April der Mietenkämpfe!

 

* Samsatg 30.03, ab 12Uhr, Leopoldplatz, Kundgebung und Erzählcafé – Geschichten der Verdrängung
Gemeinsam wollen wir uns über unsere Erfahrungen von Verdrängungen und steigenden Mieten austauschen und schauen, wie wir uns in Zukunft weiter dagegen wehren können.
Wir brauchen dazu noch eure Geschichten der Verdrängung. Kommt vorbei und erzählt, was ihr bereits für Erfahrungen gemacht habt.
Es gibt auch dort die Möglichkeit uns bereits direkt anzusprechen, sich kennenzulernen und einzubringen.

* Sonntag 31.03, 14Uhr, Pariser Platz, Kundgebung an der französischen Botschaft gegen Zwangsräumungen
In Frankreich endet mit dem 31.03. die Winterpause für Zwangsräumungen. Als solidarisches Netzwerk wollen wir ebenso über die Landesgrenzen hinweg auf das Thema aufmerksam machen und uns für ein generellen Stopp von Zwangsräumungen überall einsetzen.

* Donnerstag 04.04., 20Uhr, Café Cralle – Hochstädter Straße 10, Infoveranstaltung
Bei dem April-Tresen von Hände weg vom Wedding stellt Lisa Vollmer ihr Buch “Strategien gegen Verdrängung” vor. Dort wollen wir gemeinsam schauen, welche möglichen Ansätze sich für uns als Stadtpolitische Aktivist*Innen vor Ort ergeben und wie wir sie umsetzen können.

* Samstag 06.04., 11Uhr, Leopoldplatz, Kundgebung und Vortreffpunkt zur Mietenwahnsinnsdemo
Als betroffene und kämpfende Mieter*Innen aus dem Wedding wollen wir gemeinsam zur Mietenwahnsinnsdemo fahren und dort auch geschlossen in den Interkiezionalen Block gehen. Wir wollen diese Möglichkeit nutzen uns weiter zu vernetzen, uns kennenzulernen und auszutauchen.
Angestrebt ist es 12Uhr vom Leopoldplatz über die Osloerstraße mit der U-Bahn zu fahren.

* Dienstag, 30.04., 17Uhr, Leopoldplatz, Demo: Unsere Häuser – Unser Kiez – gegen die Stadt der Reichen
Auch im diesen Jahr findet wieder die mieten-politische Demonstration im Wedding statt. Wir wollen gegen den Ausverkauf unserer Häuser, gegen die Verdrängung und die Stadt der Reichen auf die Straße gehen. Kommt mit, nehmt eure Nachbar*innen mit, bringt euch ein.
Weitere Infos zur Demo folgen.

Erklärung für die Pressekonferenz des #Mietenwahnsinn Bündnis im Rahmen der Demonstration am 6. April 2019

