Posts Tagged ‘Organize’

April der Mietenkämpfe!

Freitag, März 29th, 2019

 

* Samsatg 30.03, ab 12Uhr, Leopoldplatz, Kundgebung und Erzählcafé – Geschichten der Verdrängung
Gemeinsam wollen wir uns über unsere Erfahrungen von Verdrängungen und steigenden Mieten austauschen und schauen, wie wir uns in Zukunft weiter dagegen wehren können.
Wir brauchen dazu noch eure Geschichten der Verdrängung. Kommt vorbei und erzählt, was ihr bereits für Erfahrungen gemacht habt.
Es gibt auch dort die Möglichkeit uns bereits direkt anzusprechen, sich kennenzulernen und einzubringen.

* Sonntag 31.03, 14Uhr, Pariser Platz, Kundgebung an der französischen Botschaft gegen Zwangsräumungen
In Frankreich endet mit dem 31.03. die Winterpause für Zwangsräumungen. Als solidarisches Netzwerk wollen wir ebenso über die Landesgrenzen hinweg auf das Thema aufmerksam machen und uns für ein generellen Stopp von Zwangsräumungen überall einsetzen.

* Donnerstag 04.04., 20Uhr, Café Cralle – Hochstädter Straße 10, Infoveranstaltung
Bei dem April-Tresen von Hände weg vom Wedding stellt Lisa Vollmer ihr Buch “Strategien gegen Verdrängung” vor. Dort wollen wir gemeinsam schauen, welche möglichen Ansätze sich für uns als Stadtpolitische Aktivist*Innen vor Ort ergeben und wie wir sie umsetzen können.

* Samstag 06.04., 11Uhr, Leopoldplatz, Kundgebung und Vortreffpunkt zur Mietenwahnsinnsdemo
Als betroffene und kämpfende Mieter*Innen aus dem Wedding wollen wir gemeinsam zur Mietenwahnsinnsdemo fahren und dort auch geschlossen in den Interkiezionalen Block gehen. Wir wollen diese Möglichkeit nutzen uns weiter zu vernetzen, uns kennenzulernen und auszutauchen.
Angestrebt ist es 12Uhr vom Leopoldplatz über die Osloerstraße mit der U-Bahn zu fahren.

* Dienstag, 30.04., 17Uhr, Leopoldplatz, Demo: Unsere Häuser – Unser Kiez – gegen die Stadt der Reichen
Auch im diesen Jahr findet wieder die mieten-politische Demonstration im Wedding statt. Wir wollen gegen den Ausverkauf unserer Häuser, gegen die Verdrängung und die Stadt der Reichen auf die Straße gehen. Kommt mit, nehmt eure Nachbar*innen mit, bringt euch ein.
Weitere Infos zur Demo folgen.

Öffentliche Auswertung und Perspektiven der antikapitalistischen Kiezdemo

Mittwoch, Mai 9th, 2018

30.04.2018_Organize-Demo (2)

Nach der Demo ist vor der Organisierung. Deswegen laden wir euch herzlich ein den kommenden Montag (14. Mai) bei der öffentlichen Auswertung unserer Demonstration „Widerständig und Solidarisch im Alltag – Organize!“ vorbei zuschauen. Lasst uns gemeinsam kennen lernen, vernetzen, organisieren!

Vor zwei Wochen zogen wir mit unserer antikapitalistischen Demonstration durch den Wedding um auf steigende Mieten, Alltagsrassismus und soziale Ausgrenzung, aber auch Selbstorganisierung und Widerständigkeit aufmerksam zu machen. Organisiert wurde die Demonstration jetzt im zweiten Jahr von einem Bündnis verschiedener Gruppen und Einzelpersonen. Wir wollen mit euch die Demo gemeinsam auswerten und schauen, wo wir Rassismus und der zunehmenden Verdrängung aus unseren Kiezen Solidarität im Alltag entgegensetzen können. Dazu schauen wir gemeinsam Videos, sprechen über antikapitalistische Widerstände im Kiez und schmieden Pläne für zukünftige Kämpfe. Lasst uns in entspannter Atmosphäre kennenlernen, austauschen und vernetzen!

14.05.2018 | ab 19:30 Uhr | Groni50, Groninger Straße 50

Kurzbericht: Tausende im Wedding für eine kämpferische und solidarische Nachbarschaft

Montag, April 30th, 2018


Unter dem Motto “Widerständig und solidarisch im Alltag – Organize!” gingen im Berliner Stadteil Wedding am 30.04.18 rund 4000 Menschen auf die Straße. Bereits im Vorfeld der Demonstration kamen viele Initiativen aus dem Wedding in einem Bündnis zusammen um nicht nur dem Protest einen kollektiven Ausdruck zu verleihen, sondern auch um eine ganze Aktionswoche vom 20. – 30.04. durchzuführen. (http://organizeberlin.blogsport.eu)

Eine hoch verschuldete Stadt wie Berlin muss mit aller Gewalt noch mehr Rendite erwirtschaften. Dieser Logik folgend ist es kein Zufall das sich immer mehr Nachbar*innen im Kiez, durch den anhaltenden Ausverkauf der Stadt, einer agressiver Verdrängung ausgesetzt sehen. Die jährliche antikapitalistische Demonstration steht seit 2012 für den Widerstand gegen steigende Mieten, tägliche Zwangsräumungen, rassistische Polizeikontrollen, soziale Ausgrenzung, Überwachung, Rassismus und Jobcenter-Stress. Auch dieses Jahr wird für eine solidarische Alternative zur hilflosen Berliner Wohnungs- und Sozialpolitk mobilisiert.

