Posts Tagged ‘Antirassismus’

Rassistischer Angriff im Wedding!

Montag, Januar 15th, 2018

Mit Gefühlen der Solidarität für die betroffene Person und Wut gegen die zwei Täterinnen* haben wir von dem rassistisch motivierten Angriff am 09.01.2018 in der Amrumer Straße (Buslinie 221) erfahren.
Nachdem die Täterinnen* sich rassistisch über eine aussteigende Person geäußert hatten, konfrontierte eine im Bus verbliebene Person die Täterinnen* widerständig mit deren rassistischen Äußerung. Daraufhin wurde diese ebenfalls rassistisch beleidigt und in das Gesicht geschlagen.

Wir von ‘Hände weg vom Wedding’ zeigen uns solidarisch mit Deiner kämpferischen, antirassistischen Aktion und möchten Dir die Möglichkeit des Austauschs, der Vernetzung mit beratenden Initiativen oder der Planung gemeinsamer Aktionen anbieten.

Melde Dich gerne über unsere Kanäle.

Solidarische Grüße,
Hände weg vom Wedding

Pressemitteilung der Berliner Kampagne Ban! Racial Profiling

Sonntag, November 5th, 2017

Die Übergriffigkeit der Berliner Sicherheits- und Ordnungspolitik spitzt sich immer weiter zu. Die Intensität der Stimmungsmache durch Behörden und Senatspolitik gegen vermeintlich kriminelle Geflüchtete und Migrant_innen in der Stadt übertrifft sich aktuell in regelmäßigen Abständen selbst. Wir haben uns daher entschieden unsere Kampagne zu verlängern, um der rassistischen Kriminalisierung entgegen zu treten.

Berlin, den 1.11.2017. Im Zentrum der Hetze stehen sogenannte „kriminalitätsbelastete Orte” (kbO) in den Berliner Kiezen, an denen die Polizei anlass- und verdachtsunabhängig kontrollieren darf. Seit der Veröffentlichung von zehn sogenannten Gefahrengebieten im Juni 2017 werben Senatsverwaltung und Medien offen für die Notwendigkeit der polizeilichen Sonderrechtszonen. Argumentiert wird hier entlang rassistischer Stereotype und Bedrohungsszenarien, die jüngst durch rechte Parteien mobilisiert wurden und durch die gesamte politische Landschaft geistern.
Dabei berichten in der ganzen Stadt Schwarze Menschen, People of Color, Rom*nija, Muslim*a und andere Angehörige sichtbarer Minderheiten, dass sie an diesen Orten ausschließlich aufgrund ihrer äußeren Erscheinung ins Visier der Polizei geraten. Diese weigert sich beharrlich, Daten zu ihrem Kontrollverhalten zu veröffentlichen und Diskriminierungen in den eigenen Reihen von einer unabhängigen Stelle verfolgen zu lassen.

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Veranstaltung: Die AfD in Wedding, Mitte, Moabit

Donnerstag, September 1st, 2016

Infoabend/Tresen  | 01.09.2016 | 20 Uhr | Café Cralle

Zunächst die “gute” Nachricht: Wedding hat, anders als andere Bezirke Berlins, kein ausgemachtes AfD-Problem. tumblr_o6l4mgel3p1rypobbo1_1280Wie auch in Moabit ist die Wohndichte von AfD-Funktionär*innen gering und AfD-Plakatiertrupps bekommen hier von der Anwohner*innenschaft regelmäßig zu hören, dass sie unerwünscht sind. Die schlechte Nachricht: Beide Bezirke gehören zu Mitte. Hier ist Beatrix von Storch mit ihrem Verein “Zivile Koalition” ansässig.

Der Verein ist nicht nur maßgeblich für die thematischen Online-Kampagnen der Partei verantwortlich. Das Gebäude dient aus als Materiallager für Parteiwerbung, von wo aus die Infostände und Plakattouren im Großbezirk Mitte geplant und durchgeführt werden. Der Vortrag ist ein Querschnitt durch die im Wedding, in Moabit und Mitte vertretenen AfD-Parteigliederungen und deren politisches Umfeld.

Referent*innen: North East Antifa (NEA)

(Illustration – paulrietzl.de)

Pressemitteilung

Donnerstag, Februar 4th, 2016

Syrian woman expelled from Berlin refugee camp for defending human rights/ Syrische Frau wurde aus Notunterkunft in Berlin hinausgeworfen, weil sie ihre Menschrechte einforderte/ Mujer siria expulsada de un campamento para refugiados en Berlín por exigir derechos

 

English Version Below / versión española abajo

 

Syrische Frau wurde aus Notunterkunft in Berlin hinausgeworfen, weil sie ihre Menschrechte einforderte
Vivian ist eine junge Frau aus Syrien. Sie ist vor dem Bürgerkrieg, der in ihrem Land tobt, und vor den Folgen, wie Arbeitslosigkeit, Hunger und sozialem Chaos geflohen. Alleine ist sie die Route aus dem Mittleren Osten nach Deutschland angetreten. Jedoch ist ihre Geschichte in Deutschland nicht von Zuflucht sondern (symbolischer) Gewalt, Erniedrigung, Frauenfeindlichkeit und Missbrauch geprägt. Die folgenden Ereignisse sind ihre Beschreibungen.
Die Geschichte in Deutschland von Vivian beginnt in der kleinen Stadt, Lübeck, wo sie Asyl beantragte. Sie war dort für insgesamt fünf Tage und ihre ersten Erfahrungen waren ein Desaster. Sie musste einen Raum mit duzend Männern und Frauen teilen, was jeglichen Missbrauch erleichtere. Die Leitung hat weder Informationen herausgegeben noch Hilfe angeboten. Unter diesen Umständen wurde ihr dann mitgeteilt, dass es keinen Platz mehr für sie in dieser Unterkunft gäbe und sie nach Berlin gehen muss. Nachdem sie in Berlin am LAGESO angekommen ist, wurde ihr wieder von den Autoritäten gesagt, dass es kein Platz mehr gäbe und sie nach Frankfurt/Oder gehen muss. Was sie auch tat. Schon nach einigen Stunden wurde ihr wiederum von der Leitung der Unterkunft mitgeteilt, dass diese kein Platz mehr für sie hätten. Zurück in Berlin hat ein Sozialarbeiter sie informiert, dass es immer noch keinen Schlafplatz für sie gäbe. Vivian bat inständig um eine Unterkunft und die Möglichkeit zu duschen. Ohne jegliche Lösung der Behörden bot der Sozialarbeiter Vivian an, in dem Haus seiner Eltern zu bleiben, was Vivian dankbar annahm. Dort blieb sie für drei Tage. Die Familie nahm sie ohne etwas von ihr einzufordern auf. Vivian erklärte, dass sie niemals diese humane Reaktion vergessen werde.
Nach den drei Tagen kehrte sie zum LAGESO zurück, wo sie letztlich, nach langer Wartezeit, in eine Unterkunft gebracht wurde. Diese Unterkunft liegt im Wedding und ist eine Sporthalle der Herbert-Hoover-Oberschule, die als Notunterkunft genutzt wird, und von dem BTB-Bildungszentrum GmbH betrieben wird.

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