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Bericht vom Kiezspaziergang im Brunnenviertel

Dienstag, September 20th, 2016
Das Brunnenviertel, eingekeilt zwischen Prenzlauer Berg und Mitte, scheint eine Goldgrube für Immobilienspekulant*innen zu sein. Im letzten Mietspeigel verzeichnete dieser Kiez mit 14,99% einen ausgeprochen hohen Mietanstieg. Einen der höchsten der Stadt. Ein Schelm wer denkt, dass Zwangsräumungen, Privatisierungen kommunaler Wohnungen und alle anderen nur denkbaren stadtpolitischen Schweinereien weit sind. Haramstufe rot also!
Der Kiezrundgang setzte sich zum Ziel, Privatisierungen des öffentlichen Raumes, widerrechtliche Bebbauung von Grünflächen mit Luxuswohnungen, mögliche kommende Verdrängungswellen und Scheinprojekte des “sozialen Wohnungsbaus” zu markieren.
Die (Teil-)Privatisierung des Bahnhofvorplatzes am Fernbahnhof Gesundbrunnen sowie die Verdrängung gesellschaftlich prekarisierter Gruppen (z.B. wohnungslose Personen) durch Polizei und private Sicherheitskräfte bedeutete der Beginn des 1,5 stündigen Ganges. Vorbei ging es an den vermeintlich neuen “sozialen Wohnungsbau” Graunstraße/ Gleimstraße, in dem von 104 Wohnungen ganze 34 öffentlich gefördert sind. Dass diese durchschnittlich 6,50 Euro netto kalt pro m2 kosten und Personen, die AG2 beziehen diese Kosten vom Jobcenter nicht übernommen bekommen, scheint schon fast überflüssig zu erwähnen. Dennoch ließ sich der derzeitige Bausenator Andreas Geisel (SPD) dazu hinreißen, diese als “sozialverträgliche Mieten” im Rahmen des Richtfestes zu bezeichnen.
Auch der noch amtierende Baustadtrat Carsten Spallek (CDU), der jüngst in Mitte glamorös gescheiterte Bezirksbürgermeisterkandidat, lobte sich Anfang September, dass “Mitte spitze” sei, da der Bezirk seit Januar dieses Jahres ganze 1798 Wohnungen genehmigt hätte. Welche Art von Wohnungen das sind, brauchen wir hier wohl kaum erwähnen.
Anschließend ging es zum Mauerpark, wo die Groth-Gruppe dank des Berliner Filzes aus Parteipolitik und Bauindustrie umgewidmete Grünflächen mit teuren Eigentums- und Mietwohnungen bebauen wird.

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»Für Euch ist es Urlaub, für uns ist es Ausbeutung!«

Donnerstag, Februar 13th, 2014

Solidarität mit den Angestellten des Amadeus Hostel.
Solidarity with the struggling workers of the Amadeus Hostel.

Wir solidarisieren uns mit den Kämpfen der Arbeiter*innen und rufen auf, den Protest am Samstag den 15.02. zu unterstützen!

Text vom Flyer (english language):

Das Amadeus Hostel beschäftigt vorwiegend englischsprachige Menschen zu miesen Hungerlöhnen (o,65 €/h) und Arbeitszeiten bis zu 12h/Tag. Wir bekommen KEINE Arbeitsverträge und sind  angehalten Menschen aus Bulgarien, Rumänien und Israel den Zutritt zu verwähren. Wer gegen solche Vorgaben verstößt und sich organisiert, wird von einem auf den anderen Tag entlassen. Sind wir gefeuert, verweigert uns das JobCenter das Geld. Unmittelbar ist unsere Existenz durch Wohnungs- und Erwerbslosigkeit bedroht. Wir wollen diese Situation nicht länger hinnehmen und fordern:

  • LÖHNE ZUM LEBEN 
  • Uneingeschränkten Zugang zu Sozialleistungen
  • WOHNRAUM FÜR ALLE

Kundgebung von BASTA* | 15.02. | 15Uhr | Brunnenstr. 70 | U8 Voltastr.