Posts Tagged ‘Agnes Reinhold’

Bericht vom Open-Air Kino am 10.09.17 auf dem Leopoldplatz

Donnerstag, September 14th, 2017
Selbstorganisierung von unten statt Verdrängung von oben, für ein selbstorganisiertes Kiezhaus im Wedding!
Dies war das Thema des zweiten Freiluftkinos 2017 auf dem Leopoldplatz. Am Sonntagabend (10.09.2017) wurde der Film “Das Gegenteil von Grau” von Matthias Coers und der Initiative „Recht auf Stadt Ruhr“ gezeigt. Eingeleitet wurde dieser Dokumentarfilm durch eine  Kundgebung mit drei kraftvollen Redebeiträgen. In Gänze waren ca. 150 Menschen vor Ort und zeigten einmal mehr, dass mensch sich städtische Räume sehr niedrigschwellig aneignen und kritisch hinterfragen kann.
Der Leopoldplatz als Veranstaltungsort war nicht zufällig gewählt. Hier verbinden sich sowohl die Themen der Kundgebung, als auch die Inhalte des Films miteinander. In besonders krassem Widerspruch stand das Freiluftkino dieses Mal zum parallel endenden Wedding Markt auf dem Platz, der einer reinen Konsumlogik folgt und an dem sich die Nazareth-Kirchgemeinde bereichert. Naheliegend war es, dass die Kundgebung auch Bezug auf die  mietenpolitischen Proteste der vergangenen Tage nahm. Am Samstag, den 09.09.2017 zog die Demonstration „Wem gehört die Stadt?“ lautstark und wütend durch Berlin, während zuvor, am 08.09.2017 ein mietenpolitischer Aktionstag stattfand.
Im ersten Redebeitrag der Kundgebung stellte sich, wie bereits beim Open-Air Kino im August, die Berliner Kampagne „Ban Racial Profiling – Gefährliche Orte abschaffen” vor und präsentierte zwei, im Zuge der Kampagne entstandene Videoclips mit Selbstzeugnissen von Racial Profiling betroffener Menschen. Diese verdeutlichten nicht nur die rassistischen und diskriminierenden Strukturen hinter verdachtsunabhängigen Polizeikontrollen, sondern auch die individuellen Folgen dieser entwürdigenden Praxis. Diese trifft nicht nur von rassistischen Zuschreibungen Betroffene, sondern auch durch materielle Armut stigmatisierte Menschen. An Orten, wie dem Leopoldplatz werden sie bewusst schikaniert und vertrieben. Während deren Verdrängung auf dem Vorplatz – Privateigentum der Nazareth-Kirchgemeinde – mit Verboten und kommerziellen Veranstaltungen Vorschub geleistet wird, fördert der Senat diese durch die Ermöglichung verdachtsunabhängiger Polizeikontrollen. 

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Info-Abend: Ein Kiezhaus in der Nachbarschaft in Gedenken an Agnes Reinhold

Freitag, Mai 19th, 2017

Kommt zum Infoabend / Join the quick info-event:

Wir wollen einen Ort schaffen, der Strukturen für eine kommunale Selbstorganisierung von Betroffenen bereitstellt. Im Kiezhaus sollen verschiedene Lebensrealitäten in gemeinsame Kämpfe zusammengeführt und verstärkt werden. Nachbarschafts- und Stadtteilräte, sind basisdemokratische Perspektiven die das Leben der hier lebenden menschen jenseits des Staates und der kapitalistischen Verwertungslogik gestalten können.

The idea is to set up a common space wich provides a municipal structure for the peoples struggle. The Kiezhaus should combine the different realities of life in a reinforced and joint struggle. The perspectives are radical democratic neighborhood and district assembly’s for a self-determined life wich operates beyond the logic of a national state and capital exploitation.

Am Abend soll der bisherige Planungsstand, beteiligte Gruppen, Perspektiven und Arbeitsprozesse transparent gemacht werden. Ihr erfahrt vorallem mehr über die Möglichkeiten ein Teil der Organisierung zu werden und die Formen der benötigten Unterstützung. In dem kurzen Vortrag (max. 1 Std.), soll ein Gastbeitrag mehr zur vergessenen Kämpferin Agnes Reinhold vermitteln. Danach besteht die Möglichkeit in offener Runde weiter ins Gespräch zu kommen. Die Website ist noch in Arbeit.

Fr. / 26.05. / 19:00 Uhr / Café Cralle, Hochstädterstr. 10a

Eine Übersetzung wird vor Ort individuell organisiert. Bitte einfach nachfragen! Translation on this evening will be managed individually, do not hesitate to ask!