Plakat10
Schon bei der ersten Verhandlung der WG vor dem Amtsgericht Wedding wurde schnell klar, dass viele Behauptungen der Hausverwaltung einfach nicht wahr sind. Kleinlaut musste der gegnerische Anwalt eine Lüge nach der anderen zu Protokoll geben. Die WG hätte seit April keine Miete gezahlt – gelogen. Es würden Mietrückstände bestehen – gelogen. Und auch die Behauptung, die WG sei nicht berechtigt, die Betriebskostenvorauszahlungen zu kürzen, ist laut Gericht ebenfalls falsch. Bei all diesen Unwahrheiten handelt es sich wohl um die „kreativen rechtlichen Lösungen“, welche der Anwalt Hans Georg Helwig auf seinem XING-Profil anbietet.
Als Konsequenz aus der Enttarnung ihrer Vorwürfe kehren Hausverwaltung und Rechtsanwalt jedoch nicht zur Wahrheit zurück. Stattdessen denken sie sich neue Winkelzüge aus, mit denen sie die WG herauszuklagen versuchen. So wurde aus einem Gast der WG plötzlich ein „unerlaubter Untermieter“, wodurch die Wohnung „überbelegt“ wäre. Wenn der Anwalt bei der Gerichtsverhandlung zugehört hätte, wüsste er, dass eine der Hauptmieterinnen schon seit 3 Jahren nicht mehr in der WG wohnt. Außerdem wäre die Wohnung selbst dann nicht überbelegt, wenn man den Gast dazu zählen würde. Trotz der dünnen Faktenlage forderte die Vermieterin eine Mitteilung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Gastes unter Setzung einer Frist von weniger als 3 Tagen. Datenschutz und Persönlichkeitsrechte sind bei der „Martina Schaale Hausverwaltung“ wohl Fremdwörter. Deshalb blieb sie wahrscheinlich auch stumm, als die WG nach der Rechtsgrundlage für diese Forderung fragte. Wenn also die Vermietung oder Hausverwaltung mit komischen Briefen stresst, sei nicht dumm und frag nach! Manches Problem erledigt sich so von ganz alleine.

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