereins
Müllerstraße 102-112, 13351 Berlin
Tel. 030 4527915