Posts Tagged ‘Bericht’

Audio-Mitschnitt: Internationalistische Perspektive Rojava

Samstag, Oktober 21st, 2017

Für alle die es verpasst haben, nicht mehr reingekommen sind oder einfach nochmal reinhören möchten: Der Mitschnitt der Veranstaltung “Internationalistische Perspektive aus Rojava” vom 05.10.17  im Café Cralle ist nun online.

Andere Aufzeichnungen vergangener Veranstaltungen im Kiez im Rahmen des Hände weg vom Wedding – Tresens, findet ihr unter Material.

Bericht einer solidarischen Prozessbegleitung vom 09.08.16

Dienstag, August 16th, 2016

vonunten

Nach dem Protest ist vor der nächsten Zwangsräumung, leider der Alltag in Berlin und vielen anderen Städten. Die Weddinger Daily Soap “Verdrängt in Berlin” widmet sich beispielhaft und entschlossen die Prozesse, von täglicher Verdrängung und Mietenstress im Kiez, sichtbar zu machen. Nachbar*innen waren mit dabei als es für die von Zwangsräumung bedrohte WG vor Gericht ging:

Am Dienstag, den 9.8. war der die Berufungsverhandlung am Landgericht zur WG in der Dubliner Straße im Wedding. Davor gab es eine Kundgebung mit einem guten Dutzend Unterstützer*innen. Die Berufung am Landgericht hatte für die Zwangsräumung, sie war aber bereits für den 17. August angekündigt, aufschiebende Wirkung.

Der komplette Text bei Zwangsräumungen verhindern

Kämpferisch geht es weiter! Wenn ihr betroffen seid dann kontaktiert die Nachbarschaft, tausch euch aus, holt euch unabhängige Rechtsberatung, dokumentiert öffentlich und organisiert euch im Haus. Alle sind von steigenden Mieten betroffen.

Kurzbericht: Organize! Auf der Straße gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung

Montag, Mai 4th, 2015

142238

Am vergangenen Freitag, den 30.04.2015  gingen mehr als 5000 Menschen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung in Berlin-Wedding auf die Straße.

Unter dem Slogan “Organize” stand die Selbstorganisierung gegen (rassistische) Polizeikontrollen, sog. “Racial Profiling”; bspw. an Verkehrsknotenpunkten, steigende Mieten, Zwangsräumungen, die Privatisierung öffentlicher Räume sowie für eine solidarische Gesellschaft auf der Agenda. Jenseits der forcierten kapitalistischen Verwertung der Stadt im Zuge der, sich in aller Munde befindlichen, Gentrifizierung, wird die Selbstorganisierung “von unten” jenseits von Parteien und Parlamenten immer notwendiger. Am Rande der Demonstration kam es zu einem Übergriff türkischer Nationalisten auf einzelne Teilnehmer*innen. Dieser Vorfall zeigt sehr deutlich, dass insbesondere Rassismus und Nationalismus auch in Wedding und Berlin nach wie vor ein Problem darstellen. Begleitet wurde die Demonstration von einem teilweise massiven Polizeiaufgebot. Trotz des friedlichen Verlaufs der letzten Jahre rückte die Berliner Polizei nicht von ihrer Einschüchterungs- Strategie ab. Dennoch solidarisierten sich zahlreiche Nachbar*innen mit den Anliegen von „Hände weg vom Wedding“.

Der Kampf um die Zahlen
Amüsiert konnten wir im Laufe der Demonstration sowie im Nachgang feststellen, wie seitens der Presse sowie der Berliner Polizei die Teilnehmer*innenzahl immer weiter nach unten gedrückt wurde. In Zeiten der zunehmenden sozialen Polarisierung soll deutlich nach außen vermittelt werden: die stadtpolitischen Bewegungen hätten keine gesellschaftliche Basis. Die alltäglichen Kämpfe in unseren Kiezen und Betrieben stehen dieser politisch gewollten Lüge entgegen.

(mehr …)

Nachtrag: Demobeobachtung AKJ Berlin

Mittwoch, Mai 28th, 2014

Bereits am Tag nach der Antikapitalistischen Walpurgisnacht, also am 1.Mai 2014 erschien der Beobachtungsbericht des Arbeitskreises Kritischer Jurist*innen der Humboldt-Universität Berlin.

Beteiligt an der Einschätzung zum Ablauf der Demonstration am 30.04. waren 20 Personen. Das Bündnis bedankt sich für die tolle Arbeit.

Zusammenfassend kann festgehalten werden:

Vorkontrollen, Einschüchterung, Irreführung , heimliches Abfilmen sowie der Einsatz von Flutlicht dokumentieren die sogenannte “Strategie” der Staatsmacht gegenüber den Teilnehmer*innen. Die “wahnsinnige Leistung” (Zitat F. Henkel) der Polizei manifestiert sich somit in einem Bereich haarscharfer Gratwanderungen. Die jedoch im Angesicht der zurückliegenden Einsätze alles andere als eine Überraschung darstellen. Aus dem Bericht heißt es nämlich weiterhin:

[…] Irritierend war, dass auch Feldjäger der Bundeswehr sowie Mitarbeiter_innen des Bundesinnenministeriums anwesend waren.

Hier wird nicht zuletzt deutlich das die antikapitalistische Demonstration am 30.04. im Wedding auch zur Erprobung bzw. Darbietung aktueller Strategien der Aufstandsbekämpfung kommender Proteste diente.

Die Demo-Organisator*innen haben kritisch den Abschluss der Walpurgisnacht aufbereitet, begrüßen aber trotzdem die Beurteilung des Arbeitskreises zur Auflösung der Demospitze auf der Pankstraße Ecke Böttgerstraße:

Die seit einigen Jahren praktizierte Polizeitaktik, am Ende der Demo durch Abriegelung und „Durchmischung“ gezielte Festnahmen sowie eine Umfassende polizeiliche Erfassung der Teilnehmer_innen durchzuführen, konnte durch die einige hundert Meter vor dem Endpunkt von Seite der Veranstalter_innen erklärte Auflösung der Versammliung zumindest kurzzeitig irritiert werden. Dennoch wurden in der Umgebung des U-Bahnhof Pankstraße 9 Festnahmen von uns beobachtet.