Posts Tagged ‘Presse’

Sonderausgabe der Kiezzeitung “Plumpe” für Wedding erschienen!

Dienstag, Juni 19th, 2018

Warum Plumpe? Was ist das?…eine Antwort findet ihr hier! Mit Freude beobachten wir, dass anknüpfend an die Aktionswoche “Widerständig und solidarisch im Alltag” im April und der antikapitalistischen Kiezdemo am 30.04.18, eine kleine lokale Redaktion die Weddinger Kiezzeitung mit dem schönen Namen Plumpe veröffentlicht hat:

 

Im Wedding gab es immer mal wieder Stadtteil- oder Kiezzeitungen, wie zum Beispiel die Weddinger Neueste Zeitung. Zur Zeit gibt es aber – soweit wir wissen – nur die Zeitungen Ecke Müllerstraße, Panker65 oder brunnen – diese werden allerdings vom «Aktiven Stadtzentrum Müllerstraße», oder dem Quartiersmanagement Pankstraße, also Projekten des Senats, herausgegeben und interessierten sich wenig für das, was die meisten Menschen hier täglich beschäftigt. Über den Wedding und das, was hier geschieht, gibt es viel mehr zu berichten! Die gesellschaftlichen Verhältnisse zeigen sich dort am deutlichsten, wo wir wohnen und leben: Steigende Mieten, Verdrängung, Alltagsrassismus, Druck und Drangsalierungen durch das Jobcenter, staatliche Überwachung und rechte Hetze sind auch im Wedding Alltag. Aber um gegen genau diese Zustände anzugehen, um sich gemeinsam zu wehren oder sich zu unterstützen, tun sich im Wedding auch immer wieder Menschen zusammen.

Wir wollen über die sozialen Kämpfe in unseren Kiezen berichten und euch Nachbar*innen darüber informieren, was nebenan passiert. Wir sind keine Mitglieder irgendwelcher Parteien, noch sitzen wir in irgendwelchen Gremien des Bezirks oder Senats. Trotzdem ergreifen wir Partei. Im Rahmen der antikapitalistischen Demonstration «Organize!», die jedes Jahr am 30. April im Wedding stattfindet, gab es dieses Jahr vom 20.-30. April eine volle Aktionswoche mit dem Titel «Widerständig und solidarisch im Alltag», bei der sich viele Initiativen und Gruppen beteiligten. Diese Aktionswoche nehmen wir zum Anlass für die erste Plumpe Ausgabe – eine Sonderausgabe rund um die sozialen Themen, die dieses Jahr zwischen April und Juni im Fokus standen.

Im laufe der nächsten Tage und Wochen werden die Artikel auf dem Blog der Redaktion in voller Länger verfügbar sein.

Pressemitteilung: United Neighbours – Organize! Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung

Sonntag, Mai 1st, 2016

Vereinte Nachbar*innen im Weddinger Kiez demonstrieren erneut lautstark gegen Verdrängung, steigende Mieten, Rassismus und soziale Ausgrenzung.

Auch 2016 beteiligten sich über 4000 Menschen an der antikapitalistischen Demonstration „Organize – Nachbar*innen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung“ im Berliner Stadtteil Wedding. Mit Sprechchören, Transparenten und Schildern machte die Demo auf ihre Anliegen aufmerksam. Von verschiedenen Dächern und Balkonen gab es Solidaritätsbekundungen. Der Fokus lag dabei dieses Jahr besonders auf der gemeinschaftlichen Organisierung der Nachbarschaft. Verschiedene soziale Kämpfe unterschiedlichster Projekte wurden thematisiert. So gab es bereits vor Beginn der eigentlichen Demonstration am U-Bhf Osloer Str. verschiedene Zubringer-Demos von Bündnissen. Aus Neukölln schlossen sich die Bewohner*innen und Unterstützer*innen des unkommerziellen Kiezladens Friedel 54 an, aus Moabit setzte sich der „Runde Tisch Moabit“ mit vielen Menschen in Bewegung. Auf Höhe der Koloniestraße übernahmen die Bewohner*innen, die gegen teilweise 100%ige Mieterhöhungen kämpfen, die Spitze der Demonstration. Ein Zusammenschluss von geflüchteten Menschen und Nachbar*innen kamen von dem antirassistischen Sportfest in der Böttgerstraße als Spontandemonstration dazu.

