Posts Tagged ‘Diskriminierung’

Tresen: Bekämpft werden die Armen, nicht die Armut – Obdachlosigkeit im öffentlichen Raum am Beispiel des Hansaplatzes

Donnerstag, August 31st, 2017

Donnerstag 07.09.17 | 20 Uhr | Café Cralle, Hochstädter Str. 10a

Ende des Jahres 2016 formierte sich am Hansaplatz in Moabit ein Bündnis aus Anwohner*innen und dem örtlichen SPD-Abgeordneten Thomas Isenberg , um gegen obdachlose Menschen im Viertel rund um den Hansaplatz vorzugehen. Auf Veranstaltungen unter dem Titel “Sicherheit und Sauberkeit im Kiez“ wurde gegen obdachlose Menschen und Menschen aus Osteuropa gehetzt. Der Berliner Obdachlosenhilfe wurden bei der Vergabe von Essen und Kleidung Steine in den Weg gelegt und das Ordnungsamt schikanierte Menschen, die sie als scheinbar obdachlos identifizierte.

Dieser Fall ist nur ein Beispiel unter vielen in Berlin, wie die regelmäßigen Räumungen von Camps im Tiergarten durch den Bezirk Mitte zeigen. Wir wollen bei diesem Tresen über den Konflikt rund um den Hansaplatz informieren, als Beispiel für den Umgang mit Obdachlosigkeit in der neoliberalen Stadt. Dafür haben wir zwei Referent*innen von der Berliner Obdachlosenhilfe und der Berliner Mietergemeinschaft eingeladen und wollen nach zwei kleinen Inputs mit euch ins Gespräch kommen.

Stellungnahme zur Berliner Kampagne: Ban Racial Profiling – Gefährliche Orte abschaffen!

Mittwoch, Juni 14th, 2017
Stellungnahme zur Berliner Kampagne: Ban Racial Profiling! oder warum es scheiße ist, dass unsere Nachbar*innen jeden Tag im Kiez schikaniert werden!
Traurige Alltäglichkeit
Jeden Tag müssen Menschen, die nicht zur “weißen Merheitsgesellschaft” gehören, Rassismuserfahrungen machen. Schwarze Menschen, PoC´s, Romni_ja* und vermeintlich muslimische Personen und andere werden häufiger nach Fahrschein, Personalausweis oder Aufenthaltserlaubsnis gefragt. Bei Razzien an Bahnhöfen treffen solche Maßnahmen durch Polizei oder private Sicherheitsdienste sogar häufig ausschließlich diese Menschengruppen. Grund dafür ist das sog. Racial Profiling. Dieser Begriff beschreibt die Praxis der Polizei Menschen wegen ihrer Haar- und/oder Hautfarbe zu schikanieren. Der Wedding bildet da leider keine Ausnahme – im Gegenteil: Im Wedding liegen besonders viele sog. kriminalitätsbelastete Orte. Diese Orte geben der Berliner Polizei die Narrenfreiheit, noch unverfrorener rassistisches Verhalten auszuleben. Grund genug sich einzumischen!

(mehr …)

AUDIO: Rassismus und die schwierige Suche nach einer Wohnung

Montag, Dezember 21st, 2015

audio_tresen031215-01-01

Für alle die es nicht geschafft haben hier nun die Möglichkeit die tolle Veranstaltung Rassismus und die schwierige Suche nach einer Wohnung mit Emsal Kilic vom 03.12.2015 nochmal anzuhören (mp3, 18 MB). Die Veranstaltung teilte sich in einen Input von Emsal und einer weiterführenden Diskussion. Um die Privatsphäre der Beteiligten zu bewahren ist hier nur der Mitschnitt des Inputs hörbar. Bei Interesse an dem restlichen Audio bzw. der anschließenden Diskussion, meldet euch unter hwvw[at]riseup.net.

Entschuldigt wenn die Qualität nicht an die letzten veröffentlichen Aufnahmen heranreicht. Der nächste Tresen und Veranstaltung wieder am ersten Donnerstag im Monat den 07.01.2016 im Café Cralle.

Veranstaltung: Rassismus und die schwierige Suche nach einer Wohnung

Freitag, November 27th, 2015

tresen031215-01

Dass es in Berlin schwer ist, eine „bezahlbare“ Wohnung zu finden, ist stadtweit bekannt. Im Zuge der Gentrifizierung vieler Kieze und den damit einhergehenden Umwandlungen in Eigentumswohnungen, steigenden Mieten und einem hohen Konkurrenzdruck bei den Wohnungsbesichtigungen, sind viele mögliche Mieter*innen gleich mehrfach von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen. Rassismus bei der Wohnungssuche ist das Stichwort und macht die Verknappung von Wohnraum für die Betroffenen noch schwerwiegender.

Die Sozialwissenschaftlerin Emsal Kilic hat bereits 2009 eine Studie zu rassistischen Diskriminierungen durchgeführt und berichtet über Praxisbeispiele sowie Diskriminierungs- und Ausgrenzungsmustern. Im Hinblick auf dezentrale Wohnraumvergaben für Menschen auf der Flucht, ist leider davon auszugehen, dass sich die rassistische, räumliche Segregation im Sinne der unsozialen Stadtaufwertung weiter verschärft. Gemeinsam möchten wir an diesem Abend über Perspektiven von Öffentlichkeit sowie antirassistischem Widerstand diskutieren.

Do. | 03.12.2015 | 20:30 Uhr | Café Cralle | Hochstäder Straße 10a