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Lesung und Tresen am 6.Februar

Mittwoch, Januar 15th, 2014

Nach dem die Veranstaltung letzten Monat leider abgesagt werden musste, veranstaltet das Bündnis “Hände weg vom Wedding” nun am 06. 02.2014 in Kooperation mit dem Trend Onlinemagazin die Buchlesung:

David Harvey – “Rebellische Städte”

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Der us-amerikanische Sozialtheoretiker David Harvey entwickelte in seinem 2013 im Suhrkamp-Verlag erschienenen Buch “Rebellische Städte” zahlreiche Ansätze, wie Gentrifizierung bekämpft werden kann und bietet Alternativen zum derzeitigen kapitalistischen System.

Wir möchten mit euch ins Gespräch kommen, wie Verteilungskämpfe im urbanen Raum sinnvoll geführt werden können und laden euch herzlichst ein!

Ihr seid wie immer zum bleiben eingeladen! An der Bar gibt es wieder unseren Soli-Drink um die Bündniskasse für kommende Aktionen aufzubessern.

06.02.2014 | 20Uhr | Café Cralle | Hochstädter Str.10 | freier Eintritt

„Soziale Säuberung“ am Leopoldplatz?

Sonntag, November 10th, 2013

beweisAm Freitag, dem 25.10.2013, wurde der neugestaltete vordere Teil des Leopoldplatzes im Wedding offiziell (wieder-)eröffnet.Was von den Akteur*innen vor Ort als Abschluss einer langwierigen Umbaumaßnahme zur Verschönerung des Platzes gefeiert wurde, bedeutet im Kern nichts anderes als einen weiteren Ausbau der örtlichen Sicherheits- und Ordnungsarchitektur.Anstatt wie behauptet ein „Platz für alle“ zu sein, werden zahlreiche Nutzergruppen von der Platznutzung ausgeschlossen.

Als zentraler Platz innerhalb des Weddings spiegelt der “Leo” wie kein anderer die bestehenden gesellschaftliche Probleme, wie Alkohol- bzw. Drogenkonsum oder Armut, des gesamten Gebiets wider. Mit der jetzt abgeschlossenen Umstrukturierung sollen diese aus der öffentlichen Wahrnehmung gedrängt werden.

Auch wenn der „Leo“ auf den ersten Blick wie ein öffentlicher Platz wirkt, ist er im privaten Besitz der Nazarethkirchen-Gemeinde, die ihn vor einigen Jahren vom Land Berlin zurück erwarb. Dieser Rückerwerb war jedoch an konkrete Bedingungen geknüpft. Hierzu gehörte u.a. die grundsätzliche Neugestaltung des Platzes, um ihn für unliebige Nutzergruppen, wie die oftmals angesprochene „Drogen- und Trinkerszene“, unattraktiver zu machen. Als einer der ersten Schritte wurde hierzu vor rund zwei Jahren ein sogenannter „Trinkerplatz“ im hinteren Teil des “Leos” errichtet, damit die betroffenen Menschen nicht mehr am repräsentativen vorderen Platz zu sehen sind. Gleichzeitig wurde ein dichtes sicherheitspolitisches Netz geschaffen, mit dem u.a. „eine Zurückorientierung der lokal ansässigen Szene auf den vorderen Leopoldplatz“ verhindert werden soll. Hauptakteur ist hierbei das altbekannte Konglomerat aus Bezirkspolitik, Ordnungsamt, Polizei und Quartiersmanagement (hier: QM Pankstraße).

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