Wo ist die Weddinger Stadtteilvertretung hin?!

Mensch, Müller! Was ist los mit “Mensch.Müller – Stadtteilvertretung Müllerstraße”: Ist es die kalte Jahreszeit oder sind es doch die von uns prognostizierten Erosionserscheinungen, die diesem scheinpartizipatorischen “Organ” zusetzen? Oder spielt die Stadteilvertretung doch nur ein öffentliches Versteckspiel?

Wir haben am Donnerstag (01. März 2018) versucht, das öffentlich angekündigte Treffen zu besuchen. Dieses krönten wir bekanntlich bereits bei dessen Neuwahl im März 2017 mit einer “Goldenen Mitmachfalle”. Hintergrund der Neuwahlen waren ausbleibende aktive Mitglieder der Vertretung, die Person für Person großteils desillusioniert wegblieben, da eine praktische Beteiligung an bezirklichen Entscheidungen und Artikulation von realen Problemen nicht möglich waren.
Am jenem Donnerstag fanden wir bis 19:30 Uhr lediglich eine leere Aula in der Volkshochschule Wedding vor. Dies könnte eine Erklärung dafür sein, warum seit Dezember 2017 auch keine Protokolle auf der Internetseite veröffentlicht wurden. Diese Protokolle hätten wenigstens eine Sinnhaftigkeit der Stadtteilvertretung simulieren können. Sokönnen die Projektverantwortlichen von Jahn, Mack & Partner, dem Bezirksamt Mitte & Co. weiterhin keine reale Bürger*innenbteiligung vorweisen.

Was nun? Weg vom Schein und hin zum künftigen solidarisch-selbsterbauten Sein: Falls auch ihr keinen Bock auf Mitmachfallen habt und gemeinsam etwas bewegen wollt, beteiligt euch und unterstützt uns beim Aufbau des Kiezhaus Agnes Reinold. Dieser Ort soll Selbstorganisierung von unten für uns alle in der Nachbarschaft ermöglichen. Mehr Infos findet ihr hier:

www.Kiezhaus.org

Wir freuen uns auf Euch!

Das Kiezhaus zu Gast im Theater X

19.03.18 | 19:30 – 22:30 |Theater X |Wiclefstraße 32, 10551 Berlin

Im Rahmen von “21 hours of resistance” ist das „Kiezhaus Agnes Reinhold“ zu Gast im Theater X!

Schnauze voll von rassistischen Kontrollen, Zwangsräumungen, hohen Mieten und sozialer Ausgrenzung? Dann kommt vorbei und zeigt uns eure Vorstellung von einem Kiezhaus.

Am Aufbau des “Kiezhauses Agnes Reinhold” in Wedding arbeiten derzeit viele solidarische Nachbar*innen. Bevor es in diesem Jahr endlich Realität wird, laden wir alle Nachbar*innen und Freund*innen bereits jetzt ein: Lasst das Kiezhaus gemeinsam mit uns für ein paar Stunden ganz real entstehen! Zusammen schaffen wir einen Anlaufpunkt im Kiez für gemeinsame soziale Kämpfe und Kollektivität. Solidarisch kämpfen wir für einen Kiez von unten und eine wirkliche Basisorganisierung. Wie das geht? Finden wir es heraus!

Wir bieten eine spannende Veranstaltung mit Filmen, vielen Infos zum Anfassen und Ausprobieren, persönlichen Gesprächen, ganz praktischen Gestaltungsmöglichkeiten und leckeren Snacks. Packt mit an bei der Gestaltung unserer widerständigen Kieze. Die Veranstaltung lebt von gemeinsamen Ideen und Kämpfen.

Nachbarschaftsaktion gegen Kriminalisierung


In einer gemeinsamen Aktion mit der Kampagne Endstation, wurden am vergangenen Mittwoch (07.03.18) viele Anwohner*innen-Flyer auf dem Leopoldplatz verteilt. Ausführlich aber verständlich wird in diesen das aktuelle sog. “Sicherheitskonzept”, Überwachung mit mobilen Schnüffelwagen (Videoüberwachungswagen) in der Nachbarschaft durch Berliner Senat und Polizei erklärt, kritisiert und entschieden abgelehnt.

Strukturelle Probleme in der Berliner Sozial- und Stadtpolitik mit ordnungspolitschem Überwachungswahnsinn zu begegnen ist ein Zeugnis gesellschaftlicher Perspektiv- und Hilflosigkeit der verantwortlichen Parlamente. In unserem Kiez trifft es die Ärmsten der Armen und jene denen sowieso fast alle Grundrechte aberkannt werden. Die krisenhaften Zustände drücken die herrschende Lokalpolitik und ihre Instrumente auch in der “bunten und weltoffenen” Metropole Berlin in eine politische Sackgasse. Die repressive Bespitzelung unserer Nachbarschaft durch den Schnüffelwagen ist nur ein ohnmächtiger Ausdruck davon.

Hier könnt ihr euch den Flyer durchlesen (PDF)

Haltet Ausschau und meldet den Schnüffelwagen im Einsatz!

Mehr Hintergründe zum Schnüffelwagen:
http://haendewegvomwedding.blogsport.eu/?p=2461

Bericht: Keine Ruhe der AfD in Wedding und Mitte!

Resümee zum Besuch der AfD-Veranstaltung am 23.02.2018 im Rathaus Mitte

Wie die AfD versuchte ihre rassistische Propaganda als Bürger*innendialog zur geplanten Umbenennung von nach Kolonialverbrechern benannten Straßen zu inszenieren und grandios scheiterte:

Bereits das von AfD-Mitgliedern besetzte Podium und die angestrebte Rededominanz der Moderation (Sabine Schüler, stellv. Vorsitzende der AfD-Fraktion BVV Mitte) und des Monologes des AfD-Bundestagsabgeordneten Götz Frömming, entlarvte die ganze Veranstaltung (“Straßenumbenennung: moderner Kolonialismus?”) schon zu Beginn als Scheindialog. Organisiert wurde diese von der AfD-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Mitte.
Von Beginn an ließen sich die dutzenden anwesenden Antirassist*innen und Antifaschist*innen jedoch nicht durch Drohungen und das erzwungene Verlassen einer widerständigen Person zum Schweigen bringen. Deutlich und immer wieder sehr lautstark machten wir Frömming und Co. klar, dass wir nichts auf ihr schmieriges Gerede geben. Deutlich in der Mehrheit ließen wir mit konkreten und solidarischen Gegenargumentationen der rassistischen Scheiße keinen Raum.
Die vollkommen überforderte Moderatorin hatte dem nichts entgegenzusetzen und musste schließlich die eigenen Filmenden und Fotografierenden dazu auffordern, Anwesende nicht direkt zu filmen.

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