Der Rudolf Heß-Marsch – Comeback eines Nazi-Events? – Infoveranstaltung zum Nazigroßaufmarsch am 18. August in Berlin

Erneut mobilisieren Neonazis bundes- und europaweit nach Berlin-Spandau um dem Hitlerstellvertreter Rudolf Heß in Berlin zu gedenken. Der Erfolg der AfD und die damit verbundenen schlechten Wahlergebnisse vieler Naziparteien, machen Nazigroßevents wie im sächsischen Ostritz zur logischen Konsequenz für NPD und Co: Für die eigene Finanzierung und den Schulterschluss des militanten Nazispektrums. Der Aufmarsch in Spandau ist Teil dieser Strategie und steht in einer Linie mit derlei Nazigroßveranstaltungen. Diesem Spektrum bleibt nur das offene Propagieren und gewalttätige Ausüben ihrer NS-Ideologie, wenn es nicht an Bedeutung verlieren will. Dies birgt eine enorme Gefahr. Schon kurz nach dem Heß-Aufmarsch 2017 wurde die Mobilisierung in der Nazi-Szene als Erfolg verbucht, da es den Veranstalter*innen gelungen war Parteien wie Die Rechte, die NPD, den III. Weg und Kameradschaften auf diesem Aufmarsch-Event zu einen. Mit der Wiederbelebung der Heß-Märsche droht erneut ein neofaschistischer Großaufmarsch zum jährlichen erinnerungspolitischen Ritual der NS-Szene zu werden. Dies müssen wir verhindern – zusammen und mit unterschiedlichen Mitteln!

13.08.2018 | 20:00 Uhr | Groni50 | Groninger Str. 50, 13347
Bündnis NS-Verherrlichung stoppen! in Kooperation mit Hände weg vom Wedding

Videobericht vom letztjährigen, blockierten Hess-Aufmarsch: Left-Report

Am Leo hat’s sich ausgeschnüffelt!

In den vergangenen Monaten wurden zwei Schnüffelwagen, also mobile Überwachungswagen der Berliner Polizei, an sogenannten „kriminalitätsbelasteten Orten“ (kbO) – unter anderem am Weddinger Leopoldplatz – eingesetzt. Nachdem die letzten Monate verstärkt durch eine Law-And-Order-Diskussion über öffentliche Plätze, wie dem Leo sowie dem Moabiter „Kleinen Tiergarten“ geprägt waren, wurden diese beiden Orte ironischerweise am 11. Juni von der Liste der kbO durch die Berliner Polizei gestrichen.
Neben vermehrten verdachtsunabhängigen Polizeikontrollen und Polizeipräsenz sollte der Schnüffelwagen die vermeintlich allgegenwärtige Kriminalität am Leo zurückdrängen. Als „Hände weg vom Wedding“ haben wir den Wagen kritisch begleitet und gemeinsam mit dem Aktionsbündnis endstation rund um den Leo mit Flyern und Straßenperformances Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Bereits Ende April wurde vom Abgeordneten Niklas Schrader (Die Linke) eine Schriftliche Anfrage im Abgeordnetenhaus zum Überwachungswagen gestellt. Die aus der Antwort resultierenden Erkenntnisse sowie unsere Erfahrungen beim Flyerverteilen im Kiez, legen wir hier dar.

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Tresen im Juli mit TOP Berlin: Google Campus und Start-Ups


Mittlerweile twittern es die Vögel von den Dächern: Die Tech-Industrie kommt nach Berlin und mit ihr prekärere Jobs, Selbstausbeutung und steigende Mieten. Ein Testballon dafür ist der Google Campus in Kreuzberg. Es soll der siebte in der „Campus Family“ werden – zumindest wenn es nach Googles Mutterkonzern Alphabet und dem Berliner Senat geht. Wie das mit Wohnungsnot im Kapitalismus, kalifornischer Ideologie und der Zukunft der digitalen Stadt zusammenhängt, hat die TOP Berlin in einer Broschüre analysiert. Bei unserem monatlichen Hände weg vom Wedding Tresen stellen sie diese Broschüre vor. Außerdem werden wir uns ansehen wo und wie die Tech-Industrie und Start-Up Szene bei uns im Wedding aktiv ist.

Do. 05.07.18 | 20 Uhr | Café Cralle | Hochstädter Str. 10a

 

Sonderausgabe der Kiezzeitung “Plumpe” für Wedding erschienen!

Warum Plumpe? Was ist das?…eine Antwort findet ihr hier! Mit Freude beobachten wir, dass anknüpfend an die Aktionswoche “Widerständig und solidarisch im Alltag” im April und der antikapitalistischen Kiezdemo am 30.04.18, eine kleine lokale Redaktion die Weddinger Kiezzeitung mit dem schönen Namen Plumpe veröffentlicht hat:

 

Im Wedding gab es immer mal wieder Stadtteil- oder Kiezzeitungen, wie zum Beispiel die Weddinger Neueste Zeitung. Zur Zeit gibt es aber – soweit wir wissen – nur die Zeitungen Ecke Müllerstraße, Panker65 oder brunnen – diese werden allerdings vom «Aktiven Stadtzentrum Müllerstraße», oder dem Quartiersmanagement Pankstraße, also Projekten des Senats, herausgegeben und interessierten sich wenig für das, was die meisten Menschen hier täglich beschäftigt. Über den Wedding und das, was hier geschieht, gibt es viel mehr zu berichten! Die gesellschaftlichen Verhältnisse zeigen sich dort am deutlichsten, wo wir wohnen und leben: Steigende Mieten, Verdrängung, Alltagsrassismus, Druck und Drangsalierungen durch das Jobcenter, staatliche Überwachung und rechte Hetze sind auch im Wedding Alltag. Aber um gegen genau diese Zustände anzugehen, um sich gemeinsam zu wehren oder sich zu unterstützen, tun sich im Wedding auch immer wieder Menschen zusammen.

Wir wollen über die sozialen Kämpfe in unseren Kiezen berichten und euch Nachbar*innen darüber informieren, was nebenan passiert. Wir sind keine Mitglieder irgendwelcher Parteien, noch sitzen wir in irgendwelchen Gremien des Bezirks oder Senats. Trotzdem ergreifen wir Partei. Im Rahmen der antikapitalistischen Demonstration «Organize!», die jedes Jahr am 30. April im Wedding stattfindet, gab es dieses Jahr vom 20.-30. April eine volle Aktionswoche mit dem Titel «Widerständig und solidarisch im Alltag», bei der sich viele Initiativen und Gruppen beteiligten. Diese Aktionswoche nehmen wir zum Anlass für die erste Plumpe Ausgabe – eine Sonderausgabe rund um die sozialen Themen, die dieses Jahr zwischen April und Juni im Fokus standen.

Im laufe der nächsten Tage und Wochen werden die Artikel auf dem Blog der Redaktion in voller Länger verfügbar sein.


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