Posts Tagged ‘Gentrification’

April-Tresen: Verdrängung beginnt hier! Teil 2 der Infoveranstaltungsreihe

Donnerstag, März 30th, 2017

06.04.2017 | 20 Uhr  | Café Cralle | Hochstädter Str. 10A

In Berlin pfeifen es die Spatzen von den Dächern: wir brauchen Wohnungen. Und das Credo des Berliner Senats heißt auch heute noch: Bauen! Bauen! Bauen!

An vielen Stellen werden marode Gebäude abgerissen, die letzten Brachflächen bebaut und wir stellen uns die Frage: Wer baut hier eigentlich was und für wen? Im Rahmen des zweiten Teils der Veranstaltung gehen wir gemeinsam auf aktuelle Bauprojekte in den Kiezen ein und stellen die Frage, ob sie wirklich den aktuellen Bedarf an Wohnraum decken können und welche Auswirkungen die Errichtung dieser Bauten auf den umliegenden Kiez haben.

Seit Dezember 2016 werden unter dem Slogan “Verdrängung beginnt hier”, virtuell und in den betreffenden Kiezen, Bauprojekte mit Plakaten in das Licht der Öffentlichkeit gebracht. (Hier ein Zwischenresümee) Das Ziel ist, die Hintergründe und die fatalen Konsequenzen dieser auf Profit- und Renditemaximierung gesteuerten Baupolitik bekannter zu machen und Möglichkeiten der Gegenwehr zu erörtern. Am 30.04. gehen wir im Rahmen der antikapitalistischen Demonstration “Organize- selbstorganisiert gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung” auf die Straße und passieren einige dieser renditeträchtigen Bauprojekte.

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Auswertung der Mietenstopp – Demo vom 10.09.2016

Sonntag, September 18th, 2016
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Eine Woche vor den Wahlen in Berlin, startete am Samstag den 10. September 2016 eine Demonstration unter dem Motto “Mietenstopp – Gemeinsam gegen Verdrängung, Verarmung und den Ausverkauf der Stadt” vom Platz der Luftbrücke. Etwas mehr als 1000 Menschen darunter viele Nachbar*innen organisiert und engagiert in verschiedenen Initiativen, Gruppen, Vereinen und Bündnissen nahmen zu Beginn an dem Protest teil. Viel weniger allerdings als bei der letzten Mobilisierung im Jahr 2011. Die Gründe hierfür sind sicherlich vielfältig und gehören solidarisch analysiert und diskutiert. Einen Beitrag dazu soll diese Auswertung leisten.
Zum ersten Mal wurde aus einem spontanen Bündnis heraus zusätzlich zu einem Mietrebell*innen Block unter dem Motto “Berlin macht’s selber – Solidarisch, antikapitalistisch, selbstorganisiert.” aufgerufen. Bereits beim Auftakt wurde deutlich wie vielfältig die lokalen stadtpolitischen Kämpfe und Organisierungsprozesse verlaufen und sich aktuell zusammensetzen. Jede Initiative stellte ihren Kampf in ihrer Betroffenheit in der gegenwärtigen neoliberalen Stadtpolitik durch eigene Plakate, Schilder, Flyer, T-Shirts, Transparente und Redebeiträge dar. Die Wohnungspolitik hat sich zumindest vereinzelt und angetrieben durch vergangene beispielhafte Kampagnen und Aktionen wie diverse Mietenproteste, Mietenvolksentscheid, Blockaden von Zwangsräumungen, Widerstand in der Rigaer Straße etc., zu einem Motor der Selbstorganisierung unter den Mieter*innen dieser Stadt entwickelt. Wir als selbstorganisierte Mieter*innen verschiedenster Gruppen im Mietrebell*innen Block sehen diese Entwicklung positiv und betonen noch einmal das Potential lokaler Basisorganisierung in den Wohngemeinschaften, Wohnheimen, Lagern, Mietshäusern, Straßen und Kiezen gegen Verdrängung, soziale Ausgrenzung und Rassismus. Als organisierte Zusammenhänge sehen wir es als Erfolg an, gemeinsam an dieser Demonstration mit den uns zur Verfügung stehenden Kapazitäten und Möglichkeiten mobilisiert und teilgenommen zu haben. Einerseits mit dem Ziel den sehr guten Aufruf des Demobündnisses zu unterstützen sowie unsere eigenen Organisierungsprozesse untereinander zu verbessern. Das Ziel jedoch ist sicherlich die Sichtbarkeit und Ansprechbarkeit für alle Betroffenen im gemeinsamen Protest zu gewährleisten. Ein Protest von Mieter*innen für Mieter*innen, als Ausgangslage für Widerstand und Alternativen in diesem verlogenen Wahlzirkus.
Leider weisen wir selbstkritisch darauf hin das die Mitgestaltung des Mietrebell*innen Block im Vorbereitungsbündnis der Demonstration näher und direkter erfolgen muss. Viele technische und kommunikative Probleme hätten so vermieden werden können. Respekt an alle Aktivist*innen für den solidarischen Umgang. Weiterhin stellen wir fest, dass es neben einem Bedarf an einer grundsätzlichen Diskussion über Aktionsformen wie Demonstrationen sich auch die Frage gestellt werden muss, wie kann die Vielfältigkeit der Berliner Kieze im stadtpolitischen Bewegungen besser angesprochen, abgebildet und eingebunden werden? (mehr …)

