Posts Tagged ‘Kiezdemo’

Aufruf zur Kiezdemo am 30. April: Widerständig und solidarisch im Alltag – Organize!

Montag, April 9th, 2018
Seit 2012 findet jährlich am 30. April die antikapitalistische Walpurgisnacht Demonstration in Berlin-Wedding statt. Sechs Jahre in denen “Hände weg vom Wedding!” als Initiative konkrete Auseinandersetzungen von Nachbar*innen mit Behörden, Ämtern, Vermieter*innen, Eigentümer*innen, Platzwärter*innen und diskriminierender Gewalt begleitet und dabei den voranschreitenden Ausverkauf der Berliner Kieze, in denen wir leben, kritisch öffentlich macht.
Der Druck der kapitalistischen Verwertung im Kiez ist hoch, die Auswirkungen immer verheerender. Teure exklusive Neubauten und damit mehr Wohnraum für Reiche finden wir an jeder Ecke. Vor allem Familien mit wenig Geld, prekär Beschäftigte, Erwerbslose und obdachlose Menschen sind dadurch einer permanenten Verdrängung ausgesetzt. Auch die andauernde rassistische Gewalt ist Teil eines bitteren Alltags für jene, die anhand ihrer Hautfarbe oder vermeintlichen Herkunft, im Kiez ständig diskriminiert und durch die Berliner Polizei kriminalisiert werden. Der irrsinnige Ausbau staatlicher Überwachungsmaßnahmen in sogenannten Gefahrengebieten wie z.B. dem Leopoldplatz, bedient diese Praxis und verschleiert eine gescheiterte Sozialpolitik. Ohne Scham wird diese Schnüffelei in unser aller Leben auch noch als “Lösung” präsentiert. Doch wir zeigen Haltung und dabei sind wir nicht allein. Es gilt gemeinsam mit anderen die soziale Isolierung in unserer Nachbarschaft aufzuheben. Denn nur durch gemeinsames Handeln können wir unsere täglichen Kämpfe offen legen, angehen und antikapitalistische Perspektiven von Selbstbestimmung, Solidarität sowie ein radikales Verständnis von Demokratie durchsetzen. Und zwar jenseits von Parteien und Parlamenten, welche getrieben von einem kapitalistischen Verwertungszwang seit Jahren unseren Alltag diktieren. 
Denn klar ist, so wie es ist, kann es nicht weitergehen! Deswegen rufen wir dazu auf, euch am 30. April 2018 der antikapitalistischen Demonstration “Widerständig und solidarisch im Alltag – Organize!” anzuschließen!

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Infoveranstaltung zur Demo am 30.April „Widerständig und Solidarisch im Alltag“

Samstag, März 31st, 2018

05.04.2018 | 20 Uhr | Café Cralle | Hochstädter Straße 10a

Das Orga-Bündnis informiert zur diesjährigen Demo am 30.April im Wedding unter dem Motto: „Widerständig und solidarisch im Alltag – Organize!“. Dabei wollen wir euch über die Ideen und den Organisierungsprozess hinter der Demo informieren und auch ganz konkret das diesjährige Motto und die Route vorstellen. Verschiedene Gruppen werden dabei ihre jeweiligen Themen präsentieren und praktische Ideen zum Mitmachen vorschlagen.

Rebellische Nachbarschaft: Kiezdemo in Neukölln in Solidarität mit dem Kiezladen Friedel54

Freitag, November 18th, 2016

“Rebellische Nachbarn, solidarische Kieze, Stadt von unten!” So lautet das Motto der kommenden Demonstration, die um 16.30 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Herrfurthplatz (U Boddinstr.) beginnt und am Kottbusser Damm endet. Mehr gibt es in der offiziellen Pressemitteilung des bedrohten Kiezladen Friedel 54 in Berlin, Neukölln.

