Posts Tagged ‘Koloniestraße’

Gemeinsam gegen Rassismus, Sozialchauvinismus und Verdrängung!

Freitag, Oktober 28th, 2016

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Am gestrigen Donnerstag setzten sich in den Berliner Bezirken zum ersten mal die Bezirksverordnetenversammlunge n (BVV) zusammen.
Mit 10 Prozent der Stimmen und 5 Abgeordneten zog nun auch die AfD erstmals in das Kommunalparlament in Berlin-Mitte ein. Auch der ehemalige Sozialstadtrat Stephan von Dassel (Grüne) will sich nun zum Bezirksbürgermeister küren lassen. Aus diesen Anlässen riefen die kämpfenden Mieter*innen der Koloniestraße sowie “Hände weg vom Wedding” zur Protestkundgebung vor dem Rathaus Mitte auf. Neben der Aufforderung, der rassistischen und sozialchauvinistischen AfD keinen Raum, keine Kooperation und kein Podium zu bieten, wurde auch der mutmaßliche neue Bezirksbürgermeister an seine politische Verantwortung erinnert, die Mieter*innen im massiv von Verdrängungseffekten betroffenen Wedding und in Mitte zu unterstützen und Wort zu halten. Das heißt, die kämpfenden Mieter*innen in der Koloniestraße bei Mietschulden ggf. finanziell zu unterstützen. Im Rahmen der Kundgebung lukte Dassel dabei auch kurz aus dem Rathaus, um gleich wieder zu verschwinden.
Auch der neue Baustadtrat, Ephraim Gothe (SPD), wird viel Reibungsfläche bieten. War er doch bereits Staatssekretär für Stadtentwicklung und somit einer der politisch Verantwortlichen für das Wegschauen bzw. Fördern dieser Verdrängungseffekte.

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Mietenstopp-Demo: Kampf den Mieten, Zwangsräumungen und Sozialabbau!

Samstag, September 3rd, 2016
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10.09. | 14 Uhr | Mietenstopp-Demo | Platz der Luftbrücke (U6)
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Für Selbstorganisierung und Selbstverwaltung in unseren Kiezen!
Am 18. September finden in Berlin die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlungen statt. Die Parteien versprechen das Blaue vom Himmel. Slogans wie »Berlin bleibt bezahlbar« sind der blanke Hohn, angesichts der massenhaften Verdrängung von Mieter*innen überall in der Stadt.
Kämpferische Mieter*innen sollen isoliert und kriminalisiert werden, wie die Auseinandersetzung um »Law & Order« im Zuge der rechtswidrigen Räumung in der Rigaer Straße 94 durch die Berliner Polizei zeigte. Wer Widerstand gegen existenzbedrohende Räumungen und exorbitant hohe Mieten leistet, läuft Gefahr, von der herrschenden Politik als »Extremist« diffamiert zu werden.
Das ist absurd, denn gleichzeitig treibt der Berliner Senat seit Jahren die touristische Vermarktung der Stadt voran und fördert die Verarmung vieler Bewohner*innen weiter. Privatisierungen von Mietwohnungen, Zwangsräumungen, der drohende Verlust zehntausender Sozialwohnungen, die Isolation von Geflüchteten in menschenverachtenden Lagern der Senat gibt sich Mühe, die Menschen der Stadt zu spalten und weiter an den gesellschaftlichen Rand zu drängen.
Durch Hartz IV und niedrige Löhne bleibt immer weniger zum Leben. Von dem geringen Einkommen geht ein wachsender Teil für die Miete drauf. Die Innenstadtbezirke sind für viele Menschen nicht mehr bezahlbar.

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Hoffest vom Mietenprotest Koloniestraße angekündigt

Samstag, Juli 23rd, 2016

Frühzeitig planen unsere Nachbar*innen vom Mieter*innen-Protest Koloniestraße das nächste Hoffest und laden die Meiter*innen aus dem Haus ein:

Wir laden herzlich alle Mieter der Koloniestr. zum Hoffest am 04.09.2016 ab 14.00 Uhr ein.

Wir kommen zusammen, um weitere Aktionen besprechen zu können und aktuelle Informationen zur Situation auszutauschen. Auch bei anderen Fragen können wir Hilfe und Tips geben. Mieter, die sich nicht am Protest beteiligen wollen, sind ebenfalls herzlich willkommen!

Unterstützt den Protest und schaut gerne vorbei! Die Situation für die verbliebenen und auch neuen Mieter*innen ist unverändert. Jenseits vom Rechtsstreit zwischen Vermieterseite und Bezirk wollen wir kollektive Prozesse leben, für eine solidarische Stadtpolitik von Unten. Eine weitere Erinnerung wird in den nächsten Wochen erfolgen.

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Die SPD will 20.000 Sozialwohnungen opfern: Koloniestraße sagt NEIN!

Montag, Mai 30th, 2016

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Am Freitag, den 27.05., fand der Landesparteitag der Berliner SPD statt. Neben zahlreichen Akteur*innen von Sozialabbau, rassistischer und sozialer Ausgrenzung, hatten sich viele politische Aktivist*innen, Gewerkschaftsmitglieder und Sozialverbände zur Protestkundgebungen vor der “Station Berlin” am Gleisdreick eingefunden. Auch widerständige Mieter*innen aus der Koloniestraße haben mit “Hände weg vom Wedding” und “Zwangsräumung verhindern” auf die dramatische Situation von ca. 20.000 Sozialwohnungen hingewiesen, die akut Gefahr laufen, aus der Anschlussförderung herauszufallen. “Schluss mit der Hinhaltetaktik- gemeinsam gegen Verdrängung” war somit das Motto der Aktion und die Besucher*innen des Landesparteitages wurden lautstark sowie mit Flyern auf die wohnungspolitische Demontage in Berlin hingewiesen.

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