Trotz eines Verlaufs der Veranstaltung ohne Zwischenfälle hielt die Berliner Polizei am repressiven Vorkontrollen-Konzept der letzten Jahre fest. Martin Steinburg, Pressesprecher von „Hände Weg vom Wedding“ hält dazu fest: „Vorkontrollen haben eine abschreckende Wirkung. Durch das unnötig martialische Auftreten der Polizei werden viele Nachbar*innen abgeschreckt, sich der Demonstration anzuschließen. Diese ungerechtfertigte Form der Kriminalisierung lehnen wir entschieden ab“.

Auch Übersichtsaufnahem wurden von Seiten der Polizei angefertigt. „Als Bündnis stellen wir uns gegen diese Form der Repression, die weder juristisch noch politisch gerechtfertigt werden kann. Menschen, die legitim gegen steigende Mieten und Rassismus protestieren, werden als Verbrecher dargestellt.“

(mehr …)

Presse über das Lager Mobilisation Network in Berlin

Freitag, Januar 15th, 2016

Hier der kürzlich veröffentlichte Bericht über das Lager Mobilisation Network in Berlin. In der lokalen Organisierung im Wedding könnt ihr euch jeder Zeit einbringen. Das nächste Treffen findet am Sonntag den 17.01. um 17 Uhr in der Exerzierstr. 28 statt. 

taz

Pressemitteilung: Lärm-Demonstration gegen Verdrängung

Sonntag, September 13th, 2015

blogg-2

Der Widerstand gegen steigende Mieten und die Politik der sozialen Ausgrenzung organisiert sich stetig. Mit Töpfen, Pfannen, Trommeln und Trillerpfeifen ist am Samstag den 12.09. eine lautstarke Gruppe von ca. 100 Personen rund um den Mauerpark gezogen. Ziel war es, auf die Bebauung des nördlichen Park-Areals, steigende Mieten und soziale Verdrängung hinzuweisen und dagegen zu protestieren. Mit Redebeiträgen und einem Kulturprogramm wurde die Lage des Mauerpark und Brunnenviertel Thematisiert. Bei der Abschlusskundgebung vor dem Moritzhof machte die Kinder- und Jugendfarm auf seine prekäre Situation aufmerksam. Auch dieses wichtige Projekt ist von den Bebauungsplänen bedroht. Den Abschluss machte das Jugendtheaterbüro Berlin mit einer Inszenierung Ihrer Eigenproduktion „Gentrifi…hä?!“, die die Prozesse der Gentrifizierung aus Sicht betroffener Jugendlicher wiedergibt. Organisiert wurde die Veranstaltung  neben dem Jugendtheater auch von Hände weg vom Wedding, Kotti & Co., der Mauerpark-Allianz sowie Zwangsräumungen verhindern. Laut den beteiligten Gruppen und Initiativen war diese kleine Lärm Demo nur der Auftakt im Kampf um den Mauerpark und gegen Verdrängung. Weitere Aktionen sind geplant.

Einen weiteren Anlaufpunkt für interessierte oder betroffene Nachbar_innen gibt es am Dienstag den 14.09. um 19:00 Uhr im Stadtteilladen Graunstraße. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Nachbar*innen ins Gespräch kommen, uns Organisieren um Handlungsoptionen gegen steigende Mieten und Verdrängung auszuloten und natürlich gegen die Bebauung des Mauerpark kämpfen.“ So Pressesprecher Martin Steinburg. Die Frage „Wem gehört die Stadt?“ wird weiterhin gestellt und der Kampf für ein selbstbestimmtes und kommunales Leben jenseits einer neoliberalen Stadtpolitik fortgeführt.

Pressetermine

14.09.2015  | 19 Uhr | Stadtteilladen Graunstraße

Wir wollen gemeinsam mit Nachbar*innen ins Gespräch kommen, uns Organisieren und Handlungsoptionen gegen Steigende Mieten und Verdrängung ausloten.