DSC1107Am Samstag den 16. August fand auf dem Sparrplatz im Sprengelkiez (Berlin-Wedding) ein Fußballturnier unter dem Motto „Kick it! Rassismus und soziale Ausgrenzung wegkicken“ statt. Über 100 Spieler_innen folgten dem Aufruf des Bündnisse „Hände weg vom Wedding“ und Roter Stern Berlin, um sportlich gegen rassistische Ausgrenzung und steigende Mieten im Kiez zu protestieren.

Schon vor Veranstaltungsbeginn versammelten sicDSC1077h viele Kiezbewohner_innen auf dem Bolzplatz. Schnell wurde klar, dass es zu viele Teams für ein Feld gab. So wurde kurzerhand ein zweites Turnier organisiert. Die Unter-14-Jährigen spielten somit eine Ecke weiter, auf dem Bolzplatz in der Lynarstraße. Einziger Wermutstropfen an diesem Nachmittag war, dass sich trotz explizitem, wiederholten Aufruf, als „mixed Teams“ anzutreten, die meisten Mannschaften aus rein männlich sozialisierten Menschen zusammensetzten. Für kommende, ähnliche Veranstaltungen wird eine solche Situation von den veranstaltenden Gruppen kritisch reflektiert und diskutiert werden. Gespielt wurden jeweils 7 Minuten.

Es wurde drauf geachtet, dass die Spiele freundschaftlich, fair und respektvoll ablaufen.

DSC1150Auch ein kurzer Regenschauer hielt die meisten Spieler_innen nicht davon ab, das Turnier zu Ende zu spielen und so wurden gegen 19 Uhr den Gewinner_innen Preise überreicht

Begleitet wurde das Turnier von Djs aus dem Beat Kollektiv, die zu einer entspannten Stimmung auf dem Sparrplatz beitrugen. Youssef, ein Künstler aus dem Umfeld des i, Slams, thematisierte Rassismus und Anti-Rassismus aus einer muslimischen Perspektive. 
Außerdem wurden in Redebeiträgen Probleme im Kiez wie steigende Mieten, neoliberale Stadtumstrukturierungen, rassistische Polizeikontrollen und Schikane auf dem Amt angesprochen.

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