Die Erklärung richtet sich an Nachbar*innen und Pressevertreter*innen auf der Pressekonferenz des Mietenwahnsinn-Bündnis vom 26.03.2019 in Berlin:
Als langjährig bestehende stadtteilpolitische Gruppe „Hände weg vom Wedding“, rufen wir zur Teilnahme an der berlinweiten #Mietenwahnsinn-Demonstration auf.
Durch unsere Arbeit im Stadtteil Wedding, sind wir nur zu gut mit den menschenverachtenden Folgen neoliberaler und rassistischer Stadtumstrukturierung vertraut. In den vergangenen Jahren erleben wir im Wedding, so wie in allen anderen Stadtteilen auch, wie Berlin noch unverhohlener zur Beute renditegieriger Investor*innen wird. Das Credo des „Bauen! Bauen! Bauen!“ bedeutet die Errichtung teurer Mikroappartements (sogenannter Studiappartements, bspw. das Youniq sowie das Campus Viva I & II) und die unsoziale Aufwertung(Gentrifizierung) ganzer Kieze. Die Spekulation mit Wohnraum resultiert in einem massiven Verdrängungsdruck. Diese unsozialen Prozesse werden mit ordnungspolitischen Maßnahmen wie rassistischen Polizeikontrollen/Racial-Profiling (bspw. am Leopoldplatz) sowie der brutalen Räumung von Zelten von obdachlosen Menschen durch den grünen Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel flankiert, um soziale Widersprüche aus der öffentlichen Wahrnehmung zu drängen. 
Sauberkeit und Ordnung für die Durchsetzung von Invesor*inneninteressen und eine attraktivere Vermarktung unserer Kieze? Ohne uns.
Die akute Wohnungsnot ist für Senat und Invesor*innen scheinbar nicht der Anlass, konkrete Maßnahmen zur Schaffung von kostengünstigen Wohnraum zu ergreifen. Vielmehr wird weiterhin dem enfesselten Immobilien-Markt die Versorgung mit Wohnraum überlassen, während durch steigende Mieten und Zwangsräumungen Menschen weiter aus ihren Wohnungen verdrängt werden. Große, millardenschwere Wohnungsunternehmen wie Vonovia, Akelius, Deutsche Wohnen, ADO und weitere pressen zeitgleich fleißig überhöhte Mieten ab. All diejenigen, die sich bespielsweise in Niedriglohnjobs verdingen oder als asylsuchende Menschen ihr Leben in sogenannten „Modularen Unterkünften für Flüchtlinge (MUF)“ fristen müssen, haben fast keine Perspektiven für menschenwürdigen und letztlich bezahlbaren Wohnraum. 
Darum sagen wir: Gemeinsam kämpfen!
Spaltungsmechanismen wie Rassismus und soziale Ausgrenzung müssen solidarisch überwunden werden. Für uns bedeutet dies praktisch, öffentliche Aktionen und Räume zu schaffen, um zusammen zu kommen, uns zu vernetzen, um gemeinsam gegen Diskriminierung und kapitalistische Unterdrückung zu kämpfen. Seit dem Herbst des vergangenen Jahres haben wir mit dem Weddinger „Kiezhaus Agnes Reinhold“ einen Ort geschaffen, an dem sich kontinuierlich Nachbar*innen vernetzen und politische Perspektiven von unten entwickeln. 
Im Wedding bestehen viele aktive Kämpfe für eine Welt jenseits der kapitalistischen Kälte. 
Diese werden wir am 30. April 2019 sichtbar machen, wenn wir mit der Demonstration unter dem Motto „Unsere Häuser, unsere Kieze – gegen die Stadt der Reichen“ im Wedding auf die Straße gehen. Doch bereits am 30. März 2019 findet eine Mieter*innen-Kundgebung gegen Verdrängung, steigende Mieten und den Ausverkauf unserer Häuser auf dem Leopoldplatz statt.

April-Tresen: Mieter*innenprotest und Strategien gegen Gentrifizierung

 

04.04.2019 | 20 Uhr | Mieter*innenprotest und Strategien gegen Gentrifizierung | Café Cralle, Hochstädter Str. 10A, 13347 Berlin

Seit Jahren wird gesagt, dass der Wedding „im Kommen ist“. Irgendwie ist er immer noch nicht da, aber die Mieten steigen trotzdem. Beim „Hände weg vom Wedding“ Tresen im April wollen wir mit Lisa Vollmer, Autorin des Buchs „Strategien gegen Gentrifizierung“, darüber sprechen, welche Formen der Gentrifizierung es gibt und welche Gegenstrategien daraus folgen. Darüber hinaus wollen wir die Fragen diskutieren, wie sich Kämpfe von Mieter*innen mit anderen sozialen Kämpfen verbinden lassen und wie ein schlagkräftige Mieter*innenorganisierung im Wedding geschaffen werden könnte? Zusätzlich gibt es die letzten Infos zur Demo am 06. April 2019.

Kommt vorbei! Unterstützt Organisierungsprozesse im Kiez und genießet unseren traditionellen Soli-Cocktails “Roter Wedding”!

Der 8. März 2019 – Diskussion zu feministischen Streik- und Widerstandstraditionen

Im Zuge des 8. März wollen wir während des Tresens am 7. März 2019 über verschiedene feministische Widerstandskämpfe von Frauen*Trans*Inter* Menschen diskutieren. Dabei wird es sowohl um die feministischen Kämpfe und die Frauen*revolution in Rojava sowie über die Geschichte des 8. März und feministische Streikpraxis in Deutschland gehen. Außerdem wollen wir darüber berichten, was am 8. März 2019 in Berlin passieren wird und gemeinsam mit euch darüber diskutieren, wie unser Streik aussehen kann.

07.03.2019 | 20 Uhr | Café Cralle, Hochstädter Str. 10A, 13347 Berlin

Mehr Infos zum Frauen*streik unter frauenstreik.org


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