Film-und Infoabend: Besetzungen und Widerstand im Wedding – Rebellische Kiezgeschichte

01.06.2017 | 20.00 Uhr |Café Cralle

Die Geschichte des „Roten Wedding“ der 1920er und 1930er Jahre ist in unserem kollektiven Gedächtnis tief verankert. Die Kämpfe von jugendlichen Trebern, Hausbesetzer*innen und Arbeiter*innen in den 1970er und 1980er hingegen kaum. Wir wollen mit euch gemeinsam eine selbstgemachte Dokumentation über ein besetztes Kinder- und Jugendzentrum im Wedding anschauen. Von einer beteiligten Aktivistin wollen wir danach mehr von den Kämpfen gegen die Kahlschlag-Politik und für “Freiräume” erfahren. Wir wollen zusammen Bewegungswissen kollektivieren und Kontinuitäten zu den heutigen selbstorganisierten Kämpfen ziehen.

Wo: Café Cralle
Hochstädterstr. 10A
13347 Berlin-Wedding

U6/9 Leopoldplatz
U9 Naunerplatz
Tram M13 und 50: Osram-Höfe

Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung aktiv werden. Davor, dabei und danach genießen wir den Soli-Cocktail Klassiker: „Roter Wedding“.

 

Rassistische Polizeikontrollen und die andauernde Frage „wo man herkommt“ wegen nicht-weißer Hautfarbe  – eine U-Bahn Haltestelle und Straßen mit eindeutigen rassistischen und kolonialen Namensbezügen und ein ganzer Industriezweig, der extrem profitorientiert an der Situation von asylsuchenden Menschen verdient. All dies sind nicht Ausschnitte eines Zustandes, der sich an einem vermeintlichen rechten Rand der Gesellschaft der Gesellschaft befindet. Sie zeigen vielmehr eine Struktur, die sich gesamtgesellschaftlich auf allen Ebenen erstreckt und immer in neunen Formen zum Vorschein kommt.

Die Veranstaltungen sind Teil einer Veranstaltungsreihe zu den Themen Rassismus, Flucht und Kolonialismus organisiert vom Hände weg vom Wedding Bündnis und dem Antira & Antirep Referat der Beuth Hochschule.

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Info-Abend: Ein Kiezhaus in der Nachbarschaft in Gedenken an Agnes Reinhold

Kommt zum Infoabend / Join the quick info-event:

Wir wollen einen Ort schaffen, der Strukturen für eine kommunale Selbstorganisierung von Betroffenen bereitstellt. Im Kiezhaus sollen verschiedene Lebensrealitäten in gemeinsame Kämpfe zusammengeführt und verstärkt werden. Nachbarschafts- und Stadtteilräte, sind basisdemokratische Perspektiven die das Leben der hier lebenden menschen jenseits des Staates und der kapitalistischen Verwertungslogik gestalten können.

The idea is to set up a common space wich provides a municipal structure for the peoples struggle. The Kiezhaus should combine the different realities of life in a reinforced and joint struggle. The perspectives are radical democratic neighborhood and district assembly’s for a self-determined life wich operates beyond the logic of a national state and capital exploitation.

Am Abend soll der bisherige Planungsstand, beteiligte Gruppen, Perspektiven und Arbeitsprozesse transparent gemacht werden. Ihr erfahrt vorallem mehr über die Möglichkeiten ein Teil der Organisierung zu werden und die Formen der benötigten Unterstützung. In dem kurzen Vortrag (max. 1 Std.), soll ein Gastbeitrag mehr zur vergessenen Kämpferin Agnes Reinhold vermitteln. Danach besteht die Möglichkeit in offener Runde weiter ins Gespräch zu kommen. Die Website ist noch in Arbeit.

Fr. / 26.05. / 19:00 Uhr / Café Cralle, Hochstädterstr. 10a

Eine Übersetzung wird vor Ort individuell organisiert. Bitte einfach nachfragen! Translation on this evening will be managed individually, do not hesitate to ask!


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