Archive for the ‘Aktuell’ Category

Neue Website!

Sonntag, Mai 12th, 2019

Aktuelle Beiträge und Infos rund um die Arbeit von „Hände weg vom Wedding!“ erscheinen ab sofort unter folgender Adresse:

https://www.unverwertbar.org

In den nächsten Wochen wird eine automatische Weiterleitung auf diese Seite eingerichtet. Gegen Ende des Jahres werden wir nur noch unter https://www.unverwertbar.org erreichbar sein! Ältere Inhalte und Materialien werden auf der neuen entstehenden Seite aufbereit und zur Verfügung gestellt.

Der ultimative Plan für die Kampftage um den 1. Mai

Mittwoch, April 24th, 2019

Wir haben euch den ultimativen Plan für die Kampftage um den 1. Mai zusammengestellt:

🚩 28.03 | 14 Uhr | Run for Rebels | Nazarethkirchstraße / Ecke Maxstraße

🚩 30.04 | 17 Uhr | Demo: Unsere Häuser, unsere Kieze – Gegen die Stadt der Reichen! | Leopoldplatz

🚩 01.05 | 9:30 Uhr |Klassenkämpferischen Block auf der DGB-Demonstration | Hackescher Markt

🚩 01.05 | 10:00 Uhr | Kein Raum der AfD! | Pankow

🚩 01.05 | 12:30 Uhr | Politischer Stadtspaziergang zum Blutmai 1929 | Nettelbeckplatz

🚩 01.05 | 15:00 Uhr | Essen & Lesung: Barrikaden am Wedding | Kiezhaus Agnes Reinhold

🚩 01.05 | 18:00 Uhr | Revolutionäre 1. Mai Demonstration | Wismarplatz

🚩 03.05 | 20.30 | Tresen: Wie funktioniert HWVW? | Café Cralle

 

Stadtspaziergang und Lesung: Wir gedenken 90 Jahre Weddinger Blutmai 1929 und dem antifaschistischem Widerstand

Mittwoch, April 17th, 2019

Liebe Nachbar*innen,

90 Jahre ist es her, da war ordentlich was los bei uns im Wedding am 01. Mai 1929. Und genau wie heute nutzten auch damals schon Arbeiter*innen, Nachbar*innen und alle Unterdrückten diesen Tag, um auf die Straße gehen. Der Wedding war schon immer ein Ort, an dem die Ausgebeuteten und Abgehängten dieser Gesellschaft lebten. Daher waren diese Proteste zum 01. Mai 1929 im Wedding besonders groß und kräftig. Hundertausende wollten damals auf die Straße. Ihre Themen waren ähnliche wie heute: zu hohe Mieten, zu niedrige Löhne, Stress mit der Polizei und vieles mehr. Auch damals schon war der Protest den Herrschenden ein Dorn im Auge. Sie schickten, angeführt von dem damaligen Polizeipräsidenten Zörgiebel (SPD), ihre Schlägertrupps. Es wurden aus ganz Deutschland Polizisten zusammengezogen. Ihnen wurde eingetrichtert, in Berlin die “kommunistische Gefahr” niederknüppeln zu müssen. Was dann folgte, ist als sogenannter “Blutmai” in die Geschichte eingegangen. Die Polizei richtete ein Blutbad unter den Weddinger Arbeiter*innen an. Diese wehrten sich, doch es blieb ein ungleicher Kampf: Mindestens 33 Arbeiter*innen zahlten mit ihrem Leben. Die Polizei verschoss über 12.000 Schuss scharfe Munition, teilweise auch direkt durch die Fenster der Wohnungen, die einfach an der Straße lagen.

Wir wollen zusammen mit euch diese Geschichte wieder sichtbar machen. Dazu laden wir euch am 01. Mai 2019 ein, mit uns einen Stadtspaziergang durch unseren Kiez zu machen. Wir gehen an die Orte, an denen vor 90 Jahren schon Weddinger Arbeiter*innen kämpften. Wir wollen dabei aus der Geschichte lernen. Unsere Kämpfe gelten heute steigenden Mieten, rassistischen Polizeikontrollen und Ausbeutung auf der Arbeit. Es sind (fast) die gleichen wie damals.

