Posts Tagged ‘Gentrifizierung’

April-Tresen: Mieter*innenprotest und Strategien gegen Gentrifizierung

Samstag, März 16th, 2019

 

04.04.2019 | 20 Uhr | Mieter*innenprotest und Strategien gegen Gentrifizierung | Café Cralle, Hochstädter Str. 10A, 13347 Berlin

Seit Jahren wird gesagt, dass der Wedding „im Kommen ist“. Irgendwie ist er immer noch nicht da, aber die Mieten steigen trotzdem. Beim „Hände weg vom Wedding“ Tresen im April wollen wir mit Lisa Vollmer, Autorin des Buchs „Strategien gegen Gentrifizierung“, darüber sprechen, welche Formen der Gentrifizierung es gibt und welche Gegenstrategien daraus folgen. Darüber hinaus wollen wir die Fragen diskutieren, wie sich Kämpfe von Mieter*innen mit anderen sozialen Kämpfen verbinden lassen und wie ein schlagkräftige Mieter*innenorganisierung im Wedding geschaffen werden könnte? Zusätzlich gibt es die letzten Infos zur Demo am 06. April 2019.

Kommt vorbei! Unterstützt Organisierungsprozesse im Kiez und genießet unseren traditionellen Soli-Cocktails “Roter Wedding”!

Offener Protestbrief und Kiez Fototermin: Maluma Dreams retten!

Mittwoch, Januar 31st, 2018

Solidaritätsbekundung mit der Kiezbar „Maluma Dreams“ und unserem Nachbar Emmanuel Akakpo: Seit mehreren Monaten macht der Verdrängungsprozess um die 17 Jahre alte Kiezbar in der Torfstraße 16 lokale und überregionale Schlagzeilen. Bereits am 30.04.2017 hörten mehrere tausend Menschen seinen Redebeitrag auf der Kiezdemo “Organize!”. Auf der Petitionsplatform “change.org” dokumentiert der betroffene Mieter und Betreiber wirkungsvoll seine Geschichte. Mehr als 80.000 Menschen solidarisieren sich bisher virtuell für den Erhalt.

Es scheint als sei der Traum ausgeträumt, doch als Nachbar*innen wollen wir uns nicht allein lassen. Kommt zum solidarischen Kiez Fototermin am 01.02.18 um 15 Uhr, Torfstr. 16! Es folgt ein offener Protestbrief:

Offener Protestbrief an Bürgermeister Olaf Heinrich zur Kündigung der Kiezbar „Maluma Dreams“

Adresse: Olaf Heinrich, CSU Freyung-Grafenau, Krankenhausstraße, 394078 Freyung

Herr Heinrich,

wir sind aktive und solidarische Nachbar*innen aus dem Wedding und haben von unserem Nachbarn Emmanuel Akakpo und über dessen Petition auf change.org von der Kündigung der seit 17 Jahren bestehenden Kiezbar „Maluma Dreams“ erfahren.

Emmanuel Akakpo konnte bereits mehr als 80.000 Menschen zur Unterzeichnung seiner Petition bewegen und auch medial stark auf sich aufmerksam machen. Aber auch hier in der Nachbarschaft, auf der Straße sind sowohl der Verlust, aber auch die Solidarität und der Widerstand zu spüren. (mehr …)

Teil 3: Geschichten der Verdrängung

Donnerstag, Oktober 19th, 2017

Wer ist dieser Skora? Ein Akteur der Verdrängung!

Was können wir tun? Solidarität mit bedrohten Mieter*innen zeigen!

Auf das Konto des Berliner Immobilieneigentümers Peter Alexander Skora und seiner Hausverwaltung gehen zahlreiche Verdrängungen von Mieter*innen, wie die von zwei Weddinger*innen. Sie wurden vor einem Jahr mithilfe des Amtsgerichtes Wedding aus ihrer Wohnung geworfen, obwohl die vorherigen mündliche Absprachen mit dem Eigentümer anderes versprachen.

Über ihre Erfahrungen, den eigenen Wohnraum in einer Stadt mit einem massiven Konkurrenzdruck auf dem Wohnungsmarkt, gewaltsam entzogen zu bekommen, haben beide betroffene Person, V. und S., Texte geschrieben. Sie sollen die Kälte und Brutalität dieses auf Profit und Rendite ausgerichteten Systems verdeutlichen.     (mehr …)

Teil 2: Geschichten der Verdrängung

Mittwoch, Oktober 18th, 2017
Wer ist dieser Skora? Ein Akteur der Verdrängung!
Was können wir tun? Solidarität mit bedrohten Mieter*innen zeigen!
Auf das Konto des Berliner Immobilieneigentümers Peter Alexander Skora und seiner Hausverwaltung gehen zahlreiche Verdrängungen von Mieter*innen, wie die von zwei Weddinger*innen. Sie wurden vor einem Jahr mithilfe des Amtsgerichtes Wedding aus ihrer Wohnung geworfen, obwohl die vorherigen mündliche Absprachen mit dem Eigentümer anderes versprachen.
Über ihre Erfahrungen, den eigenen Wohnraum in einer Stadt mit einem massiven Konkurrenzdruck auf dem Wohnungsmarkt, gewaltsam entzogen zu bekommen, haben beide betroffene Person, V. und S., Texte geschrieben. Sie sollen die Kälte und Brutalität dieses auf Profit und Rendite ausgerichteten Systems verdeutlichen.
Was ist nach dem Urteil passiert? BeBerlin
Die Sache war also durch und jeder musste sich schnell etwas neues suchen. Neben psychischer Belastung, die uns eh seit Wochen plagte, neben Fulltime Jobs und dieser traumatischen entwürdigenden Begegnung in Form des Gerichts.
BeBerlin hat uns netterweise direkt nach dem Gerichtsurteil einen Brief geschickt, mit dem Angebot im Obdachlosenheim unterzukommen.
Ich sage jetzt absichtlich nicht, wie wenig Zeit man hat die Wohnung zu räumen, da es Leute gibt, die dann denken „Häh, das geht doch?“. Ja, für jemanden der vielleicht einen Haufen an Geld verdient, einen unbefristeten Arbeitsvertrag hat, eine tolle Bürgschaft und am besten einen “Deutschen” Vor- und Nachnamen, geht das vielleicht.
Aber ich, mit meinem unbefristeten Vertrag, 4 ausländischen Vornamen und einem ausländischen Doppelnachnamen, ausländischen Eltern, bin leider nicht so schnell an eine eigene Wohnung gekommen. 
Bilanz meiner Wohnungssuche nach zwei Wochen: So gut wie keine Antworten von Vermieter*innen, eine Antwort ob ich den Pass meiner Mutter noch einscannen könne und eine WG-Zusage wo ich dann doch nicht einziehen konnte, weil die Vermieterin meinen Einzug wegen „Überbelegung“ erfolgreich verhindert hat.

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