Solidarität mit der Besetzung einer Ferienwohnung am Maybachufer

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Dicken Respekt an die Aktivisten*innen!

In Berlin hat die kapitalistische Verwertung von Wohnraum eine neue und besorgniserregende Dimension angenommen. Wohnen wird vor allem für Menschen mit weniger Geld immer mehr zu einem Luxusgut. Insbesondere geflüchtete Menschen finden kaum Zugang zum Wohnungsmarkt und sind gezwungen in menschenunwürdigen Massenunterkünften zu leben. Mit leeren Versprechungen, verlogenen Gesetzen, brutaler Polizeigewalt setzt die Politik die Interessen der Investoren*innen durch. So auch gestern als die Polizei mit einer Hundertschaft anrückte und die Räumung brutal durchsetzte.

Solange Wohnraum eine Ware ist, solange sind Besetzung und Aneignung von Leerstand und von Ferienwohnungen legitim. Wir holen uns was andere uns verwehren!

Erklärung vom Bündnis Zwangsräumung verhindern

Video von der Besetzung und der Polizeigewalt gegen solidarische Menschen vor dem Haus

Auf Grund der anhaltenden Repression gegenüber einem Recht auf Stadt bitten wir euch der Roten Hilfe beizutreten oder zu spenden! Außerdem findet am 13.05. und 14.05. eine Praxiskonferenz der Initiative Social Center 4 All in Berlin statt.

Tresen im Mai: United Neighbours – Organize!

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Auch in diesem Jahr waren wir am 30. April gemeinsam auf der Straße, um ein Zeichen gegen Rassismus, soziale Ausgrenzung und Verdrängung zu setzen. Längst haben wir die Schnauze voll von willkürlichen Bullenkontrollen, Zwangsräumungen und Lagerindustrie. Die derzeitige Situation wurde von Menschen gemacht und kann auch von Menschen verändert werden. Es gibt Alternativen! Wir wollen eine Stadt für alle. Statt Leerstand und Ferienwohnungen in Mietshäusern wollen wir Wohnraum. Wir wollen soziale Zentren und Jugendclubs statt Luxusprojekte. Wir wollen Recht auf Wohnen statt Lagerunterbringung. Wir wollen Freiheit statt Sicherheitswahn.

Lasst uns daher an unserem monatlichen Tresen zusammenkommen! Wir wollen euch konkrete Organisierungsmöglichkeiten vorstellen, unsere Arbeit erläutern und gemeinsam zu einer besseren Organisierung im Kiez kommen. Natürlich sprechen wir auch gemeinsam über die Demo, schauen Videoschnipsel und genießen dabei den schmackhaften Cocktail „Roter Wedding“.

05.05. | 20:30 Uhr | Café Cralle | Hochstädter Str. 10a 

Pressemitteilung: United Neighbours – Organize! Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung

Vereinte Nachbar*innen im Weddinger Kiez demonstrieren erneut lautstark gegen Verdrängung, steigende Mieten, Rassismus und soziale Ausgrenzung.

Auch 2016 beteiligten sich über 4000 Menschen an der antikapitalistischen Demonstration „Organize – Nachbar*innen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung“ im Berliner Stadtteil Wedding. Mit Sprechchören, Transparenten und Schildern machte die Demo auf ihre Anliegen aufmerksam. Von verschiedenen Dächern und Balkonen gab es Solidaritätsbekundungen. Der Fokus lag dabei dieses Jahr besonders auf der gemeinschaftlichen Organisierung der Nachbarschaft. Verschiedene soziale Kämpfe unterschiedlichster Projekte wurden thematisiert. So gab es bereits vor Beginn der eigentlichen Demonstration am U-Bhf Osloer Str. verschiedene Zubringer-Demos von Bündnissen. Aus Neukölln schlossen sich die Bewohner*innen und Unterstützer*innen des unkommerziellen Kiezladens Friedel 54 an, aus Moabit setzte sich der „Runde Tisch Moabit“ mit vielen Menschen in Bewegung. Auf Höhe der Koloniestraße übernahmen die Bewohner*innen, die gegen teilweise 100%ige Mieterhöhungen kämpfen, die Spitze der Demonstration. Ein Zusammenschluss von geflüchteten Menschen und Nachbar*innen kamen von dem antirassistischen Sportfest in der Böttgerstraße als Spontandemonstration dazu.

Trotz eines Verlaufs der Veranstaltung ohne Zwischenfälle hielt die Berliner Polizei am repressiven Vorkontrollen-Konzept der letzten Jahre fest. Martin Steinburg, Pressesprecher von „Hände Weg vom Wedding“ hält dazu fest: „Vorkontrollen haben eine abschreckende Wirkung. Durch das unnötig martialische Auftreten der Polizei werden viele Nachbar*innen abgeschreckt, sich der Demonstration anzuschließen. Diese ungerechtfertigte Form der Kriminalisierung lehnen wir entschieden ab“.

Auch Übersichtsaufnahem wurden von Seiten der Polizei angefertigt. „Als Bündnis stellen wir uns gegen diese Form der Repression, die weder juristisch noch politisch gerechtfertigt werden kann. Menschen, die legitim gegen steigende Mieten und Rassismus protestieren, werden als Verbrecher dargestellt.“

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United Neighbours – Organize!

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