Mit Sprechchören, Transparenten und Schildern machte die Demonstration am Montagabend auf ihre Anliegen aufmerksam. Mehrere teure Neubauprojekte wie zum Beispiel das “Campus Viva I” in der Koloniestraße wurden passiert und von Lautsprecherwagen kritisch markiert. Auch Gefahrengebiete, also Sonderbefugniszonen der Polizei wurden durchlaufen. Rassistische Polizeikontrollen sind hier der Alltag! Doch auch der agressive Ausbau staatlicher (Kamera-)Überwachung, Kontrolle und Bespitzelung wie der #Schnüffelwagen werden hier erprobt.

Vereinzelte Schikanen, sowie permanente Observationen durch die Berliner Polizei konnten die Stimmung nicht drücken oder den Protest nachhaltig kriminalisieren. Auch kleineren faschistischen Provokationen wurde entschlossen entgegengetreten. 

Besonders beeindruckend waren die vielen Familien mit Kindern die sich in einem eigenen Block ab Leopoldplatz der Demonstration anschlossen. Auch unsere Straßen sollen ein Raum sein wo wir alle solidarisch zusammenkommen können. An Häusern und auf Dächern im Kiez konnten viele ermutigende Solidaritätsbekundungen beobachtet werden.

Im Alltag werden wir weiter die Organisierung in der Nachbarschaft fördern und geben dabei Parteien und Parlamenten eine klare Absage: Eine wirkliche Veränderung kann nur gemeinsam von unten geschaffen werden! Auch deswegen wollen wir mit euch und anderen das Kiezhaus Agnes Reinhold im Wedding aufbauen. Für eine solidarische und antikapitalistische Perspektive.

Bericht zur Demonstrationsbeobachtung vom Arbeitskreis der kritischen Jurist*innen

Mehr Fotos von Left Report

Videobericht von der Organize-Demo 2018 from left report on Vimeo.

Aufruf zur Kiezdemo am 30. April: Widerständig und solidarisch im Alltag – Organize!

Samstag, April 28th, 2018
Seit 2012 findet jährlich am 30. April die antikapitalistische Walpurgisnacht Demonstration in Berlin-Wedding statt. Sechs Jahre in denen “Hände weg vom Wedding!” als Initiative konkrete Auseinandersetzungen von Nachbar*innen mit Behörden, Ämtern, Vermieter*innen, Eigentümer*innen, Platzwärter*innen und diskriminierender Gewalt begleitet und dabei den voranschreitenden Ausverkauf der Berliner Kieze, in denen wir leben, kritisch öffentlich macht.
Der Druck der kapitalistischen Verwertung im Kiez ist hoch, die Auswirkungen immer verheerender. Teure exklusive Neubauten und damit mehr Wohnraum für Reiche finden wir an jeder Ecke. Vor allem Familien mit wenig Geld, prekär Beschäftigte, Erwerbslose und obdachlose Menschen sind dadurch einer permanenten Verdrängung ausgesetzt. Auch die andauernde rassistische Gewalt ist Teil eines bitteren Alltags für jene, die anhand ihrer Hautfarbe oder vermeintlichen Herkunft, im Kiez ständig diskriminiert und durch die Berliner Polizei kriminalisiert werden. Der irrsinnige Ausbau staatlicher Überwachungsmaßnahmen in sogenannten Gefahrengebieten wie z.B. dem Leopoldplatz, bedient diese Praxis und verschleiert eine gescheiterte Sozialpolitik. Ohne Scham wird diese Schnüffelei in unser aller Leben auch noch als “Lösung” präsentiert. Doch wir zeigen Haltung und dabei sind wir nicht allein. Es gilt gemeinsam mit anderen die soziale Isolierung in unserer Nachbarschaft aufzuheben. Denn nur durch gemeinsames Handeln können wir unsere täglichen Kämpfe offen legen, angehen und antikapitalistische Perspektiven von Selbstbestimmung, Solidarität sowie ein radikales Verständnis von Demokratie durchsetzen. Und zwar jenseits von Parteien und Parlamenten, welche getrieben von einem kapitalistischen Verwertungszwang seit Jahren unseren Alltag diktieren. 
Denn klar ist, so wie es ist, kann es nicht weitergehen! Deswegen rufen wir dazu auf, euch am 30. April 2018 der antikapitalistischen Demonstration “Widerständig und solidarisch im Alltag – Organize!” anzuschließen!

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