Im Anschluss wird es ein kleines Buffet im Kiezhaus Agnes Reinhold geben, wo wir Szenen aus dem Buch “Barrikaden am Wedding” von Klaus Neukrantz vorlesen werden. Wir freuen uns auf euer erscheinen. Für einen kämpferischen 1. Mai im Wedding.

10:00 Uhr, Hackescher Markt
Klassenkampfblock – Gewerkschaftsdemonstration

12:30 Uhr, Nettelbeckplatz (Brunnen)
Politischer Stadtspaziergang zum Blutmai 1929

15:00 Uhr, Afrikanische Str. 74
Essen u. Lesung “Barrikaden am Wedding“ im Kiezhaus

Aufruf zur Demonstration: Unsere Häuser, unsere Kieze. Gegen die Stadt der Reichen!

Dienstag, April 9th, 2019

Am 30. April 2019 gehen wir gemeinsam auf die Straße. Steigende Mieten, Zwangsräumungen und Wohnungslosigkeit, Stress auf dem Jobcenter, rassistische Polizeikontrollen und zunehmende Überwachung: Gründe gibt es genug! Viele von uns sind nur zu gut mit den menschenverachtenden Folgen kapitalistischer und rassistischer Stadtpolitik vertraut. Die Spekulation mit Wohnraum von Investor*innen wie Deutsche Wohnen, Akelius & Co. sind Ausdruck eines brutalen Verdrängungsprozesses.

Die rot-rot-grüne Landesregierung vermarktet Berlin als Kapitalstandort, wo Wohnraum vor allem zur Erwirtschaftung von Profiten dient. Besetzungen von Leerstand und die Proteste gegen Zwangsräumungen werden mit Polizeigewalt unterdrückt. Immer noch gibt es jedes Jahr mehr als 3000 Zwangsräumungen. Solange Wohnraum eine Ware ist, sind wir von einem „Menschenrecht auf Wohnen“ weit entfernt. Dieses System produziert täglich Obdachlosigkeit und Angst um die eigene Existenzgrundlage. Zusammen stehen wir in den Kiezen gegen diese Politik von Unterdrückung und einer zunehmenden Überwachung.

Die derzeitige Situation wurde von Menschen gemacht und kann von uns verändert werden. Dafür müssen wir uns als Ausgebeutete und Unterdrückte zusammenschließen. Darum sagen wir: Gemeinsam kämpfen! Spaltungsmechanismen wie Rassismus und soziale Ausgrenzung werden nur solidarisch überwunden.

Die große #Mietenwahnsinns-Demonstration mit Zehntausenden von Menschen hat gezeigt, wie viele inzwischen entschlossen sind, die neoliberale Gesellschaftsordnung nicht länger hinzunehmen. Unsere Alternativen sind Solidarität und Selbstverwaltung in den Kiezen. Orte wie das „Kiezhaus Agnes Reinhold“ sowie die vielen widerständigen Mieter*innen und Projekte [1] zeigen, dass im Wedding und in ganz Berlin viele Ideen und Ansätze für eine Welt jenseits der kapitalistischen Kälte bestehen. Wir unterstützen die Forderung, große Immobilienkonzerne zu enteignen und der Spekulation mit Wohnraum ein Ende zu setzen.

Überlassen wir unsere Kieze und Häuser nicht den Reichen. Gemeinsam zeigen wir am 30.04. im Wedding, dass täglich Kämpfe um Würde geführt werden. Führen wir sie gemeinsam! Menschenwürde statt fette Rendite und Profit.

Demonstration | 30. April 2019 | 17 Uhr | Leopoldplatz (Berlin-Wedding)

Außerdem rufen wir zur Teilnahme auf:

Klassenkämpferischer Block | DGB-Demonstration | 1. Mai 2019 | 9:30 Uhr | Hackescher Markt

Mehr Details zur Demo, die Route und weitere Informationen erhaltet ihr in den kommenden Tagen unter http://organizeberlin.blogsport.eu

[1] Wir solidarisieren uns mit den Kämpfen gegen Verdrängung von Mieter*innen und Projekten wie dem Syndikat, Potse/ Drugstore, G17, Dubliner8, Kolonie10, AmMa65, der Rummelsburger Bucht und vielen mehr!