Verdrängt in Berlin – Folge 8: WG vor Gericht

Mittwoch, November 4th, 2015

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Jetzt wird’s ernst. Die neue Folge von “Verdrängt in Berlin” spielt im richtigen Leben. Kommt alle am 03.11.2015 um 09:30 zum Amtsgericht Wedding (Brunnenplatz – Raum 356, 3.Etage), um die erste Verhandlung im Zwangsräumungsprozess der WG aus der Dubliner Straße live mitzuerleben. Alle eure Stars aus “Verdrängt in Berlin” hautnah! Für Selfies und Autogramme wird es genügend Gelegenheit geben. Keine*r muss allein zum Prozess – Zwangsräumungen solidarisch entgegen treten!

Zur Vorbereitung: 02.11.2015 ab 19:00 Infoveranstaltung und Filmabend im Cafe Cralle (Hochstädter Straße 10a, 13347)
Hier geben wir euch die letzten Infos rund um den Prozess und schauen danach gemeinsam den Film “Das Venedig-Prinzip (2012, 96min, d). Denn während Unternehmen aus Venedig in Berlin Wohnungen räumen lassen, gibt es auch in der Stadt selbst große Probleme aus dem Wohnungsmarkt.

Eine Folge verpasst? Die ganzen Folgen findet ihr wie immer auf unserer Homepage: http://haendewegvomwedding.blogsport.eu/?p=1227

Wer verdrängt, bekommt besuch

Donnerstag, Oktober 29th, 2015

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Gestern ging die stadtpolitische Daily Soap „Verdrängt in Berlin“ in eine neue Runde. Nachdem die ersten Episoden über das Zwangsräumungsverfahren einer WG aus der Dubliner Straße im Wedding bereits im Netz und auf der Straße für Aufmerksamkeit sorgten, war es Zeit für einen Vor-Ort-Termin. Hierzu besuchten zahlreiche Aktivist*innen verschiedener stadtteilpolitischer Gruppen das Büro der Martina-Schaale Hausverwaltung in der Kantstraße 99 in Berlin Charlottenburg.

Sie ist mitverantwortlich für das Zwangsräumungsverfahren der WG und damit ein quasi filmreifer Star der Daily Soap. Und so ein Star hat natürlich „Fans“. Dementsprechend wurde vor dem Büro ein roter Teppich ausgerollt und ein „Mitarbeiter der Hausverwaltung“ von zahllosen überwältigten Fans angehimmelt. Eifrig wurden Selfies gemacht und Autogrammkarten mit „Home Sweet Homeless“-Aufdruck unterschrieben.

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