Wir laden alle Nachbar*innen ausm Wedding ein sich an der Demonstration gemeinsam zu beteiligen! Denn nicht nur der Raum, des bereits in einer vegangenen Solidaritätserklärung benannten Kiezladen ist bedroht, sondern die Wohn- und Lebensverhältnisse aller Mieter*innen in Berlin. Verordnet und verabreicht von einer katastrophalen Stadtpolitik in den letzten Jahrzehnten.

Da wird verkauft und privatisiert, luxussaniert, kaputtgedämmt, entmietet, eingeschüchtert, abgerissen, versprochen und fette Renditen erbeutet das es nur so kracht. Ein Luxusneubauprojekt nach dem anderen verkeilt sich mit Hilfe des Senats in unseren Kiezen. Verdrängungseffekte wie steigende Mieten, Zwangsräumungen, Wohnungslosigkeit oder die Spaltung der Nachbarschaft mit Hilfe der hausgemachten Knappheit an Wohnraum auch für geflüchtete Menschen, ist ein Angriff auf eine lebendige und selbstbestimmte Gesellschaft im Kiez. Auch deshalb solltet ihr gemeinsam mit solidarischen Mieter*innen am Samstag den 19.11.16 ab 15:30 Uhr vom U-Bhf. Pankstraße mit nach Neukölln fahren. Oder wir sehen uns vor Ort!

 

Verdrängt in Berlin – Folge 5: Und Tschüss!?

Samstag, Oktober 10th, 2015

Folge5 gross

FOLGE 5: Den nächsten Kontakt mit der Verwaltung hatte die WG erst wieder am 30. Juli 2015. Als „Dank“ für den jahrelangen Stress mit ihrer Wohnung bekam sie zeitgleich eine fristlose außerordentliche und ebenfalls eine fristgemäße ordentliche Kündigung zugestellt. Das Mietobjekt sei bis zum 7. August 2015 zu räumen und „herauszugeben“. Erneut versuchte die Verwaltung, Gesetze zu umgehen, indem sie bei der ordentlichen Kündigung lediglich eine Frist von drei statt der gesetzlich zustehenden sechs Monate ansetzte. Das Kündigungsschreiben strotzte genau wie die Betriebskostenabrechnung vor Fehlern und war teilweise unverständlich. Begründung beider Kündigungen ist ein vermeintlicher Zahlungsverzug der WG. Dieser beruht allein auf den berechtigten und korrekt durchgeführten Mietminderungen und der Heizkostenvorauszahlungsanpassung.

Trotz der Dringlichkeit der Sache konnte die Verwaltung erst nach zahlreichen Versuchen für Nachfragen erreicht werden. Telefonisch beschuldigte eine Mitarbeiterin der Verwaltung die WG, sie nicht über die Mängel in Kenntnis gesetzt zu haben. Tatsächlich wurde jedoch der Hausmeister, der bei der Verwaltung arbeitet, mehrfach informiert. Auch hätte die neue Verwaltung die entsprechenden Informationen von der alten erhalten müssen. Doch das wollte die Verwaltungsmitarbeiterin nicht hören. Die WG betonte mehrfach ihre Bereitschaft für Gespräche. Sie würde eventuelle Zahlungsrückstände ausgleichen, wenn ihr glaubhaft gemacht werden könne, dass die Forderungen berechtigt sind. Doch die Mitarbeiterin wiederholte nur, das Vertragsverhältnis sei gekündigt und drohte mit einer Räumungsklage. Danach fuhr sie einige Wochen in den Urlaub. Anscheinend wird vehement versucht, dass durchzuziehen, was die Verwaltung laut Eigenauskunft am besten kann: Wohnraum leer klagen.

„Verdrängt in Berlin“ – Die neue Weddinger Daily Soap über eine WG und ihre Zwangsräumung. Jetzt täglich hier und bei Zwangsräumung verhindern!

Was bisher geschah: Folge 1Folge 2Folge 3, Folge4.