Posts Tagged ‘Lagermobilisierung’

30.04: Updates und letzte Infos zur Antikapitalistischen Demonstration „Organize!“

Freitag, April 29th, 2016

A5

Steigende Mieten? Zwangsräumungen? Rassistische Polizeikontrollen? Eine menschenverachtende Politik gegen Geflüchtete? Nicht mit uns!

Es zeigt sich immer deutlicher, wer über Berlin bestimmt. Es sind nicht die Menschen, die hier wohnen oder leben wollen. Stattdessen regieren kapitalistische Verwertungsinteressen –Hand in Hand mit der offiziellen Stadtpolitik. Doch es gibt eine Perspektive! Deshalb kämpfen wir gemeinsam und solidarisch von unten – in unseren Häusern, unseren Kiezen und Betrieben. Selbstorganisierung sollte unsere Antwort auf eine kapitalistische Politik des Teilens und Herrschens sein. Der Kampf um die Städte tobt weltweit. Wir wollen eine Stadt für alle. Eine Stadt die wir selbst gestalten. Statt Leerstand und Ferienwohnungen in Mietshäusern wollen wir Wohnraum. Wir wollen Recht auf Wohnen statt Lagerunterbringung. Wir wollen Freiheit statt Sicherheitswahn. Lasst uns gemeinsam den Widerstand gegen Ausbeutung und Unterdrückung organisieren.

Kommt am 30.04 zu uns in den Wedding und lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen und für unsere Stadt kämpfen.

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Wir lassen uns nicht spalten – United Neighbours!

Sonntag, April 24th, 2016
Aufruf Lagermobi arabisch

*Englisch Below*

*العربية*

Im Wedding gibt es zurzeit 11 Lager für Menschen auf der Flucht. Einige von diesen Lagern sind sogenannte „Notunterkünfte“, die mittlerweile zu dauerhaften Lagern geworden sind. Die Bedingung in den Lagern sind menschenunwürdig: Es gibt teilweise sehr schlechte hygienische Bedingungen, in manchen Fällen greifen Ratten in der Nacht die Bewohner*innen an, keine privaten Duschräume oder Schlafplätze; das Essen ist teilweise verschimmelt oder es wird rohes Fleisch ausgegeben; oft sind die Portionen zu klein für erwachsene Menschen und das Essen ist nicht halal gekennzeichnet; die Lager-Leitung lässt teilweise keine Nachbar*innen mehr in die Lager und die Bewohner*innen, die Probleme ansprechen, werden aus den Lagern auf die Straße geworfen.

Mit der lokalen “Lager-Mobilisierung” im Wedding wollen wir durch direkte Kontakte eine Gruppe schaffen, in der Menschen aus den Lagern und solidarische Nachbar*innen sich selbst organisieren. Wir wollen Öffentlichkeit schaffen über die Zustände in den Lagern, die Vernetzung der Menschen in der Nachbarschaft voranbringen und praktische Arbeit leisten, wie Rechtsberatung und Sprachcafes. Aber auch klar machen, dass die Menschen in den Lagern nicht die Ursache unserer gesellschaftlichen Probleme sind.
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Pressemitteilung

Donnerstag, Februar 4th, 2016

Syrian woman expelled from Berlin refugee camp for defending human rights/ Syrische Frau wurde aus Notunterkunft in Berlin hinausgeworfen, weil sie ihre Menschrechte einforderte/ Mujer siria expulsada de un campamento para refugiados en Berlín por exigir derechos

 

English Version Below / versión española abajo

 

Syrische Frau wurde aus Notunterkunft in Berlin hinausgeworfen, weil sie ihre Menschrechte einforderte
Vivian ist eine junge Frau aus Syrien. Sie ist vor dem Bürgerkrieg, der in ihrem Land tobt, und vor den Folgen, wie Arbeitslosigkeit, Hunger und sozialem Chaos geflohen. Alleine ist sie die Route aus dem Mittleren Osten nach Deutschland angetreten. Jedoch ist ihre Geschichte in Deutschland nicht von Zuflucht sondern (symbolischer) Gewalt, Erniedrigung, Frauenfeindlichkeit und Missbrauch geprägt. Die folgenden Ereignisse sind ihre Beschreibungen.
Die Geschichte in Deutschland von Vivian beginnt in der kleinen Stadt, Lübeck, wo sie Asyl beantragte. Sie war dort für insgesamt fünf Tage und ihre ersten Erfahrungen waren ein Desaster. Sie musste einen Raum mit duzend Männern und Frauen teilen, was jeglichen Missbrauch erleichtere. Die Leitung hat weder Informationen herausgegeben noch Hilfe angeboten. Unter diesen Umständen wurde ihr dann mitgeteilt, dass es keinen Platz mehr für sie in dieser Unterkunft gäbe und sie nach Berlin gehen muss. Nachdem sie in Berlin am LAGESO angekommen ist, wurde ihr wieder von den Autoritäten gesagt, dass es kein Platz mehr gäbe und sie nach Frankfurt/Oder gehen muss. Was sie auch tat. Schon nach einigen Stunden wurde ihr wiederum von der Leitung der Unterkunft mitgeteilt, dass diese kein Platz mehr für sie hätten. Zurück in Berlin hat ein Sozialarbeiter sie informiert, dass es immer noch keinen Schlafplatz für sie gäbe. Vivian bat inständig um eine Unterkunft und die Möglichkeit zu duschen. Ohne jegliche Lösung der Behörden bot der Sozialarbeiter Vivian an, in dem Haus seiner Eltern zu bleiben, was Vivian dankbar annahm. Dort blieb sie für drei Tage. Die Familie nahm sie ohne etwas von ihr einzufordern auf. Vivian erklärte, dass sie niemals diese humane Reaktion vergessen werde.
Nach den drei Tagen kehrte sie zum LAGESO zurück, wo sie letztlich, nach langer Wartezeit, in eine Unterkunft gebracht wurde. Diese Unterkunft liegt im Wedding und ist eine Sporthalle der Herbert-Hoover-Oberschule, die als Notunterkunft genutzt wird, und von dem BTB-Bildungszentrum GmbH betrieben wird.

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Presse über das Lager Mobilisation Network in Berlin

Freitag, Januar 15th, 2016

Hier der kürzlich veröffentlichte Bericht über das Lager Mobilisation Network in Berlin. In der lokalen Organisierung im Wedding könnt ihr euch jeder Zeit einbringen. Das nächste Treffen findet am Sonntag den 17.01. um 17 Uhr in der Exerzierstr. 28 statt. 

taz