Posts Tagged ‘Basta’

Bericht zum Kiezbankett

Sonntag, Mai 14th, 2017

Für den 06.05. lud das Organize-Bündnis zum Kiezbankett in das FAU-Lokal in der Grüntaler Straße ein. Nach der erfolgreichen stadtpolitischen Demonstration, die knapp eine Woche zuvor für selbstorganisierte Strukturen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung auf die Straße ging, ist es uns ein wichtiges Anliegen, widerständige Strukturen tagtäglich weiter aufzubauen.
So nahmen neben zahlreichen Basisinitiativen auch Kiez-Bewohner*innen und Passant*innen teil, die sich in persönlichen Gesprächen sowie über Informationsmaterialien zu Selbstorganisierung im Wedding informierten. Im Vordergrund standen Austausch und Vernetzung, damit wir weiter an einer starken, kollektiven Basisorganisierung gegen kapitalistische und rassistische Unterdrückung feilen können.
Als Initaitiven beteiligten sich u.a. die Berliner Mietergemeinschaft, die AG Politik von Wedding hilft, Zwangsräumung verhindern, Basisgewerkschaft Freie Arbeiter*innenunion (FAU), Roter Stern Berlin, Hände weg vom Wedding, die Erwerbsloseninitiative Basta, die Berlin Migrant Strikers und weitere.

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Es läuft was schief in Berlin

Mittwoch, Januar 20th, 2016

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Nachdem gestern in der “beschlagnahmten” Ferienwohnung in der Soldiner Str. 26 unter großer Aufmerksamkeit, Sozialberatung und gesellschaftliche Protestkultur gegen die herrschenden Zustände praktiziert wurde, entschieden sich die Aktivist*innen heute die Wohnung zu verlassen:

Gestern Abend verschaffte sich der Eigentümer der drei Ferienwohnungen in der Soldiner 26 Zutritt zu unserer Ferienresidenz. Wie viele Ferienwohnungsanbieter enthält er weiterhin den Berliner Mieter*innen dringend benötigten Wohnraum vor. Er drohte uns mit einer Räumung in der Zeit der Sozialberatung und berief sich  darauf, dass seine Wohnung legal von Touristen genutzt würde.

Wir entschieden uns daraufhin zu gehen. Nicht weil wir uns ihm gegenüber verpflichtet fühlen, sondern weil wir offene Beratung machen, die zugänglich ist für alle und nicht durch Polizeigegängel und Vermieterdiskussionen gestört werden soll.

Hier finder ihr das vollständige Statement von der Erwerbsloseninitiative BASTA!

Weiterhin findet heute wie gewohnt die Sozialberatung der Initiative in der Schererstr. 8 statt. Dorthin wird heute Abend ab 19 Uhr auch die vorgesehene Veranstaltung “Zwangsräumung und die Krise der Hilfesysteme” verlegt. Details zur der Aktion #bastafewo und weitere Eindrücke dann heute Abend. Denn die Ferien gehen weiter…

Solidaritätserklärung: Ferienwohnung zu Wohnraum!

Dienstag, Januar 19th, 2016
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Ferienwohnungen kollektivieren! Solidarität mit den Mieter*innenkämpfen in Berlin!
Während in Berlin “bezahlbarer Wohnraum” stetig knapper wird, existieren derzeit schätzungsweise 10.000 – 25.000 Ferienwohnungen in der Stadt. Völlig unklar ist es daher, wieviele Wohnungen Geflüchteten, Wohnungslosen oder Prekarisierten entzogen sowie privat oder über Online-Portale wie Airbnb vermarktet werden. Stadtentwicklungs-Senator Andreas Geisel (SPD) kündigte im Dezember vollmundig an, fast alle Ferienwohnungen wieder dem Wohnungsmarkt zurückführen zu wollen. An dem Prinzip der Wohnung als Ware, wird selbstverständlich nicht gerüttelt. Darum liegt es an solidarischen Menschen in dieser Stadt, Leerstand und Ferienwohnungen zu kollektivieren.
Die steigenden Mieten und mit Polizei durchgesetzte Zwangsräumungen, sind ein Produkt der politisch Verantwortlichen. Wir solidarisieren uns daher mit den kämpfenden Mieter*innen in der Koloniestraße, der Berlichingenstraße und allen solidarischen Menschen für eine fortschrittliche Stadtpolitik. Kiezbewohner*innen, wohnungslose Menschen und Geflüchtete lassen sich nicht spalten. Viele Aktive kommen gerade zu diesen kalten Zeiten in der Soldiner Straße 26 zusammen: praktisch vernetzen wir uns mit Nachbar*innen gegen Rassismus, Ausgrenzung und für starke, kämpferische Kieze.
Wir bestimmen selbst, wie wir gemeinsam leben möchten und fordern: Ferienwohnungen und Leerstand besetzen!
Auf twitter könnt ihr die Aktion verfolgen unter #bastafewo
Und das schreiben die Aktivist*innen selber über die Aktion.

Veranstaltung: Zwangsräumungen und die Krise des Hilfesystems

Samstag, Januar 16th, 2016

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Auf dem angespannten Berliner Wohnungsmarkt sind Zwangsräumungen längst selbstverständlich eingesetztes Mittel zur Steigerung der Profite von Vermieter*innen geworden. Im Gegensatz zu anderen Ländern wie Spanien gibt es in Deutschland ein sozialstaatliches Hilfesystem, an das sich räumungsbedrohte Mieter*innen wenden können. Was bietet das Berliner Hilfesystem Menschen, die kurz vor oder nach einer Zwangsräumung stehen, an? Wem hilft das Hilfesystem – wem nicht?

Die Politikwissenschaftlerin Laura Berner wird über die letztes Jahr erschienene Studie „Zwangsräumungen und die Krise des Hilfesystems“ (.pdf) berichten und Beispiele aus der Praxis des Hilfesystems in Wedding und Mitte geben. Im Anschluss wollen wir diskutieren, was eine linksradikale Antwort auf die „Krise des Hilfesystems“ in Berlin und anderswo sein kann.

Am Veranstaltungsort werden auch Menschen von der Erwerbsloseninitiative BASTA! anwesend sein um evtl. Fragen zum Job-Center als fleißigsten Akteur in Sachen Zwangsräumungen zu beantworten.

20.01. | 19 Uhr | Soldiner Str. 26 | Berlin-Wedding