In Berlin wird bezahlbarer Wohnraum dringend benötigt. Das Credo von Privatwirtschaft und Senat lautet weiterhin: Bauen! Bauen! Bauen!
Doch was wird eigentlich von wen für wen gebaut?
Sind die im Wedding entstehenden Neubauten tatsächlich in der Lage, den Mangel an Wohnraum für Transferleistungsempfänger*innen (bspw. Hartz 4), Geflüchtete, Alleinerziehende, Auszubildende, etc. zu decken? Wir haben bei unserer Veranstaltung Anfang Oktober einen kleinen Blick hinter aktuelle Neubauprojekte auf dem kapitalistischem Wohnungs- und Gewerbemarkt geworfen und stellen diese hier vor.

Scheringstraße/ Hussitenstraße, 13355 Berlin

Der Immobilienmarkt als Spekulations- und Anlageobjekt ist in Berlin beliebter denn je. Und daher hat es auch die Schweizer „Townscape One Developement GmbH & Co. KG” nach Berlin-Wedding verschlagen. Hier sollen 9300 Quadratmeter Gewerbeflächen für Büros, Gastronomie und Events entstehen und den Kiez als „kreativer Stadtteil” verstärkt für die Kreativindustrie/ Start-Ups vermarkten. Dass hier nicht die unter starkem Verdrängungsdruck stehenden Einzelhandelsläden/ Kleingewerbe als Kund*innen neue Gewerberäume finden sollen, macht schon der neoliberale Leitspruch zum Baprojekt unmissverständlich klar:

„Grow! Der Name ist nichts weniger als die Forderung nach Wachstum, jenem Business-Elexier, das jedernUnternehmer antreibt- jeden mit Ambitionen jedenfalls.”

Das Unternehmen initiiert neue Bauprojekte dort, wo Gewerbeflächen stetig teurer werden. Über eigene Projekte will „Townscape One Developement GmbH & Co. KG” kräftig am profit- und renditeorientierten Markt mitmischen und die Mietpreise weiter nach oben treiben. Neben Bauprojekten in Dresden, Leipzig, Frankfurt und Iserlohn, sind sie an einem zweiten im Wedding ebenfalls federführend. Dieses stellen wir euch demnächst vor!

Ihr seid selbst von Verdrängung betroffen und/ oder möchtet Euch gegen Mietenwahnsinn einbringen? Kommt zum nächsten Treffen vom #NetzwerkZusammenfürWohnraum.

Kampagne: Verdrängung beginnt hier!