Rassistischer Angriff im Wedding!

Mit Gefühlen der Solidarität für die betroffene Person und Wut gegen die zwei Täterinnen* haben wir von dem rassistisch motivierten Angriff am 09.01.2018 in der Amrumer Straße (Buslinie 221) erfahren.
Nachdem die Täterinnen* sich rassistisch über eine aussteigende Person geäußert hatten, konfrontierte eine im Bus verbliebene Person die Täterinnen* widerständig mit deren rassistischen Äußerung. Daraufhin wurde diese ebenfalls rassistisch beleidigt und in das Gesicht geschlagen.

Wir von ‘Hände weg vom Wedding’ zeigen uns solidarisch mit Deiner kämpferischen, antirassistischen Aktion und möchten Dir die Möglichkeit des Austauschs, der Vernetzung mit beratenden Initiativen oder der Planung gemeinsamer Aktionen anbieten.

Melde Dich gerne über unsere Kanäle.

Solidarische Grüße,
Hände weg vom Wedding

Kolonie Togo im Wedding

Rassismus geht uns alle an! Niemand kann sich davon freimachen und täglich findet die rassistische Praxis im Denken und Handeln Anwendung. Dies zeigt sich mal wieder im Kleingartenverein “Togo”, wo ein Eisernes Kreuz auf einer Schwarz-Weiß-Roten Fahne (Reichskriegsflagge) wochenlang hängt, ohne das aktiv dagegen vorgegangen wird.

Scheinbar sind Monarchie, Untertanentum, Kolonialismus, Militarismus und soziale Verelendung genau die gesellschaftlichen Eckpfeiler, in denen sich so manche Pächter*innen im Verein wiederfinden wollen. Auch der koloniale Bezug im Namen des Vereins ist seit Jahrzehnten immer wieder problematisiert worden. Gerade eine “Dauerkleingartenkolonie Togo” im sogenannten “Afrikanischen Viertel” ist ein bitteres Beispiel des fortwährenden deutschen Kolonialismus. Neben der zukünftigen Umbenennung von, nach deutschen Kolonialverbrechern benannten Straßen, wäre die Änderung des Namens der Kleingartenkolonie längst überfällig. Das sich der Vorstand des Vereins dazu hinreissen lässt, erscheint fraglich.

Gegen die Normalisierung solcher Zustände und die stumme Inkaufnahme menschenverachtender Symboliken in mitten unserer Nachbarschaft müssen wir alle aktiv werden!

Der Verein freut sich sicher über aktive antirassistische Mitarbeit und Hinweise über ihre Pächter*innen! Kein Raum für Rassismus und Faschismus. Auch nicht in der Laube…

Anschrift des Vereins
Müllerstraße 102-112, 13351 Berlin
Tel. 030 4527915

Verdrängt in Berlin: Folge 33 – Widerstand gegen das Verdrängungsregime

Unsere Daily-Soap geht weiter! Von heute bis Donnerstag werden wir jeden Abend eine neue Folge “Verdrängt in Berlin” veröffentlichen, bevor es am Freitag (12.1.2018 um 19 Uhr im FAU-Lokal, Grüntaler Str. 24)  zum großen Staffelfinale der mittlerweile 4. Staffel kommt! Wir lesen und inszenieren das Beste aus 34 Folgen!

Um es der Martina-Schaale-Hausverwaltung schön weihnachtlich zu machen, bekommt sie seit dem 1.12. nach und nach einen schicken, selbstgebastelten Adventskalender zugeschickt: Jeden Tag kommt eine Folge von „Verdrängt in Berlin“ direkt ins Büro der Verwaltung geflattert.

Da wir davon ausgehen, dass sich nicht nur unsere Verwandten und Freunde über nette Anrufe freuen, sondern auch die Hausverwaltung, Basilio di Ronco (der Chef der Großvenediger GmbH) und der klagende Rechtsanwalt Hans Georg Helwig, riefen Anfang Dezember gleich ganz viele bei ihnen an. Die Telefonate wurden gleich dazu genutzt um sie zur Rücknahme der Kündigung der WG aufzufordern.

Hier sind nochmal alle relevanten Telefonnummern:
Hausverwaltung Martina Schaale
+49 (30) 21799960 (9-17 Uhr)
+49 (30) 319 92 668
0173 6003838 (Notfallnummer, es geht um einen Wohnungsnotfall)
+49 30814591342 (klagender Rechtsanwalt Hans Georg Helwig)
+39 3299507846 (Chef der Großvenediger GmbH, Basilio di Ronco, spricht italienisch und englisch, italienische Nr.)

Die Protestaktionen sollen nun Schritt für Schritt ausgeweitet werden, so lange bis alle Kündigungen und Klagen abgeschmettert sind.

Parallel dazu werden auch andere politische Möglichkeiten genutzt. Mehrere befreundete Politikerinnen versuchen, die Beschlagnahmung der Wohnung durch das Bezirksamt durchzusetzen. Das Bezirksamt kann unter bestimmten Voraussetzungen Wohnungen beschlagnahmen um Wohnungs – oder Obdachlosigkeit abzuwenden.

Verdrängt in Berlin: Folge 32 – Schikanen der Hausverwaltung

Unsere Daily-Soap geht weiter! Von heute bis Donnerstag werden wir jeden Abend eine neue Folge “Verdrängt in Berlin” veröffentlichen, bevor es am Freitag (12.1.2018 um 19 Uhr im FAU-Lokal, Grüntaler Str. 24)  zum großen Staffelfinale der mittlerweile 4. Staffel kommt! Wir lesen und inszenieren das Beste aus 34 Folgen!

Das Geld, das die Vermieterin von der Mieter*innenschaft kassiert, wird für zahlreiche „Verbesserungen“ genutzt. Zum Beispiel wurden erst die Fahrradbügel entfernt, woraufhin einige Mieter*innen die Räder in den Keller stellten. Dann wurde die Grünanlage im Innenhof plattgemacht und zugepflastert; nur ein einziger Strauch steht noch dort, wo er war. Die Wohnqualität wurde auch dadurch drastisch erhöht, dass das Treppenhaus grau gestrichen wurde. Selbstverständlich alles ohne vorher die Mieter*innenschaft zu fragen, ob sie das überhaupt wünscht. Eines Tages waren plötzlich unangekündigt alle Schlösser der Kellertüren ausgetauscht und die Mieter*innen bekamen trotz mehrfacher Aufforderung und Versprechen seitens der Hausverwaltung keine Schlüssel. Wer in den Keller wollte, musste hoffen, dass der Hausmeister öffnet oder hatte Pech gehabt. Zeitgleich mit den Angriffen des Verdrängungsregimes wächst aber auch die Solidarität mit der WG und der Widerstand.

Am Freitag, den 1.12., haben Aktive aus der WG zusammen mit „Hände weg vom Wedding“ vor der Dubliner Straße 8 Flyer verteilt und über die drohende Zwangsräumung und den Widerstand dagegen informiert. Die Resonanz war ausgesprochen positiv. Es wurden viele Gespräche geführt, Kontakte geknüpft, Menschen eingeladen und viele berichteten auch von anderen Fällen von Mietsteigerungen und Verdrängung in der Nachbarschaft. Neben den erwärmenden Gesprächen gab es Glühwein um der Kälte zu trotzen.


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