Posts Tagged ‘Moabit’

#Zusammen für Wohnraum

Sonntag, August 19th, 2018

Das Netzwerk Zusammen für Wohnraum, ein solidarischer Zusammenschluss von Mieter*innen und Hausgemeinschaften aus Wedding, Moabit und darüberhinaus, ruft zur Meile der Vedrängung auf.
Kommt im Rahmen der Reihe „2 Tage Wedding” am 08. und 09. September in den Kiez rund um die AmMa65 (Amsterdamer Straße/ Malplaquetstraße).

An beiden Tagen machen wir sichtbar, wie und wo uns Verdrängung durch den kapitalistischen Wohnungsmarkt täglich begegnet. Mit der Open-Air-Ausstellung der Plakatreihe Meile der Verdrängung weisen wir in den Straßen auf vergangene und aktuelle Kämpfe von Mieter*innen hin und entwickeln gemeinsam Solidarität und Praxis für eine Stadt, in der Wohnraum keine Ware ist und mit ihm spekuliert werden kann. Wohnen ist ein Grundrecht und kein Boden der Verdrängung.

Ihr kennt Geschichten der Verdrängung, egal ob eigene oder von Nachbar*innen, Freund*innen, Kolleg*innen? Wenn ihr Eure Geschichte auf den Aktionsplakaten abgedruckt haben möchtet, sendet diese bis spätestens 27. August an: hwvw(ät)riseup.net
Wichtig: der Umfang der Geschichte sollte für den Druck ungefähr eine halbe A4-Seite sein.

Am 8. September gibt es ab 15 Uhr ein Erzählcafé im Wohnzimmer mit gemütlichen Sofas auf dem Gehweg vor der AmMa65. Kommt vorbei! Ein offenes Mikrofon steht zur Verfügung. Wir möchten eure Geschichten hören: Wurdet ihr verdrängt? Habt ihr Angst, eure Wohnung zu verlieren? Welche Probleme habt ihr bei der Wohnungssuche? Wir wollen uns austauschen und gegenseitig unterstützen.

Am 09. September findet ab 16 Uhr vor der AmMa65 eine Kiez-Diskussion statt:
Wir bleiben alle!… ja aber wie?
Was können wir tun um die Diversität unseres Kiezes zu erhalten?
Wie schützen wir uns am besten gegen Verdrängung? Wie geht es weiter?
Hier stellen sich Kiez-Initiativen, das Netzwerk Zusammen für Wohnraum und engagierte Mieter*innen vor und kommen mit weiteren Nachbar*innen ins Gespräch.

Gemeinsam statt einsam kämpfen wir für eine Stadt für alle, wo würdevolles Leben nicht vom Geldbeutel abhängt.

 

Tresen: Bekämpft werden die Armen, nicht die Armut – Obdachlosigkeit im öffentlichen Raum am Beispiel des Hansaplatzes

Donnerstag, August 31st, 2017

Donnerstag 07.09.17 | 20 Uhr | Café Cralle, Hochstädter Str. 10a

Ende des Jahres 2016 formierte sich am Hansaplatz in Moabit ein Bündnis aus Anwohner*innen und dem örtlichen SPD-Abgeordneten Thomas Isenberg , um gegen obdachlose Menschen im Viertel rund um den Hansaplatz vorzugehen. Auf Veranstaltungen unter dem Titel “Sicherheit und Sauberkeit im Kiez“ wurde gegen obdachlose Menschen und Menschen aus Osteuropa gehetzt. Der Berliner Obdachlosenhilfe wurden bei der Vergabe von Essen und Kleidung Steine in den Weg gelegt und das Ordnungsamt schikanierte Menschen, die sie als scheinbar obdachlos identifizierte.

Dieser Fall ist nur ein Beispiel unter vielen in Berlin, wie die regelmäßigen Räumungen von Camps im Tiergarten durch den Bezirk Mitte zeigen. Wir wollen bei diesem Tresen über den Konflikt rund um den Hansaplatz informieren, als Beispiel für den Umgang mit Obdachlosigkeit in der neoliberalen Stadt. Dafür haben wir zwei Referent*innen von der Berliner Obdachlosenhilfe und der Berliner Mietergemeinschaft eingeladen und wollen nach zwei kleinen Inputs mit euch ins Gespräch kommen.

Moabit/Brunnenviertel: Kiezspaziergänge im September

Mittwoch, September 14th, 2016
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Flyer

Vergangenen Sonntag veranstaltete die Initiative „Wem gehört Moabit?“ einen Kiezspaziergang zum Thema „Verdrängung und Mietsteigerung in Moabit-West“. Über 30 Interessierte fanden sich zusammen und lauschten den teils unfassbaren Berichten von Betroffenen zu der sich in Moabit vollziehenden Verdrängungsprozessen und den damit verbundenen Immobilienspekulation. Der Spaziergang führte entlang der Zwingli-, Hutten-, Berlichingen- und Beusselstraße bis hin zur “Refo”, also entlang typischer Entmietungstrategien mit Mieterhöhung durch Sanierungen, dem Geschäft mit Ferienwohnungen, täglichen Schikanen mit dem Presslufthammer, jahrelangen Baustellen und Drohkulissen durch anstehende Räumungen. Aber auch ein sich formierender Widerstand wurde aufgezeigt, Erfahrungen ausgetauscht und Kontakte geknüpft.

Der nächste Kiezspaziergang steht auch schon an! Am kommenden Sonntag den 18.09. (Wahltag) um 14 uhr gehen wir durch das Brunnenviertel unter dem Motto “Ausgrenzung und Spekulation im Brunnenviertel”. 

Wer ist verantwortlich? Wer profitiert? Wer ist betroffen? Und wie können wir gemeinsam Widerstand leisten?

Begleitet wird der Kiezspaziergang u.a. von der Berliner MieterGemeinschaft e.V. und der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Berlin.

Wir treffen uns um 14 Uhr vor dem S+U-Bhf. Gesundbrunnen an der Bushaltestelle der Linie 247.

Demonstration: An Silvester zweimal zum Frauen*-Knast

Montag, Dezember 28th, 2015

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Alternativ zu tollwütigen Böllerschlachten, exklusiven all-inclusive Clubs, der eigenen viel zu teuren Wohnung, dem Lager, vereinzelt im Kämmerchen oder auf der Straße seid ihr auch dieses Jahr wieder eingeladen an der jährlichen Demonstration zu den Knästen dieser Stadt teilzunehmen.

Sofern ihr nicht schon selbst weggesperrt wurdet könnt ihr eure Solidarität und den Willen für eine andere Gesellschaft gemeinsam zu den Knästen tragen:

15:30 Uhr – S-Bhf Frankfurter Allee
Demo zur JVA für Frauen Lichtenberg

21:30 Uhr – Alt-Moabit / Rathenower Str. (vor JVA Moabit)
Demo zur JVA für Frauen Reinickendorf

Für konkrete Kämpfe solidarisiert euch mit der Gefangenen Gewerkschaft / Bundesweite Organisation – GG/BO und bringt euch in die Arbeit ein! Mehr dazu anhören!

“Der Wille zu einer befreiten Gesellschaft entsteht am dringensten dort, wo die härteste Unterdrückung ist. Knäste sind eben auch Orte, an denen Widerstand möglich ist.”