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Demo: Solidarisch gegen hohe Mieten und Zwangsräumungen! – Für die Stadt von unten!

Mittwoch, September 6th, 2017

Wem gehört die Stadt?
Solidarisch gegen hohe Mieten & Zwangsräumungen! – Für die Stadt von unten!

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„…und die Stadt gehört euch.“, „Berlin bleibt bezahlbar“, diese und andere leere Phrasen bestimmten das Stadtbild Berlins vor einem Jahr.

Spätestens seit der brutalen Zwangsräumung des Kiezladens und sozialen Zentrums Friedel54 am 29. Juni 2017 ist klar, dass diese Stadt denen gehören soll, die am meisten bezahlen. Dass dafür Menschen auf die Straße geworfen, schleichend verdrängt, gekündigt, kriminalisiert und verprügelt werden, ist auch unter Rot-Rot-Grün Alltag . Es geht schließlich ums Prinzip. Das „Prinzip Eigentum“ zu schützen um es für die Eigentümer*innen verwertbar zu machen. Dafür scheint auch die neue Koalition im Senat der Garant sein zu wollen. Dass mit den Ausgaben für die Polizeieinsätzen zur Teilräumung der von Geflüchteten besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule und der des Kiezladens F54 ganze Häuser gekauft und Jahresmieten hätten beglichen werden können, unterstreicht noch einmal, wie sehr dieses Prinzip des Eigentums hohe Kosten und Gewalt beinhaltet. Ziel ist es Nachahmer*innen abzuschrecken und Investor*innen anzulocken. Wir denken nicht, dass ein Kreuzchen bei der Bundestagswahl hieran etwas ändert.

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Rebellische Nachbarschaft: Kiezdemo in Neukölln in Solidarität mit dem Kiezladen Friedel54

Freitag, November 18th, 2016

“Rebellische Nachbarn, solidarische Kieze, Stadt von unten!” So lautet das Motto der kommenden Demonstration, die um 16.30 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Herrfurthplatz (U Boddinstr.) beginnt und am Kottbusser Damm endet. Mehr gibt es in der offiziellen Pressemitteilung des bedrohten Kiezladen Friedel 54 in Berlin, Neukölln.

Wir laden alle Nachbar*innen ausm Wedding ein sich an der Demonstration gemeinsam zu beteiligen! Denn nicht nur der Raum, des bereits in einer vegangenen Solidaritätserklärung benannten Kiezladen ist bedroht, sondern die Wohn- und Lebensverhältnisse aller Mieter*innen in Berlin. Verordnet und verabreicht von einer katastrophalen Stadtpolitik in den letzten Jahrzehnten.

Da wird verkauft und privatisiert, luxussaniert, kaputtgedämmt, entmietet, eingeschüchtert, abgerissen, versprochen und fette Renditen erbeutet das es nur so kracht. Ein Luxusneubauprojekt nach dem anderen verkeilt sich mit Hilfe des Senats in unseren Kiezen. Verdrängungseffekte wie steigende Mieten, Zwangsräumungen, Wohnungslosigkeit oder die Spaltung der Nachbarschaft mit Hilfe der hausgemachten Knappheit an Wohnraum auch für geflüchtete Menschen, ist ein Angriff auf eine lebendige und selbstbestimmte Gesellschaft im Kiez. Auch deshalb solltet ihr gemeinsam mit solidarischen Mieter*innen am Samstag den 19.11.16 ab 15:30 Uhr vom U-Bhf. Pankstraße mit nach Neukölln fahren. Oder wir sehen uns vor Ort!

 

Pressemitteilung: United Neighbours – Organize! Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung

Sonntag, Mai 1st, 2016

Vereinte Nachbar*innen im Weddinger Kiez demonstrieren erneut lautstark gegen Verdrängung, steigende Mieten, Rassismus und soziale Ausgrenzung.

Auch 2016 beteiligten sich über 4000 Menschen an der antikapitalistischen Demonstration „Organize – Nachbar*innen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung“ im Berliner Stadtteil Wedding. Mit Sprechchören, Transparenten und Schildern machte die Demo auf ihre Anliegen aufmerksam. Von verschiedenen Dächern und Balkonen gab es Solidaritätsbekundungen. Der Fokus lag dabei dieses Jahr besonders auf der gemeinschaftlichen Organisierung der Nachbarschaft. Verschiedene soziale Kämpfe unterschiedlichster Projekte wurden thematisiert. So gab es bereits vor Beginn der eigentlichen Demonstration am U-Bhf Osloer Str. verschiedene Zubringer-Demos von Bündnissen. Aus Neukölln schlossen sich die Bewohner*innen und Unterstützer*innen des unkommerziellen Kiezladens Friedel 54 an, aus Moabit setzte sich der „Runde Tisch Moabit“ mit vielen Menschen in Bewegung. Auf Höhe der Koloniestraße übernahmen die Bewohner*innen, die gegen teilweise 100%ige Mieterhöhungen kämpfen, die Spitze der Demonstration. Ein Zusammenschluss von geflüchteten Menschen und Nachbar*innen kamen von dem antirassistischen Sportfest in der Böttgerstraße als Spontandemonstration dazu.

Trotz eines Verlaufs der Veranstaltung ohne Zwischenfälle hielt die Berliner Polizei am repressiven Vorkontrollen-Konzept der letzten Jahre fest. Martin Steinburg, Pressesprecher von „Hände Weg vom Wedding“ hält dazu fest: „Vorkontrollen haben eine abschreckende Wirkung. Durch das unnötig martialische Auftreten der Polizei werden viele Nachbar*innen abgeschreckt, sich der Demonstration anzuschließen. Diese ungerechtfertigte Form der Kriminalisierung lehnen wir entschieden ab“.

Auch Übersichtsaufnahem wurden von Seiten der Polizei angefertigt. „Als Bündnis stellen wir uns gegen diese Form der Repression, die weder juristisch noch politisch gerechtfertigt werden kann. Menschen, die legitim gegen steigende Mieten und Rassismus protestieren, werden als Verbrecher dargestellt.“

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